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Pluralistische Identität

Beobachtungen zu Herkunft und Zukunft Europas

Diese Publikation zitieren

Dirk Ansorge(Hg.), Pluralistische Identität (2016), WBG, Darmstadt, ISBN: 9783534741717

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Der Begriff des Abendlandes erlebt derzeit, so scheint es, eine Renaissance – vor allem als Chiffre für eine einheitliche, epochen- und länderübergreifende, tendenziell von außen (und von zuviel Pluralität) gefährdete europäische Identität. Pluralität und Identität geraten dabei leicht in eine strikte Gegensatzperspektive, die, wie der vorliegende Forschungsband zeigt, dem historischen wie dem aktuellen Befund nicht gerecht wird. Kulturell hat Europa plurale, nämlich griechische, römische und christlich-jüdische Wurzeln, und immer neue Aushandlungsprozesse haben durch die Jahrhunderte hindurch seine Identitätsbildung geprägt. Politisch hat sich die Vielfalt in Europa stets neben den universalistischen Einheitskonzepten behauptet. Heute gehört die funktionierende Pluralität unterschiedlicher religiöser Bekenntnisse, Weltanschauungen und persönlicher Lebensentwürfe zu den unverzichtbaren Markenzeichen der europäischen Identität.

Beschreibung

In den aktuellen Debatten um die Zukunft Europas werden Identität und Pluralität mitunter undifferenziert gegeneinander ausgespielt. Der vorliegende Band trägt zur Versachlichung bei. Führende Historiker und Theologen zeigen darin, dass Pluralität zur Entwicklungsgeschichte und zur gegenwärtigen Identität Europas gehört.

Beschreibung

Professor Dr. theol. Dirk Ansorge lehrt Dogmatik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main.

Inhaltsverzeichnis

  • Front Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • Europas pluralistische Identität. Eine historische und begriffsgeschichtliche Einführung
  • „Abendland“ – „Lateineuropa“ – „Provincializing Europe“: Bemerkungen zum poströmischen Europa zwischen alten und neuen Deutungsmustern
  • Wie weit reicht „Verschiedenheit“?
  • Schem und Japhet, oder: Morgen- und Abendland in Bibel und in jüdischer Tradition
  • Biblische Aufklärung als Beitrag zur Selbstwerdung Europas
  • Die Polemik des ‚Christlichen Abendlandes‘ gegen Judentum und Islam
  • Die Selbstdefinition Europas während der Renaissance im Kontext der Auseinandersetzung mit dem Osmanischen Reich
  • Von der Ambiguität zur Eindeutigkeit: Die frühneuzeitliche Konfessionalisierung
  • Europa im Spiegel der Wahrnehmungen von Reisenden aus der islamischen Welt
  • Philosophische Aufklärung: Ein Beitrag zur Selbstwerdung Europas
  • Aschkenas und Lateineuropa – Der Raum Europas aus jüdischer Perspektive
  • Liegt der Westen im Abendland? Zur historisch-politischen Semantik der Europäischen Union
  • „Zu alt für seine Wahrheiten und Siege“? Ein Europa ohne „Außerhalb“ verliert seine Zukunft
  • Pluralität in Kirche und Welt. Eine katholisch-theologische Standortbestimmung
  • Die Chance der Religionssatire in säkularer Gesellschaft. Ekklesiale Kränkungen und die Sehnsüchte hinter der Rede vom „christlichen Abendland“ in pastoraltheologischer Perspektive
  • Kann man mit dem „christlichen Abendland“ rechtlich argumentieren?
  • Die Identität Europas im Zeitalter der Migration
  • Autorenverzeichnis
  • Namensregister
  • Back Cover

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