Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Lag Troia in Kilikien?

Der aktuelle Streit um Homers Illias

Diese Publikation zitieren

Robert Rollinger(Hg.), Christoph Ulf(Hg.), Wolfgang Röllig(Hg.), Lag Troia in Kilikien? (2012), WBG, Darmstadt, ISBN: 9783534725045

Getrackt seit 05/2018

321
Downloads

Beschreibung / Abstract

Homer – Troia – Kilikien: Mit diesen Namen wird ein Thema von europäischer Dimension umschrieben. Homer steht nicht nur am Anfang der griechischen Literatur; ›Ilias‹ und ›Odyssee‹ gelten als Beginn der europäischen Dichtung. Unter diesem Aspekt ist es nicht gleichgültig, wo die Handlungen in der Ilias anzusetzen sind und woher die Anstöße für ihre dichterische Gestaltung kamen. Wegen dieser Symbolkraft Homers für Europa haben die Thesen von Raoul Schrott über ›Homers Heimat‹ in Kilikien sowie seine Übertragung der Ilias für eine weit über die Fachwissenschaft hinausführende Diskussion gesorgt. Denn die Troas war in der Antike griechisches Gebiet, während Kilikien zur Zeit der Entstehung der Ilias unter assyrischer Herrschaft stand. Die Beiträge dieses Bandes, von international renommierten und einschlägig ausgewiesenen Experten geschrieben, setzen sich mit den unterschiedlichen Aspekten der Debatte auseinander und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Troia-Forschung.

Beschreibung

Seit etwa zwei Jahren hat die Öffentlichkeit in Deutschland in außergewöhnlich intensivem Maß an einer im Feuilleton, in Radio und Fernsehen ausgetragenen Debatte teilgenommen, die an die Grundfesten der eigenen Identität rührte. Die Thesen von Raoul Schrott über ›Homers Heimat‹ in Kilikien stellten Homer als ersten ›europäischen‹ Dichter in Frage – und lösten damit eine heftige Debatte aus. Die Beiträge dieses Bandes analysieren Ursachen und Folgen dieser Thesen und holen die Diskussion auf wissenschaftlich fundierten Boden zurück.

Beschreibung

Robert Rollinger, geb. 1964, ist Professor für Kulturbeziehungen und Kulturkontakte zwischen den Kulturen des Alten Orients und des mediterranen Raumes an der Universität Innsbruck und Leiter des Instituts für Alte Geschichte und Altorientalistik.

Christoph Ulf, geb. 1949, ist Professor für Alte Geschichte an der Universität Innsbruck.

Josef Wiesehöfer, geb. 1951, studierte Alte Geschichte in Münster, wo er ebenfalls promoviert wurde. 1988 wurde er in Heidelberg habilitiert und ein Jahr später als Professor für Alte Geschichte an die Universität Kiel gerufen, wo er seither tätig ist. Bekannt ist Wiesehöfer durch seine Arbeiten zum vorislamischen Persien.

Christoph Ulf, geb. 1949, ist Professor für Alte Geschichte an der Universität Innsbruck.

Robert Rollinger, geb. 1964, ist Professor für Kulturbeziehungen und Kulturkontakte zwischen den Kulturen des Alten Orients und des mediterranen Raumes an der Universität Innsbruck und Leiter des Instituts für Alte Geschichte und Altorientalistik.

Wolfgang Röllig, geb. 1932, war bis zu seiner Emeritierung Professor für Altorientalistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen. 2009 erschien seine Übersetzung und Kommentierung des Gilgamesch-Epos.

Inhaltsverzeichnis

  • Front Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Die Diskussion über Ilias und Homer: alte Thesen – neue Zugänge
  • Homer und der ›Orient‹
  • Naturräumliche Gegebenheiten und der Text
  • Übereinstimmungen und Widersprüche zwischen Text und Örtlichkeit (Hisarlyk und Troia)
  • Kilikien: örtliche Gegebenheiten und archäologische Evidenzen
  • »Und ich baute starke Festungen an allen Enden auf den Grenzen ...« Zur Bedeutung der Inschriften und Reliefs vom Karatepe-Aslantaş
  • Homers ›orientalische Verbindungen‹, oder: Kulturelle Verkehrswege zwischen Orient und Okzident
  • Das historisch-politische Umfeld
  • Kilikien, Hethiter und Danaer in ägyptischen Quellen der Spätbronzezeit
  • Western and South-Eastern Anatolia and Syria in the 13th and 12th Centuries. Possible Connections to the Poem
  • Zyperns Einordnung in die politische Welt Vorderasiens im späten 2. und frühen 1. Jahrtausend v. Chr.
  • The Expansion of the Neo-Assyrian Empire and its peripheries: Military, Political and Ideological Resistance
  • Etymologie: Methode und Beispiele
  • Namen und ihre Etymologien – als Beweisstücke nur bedingt tauglich?
  • Namen, Orte und Personen in der hethitischen und der griechischen Überlieferung
  • Der Text als Dichtung
  • Die Ilias als Produkt einer mündlichen Epen-Tradition
  • Die Ilias als fiktionaler Text
  • Die Entstehung der Ilias. Ein Roman
  • Auf dem Streitwagen des Sängers: die Suche nach einer historischen 'epischen Gesellschaft'
  • Die Ilias und der Orient
  • Lykien (und Kilikien) in der Ilias
  • Altorientalische »Textvorlagen« für die Ilias?
  • Varianten der Kulturbegegnung im 8. und 7. Jahrhundert v. Chr.
  • Das wissenschaftsgeschichtlich-ideologische Umfeld
  • Die Ilias, Asien und Europa
  • Register
  • Back Cover

Ähnliche Titel