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Sozialpädagogik. Umriss einer erziehungswissenschaftlichen Disziplin und Prinzipien ihrer praktischen Anwendung

Werner Naumann
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Werner Naumann, Sozialpädagogik. Umriss einer erziehungswissenschaftlichen Disziplin und Prinzipien ihrer praktischen Anwendung (2008), Logos Verlag, Berlin, ISBN: 9783832593704

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Beschreibung / Abstract

Die täglichen Meldungen über aggressive Gewalttaten, Diebstähle, Koma-Trinker oder Kindesvernachlässigungen werfen immer wieder die Fragen auf: Was sind die Ursachen solcher abweichenden Verhaltensweisen und was kann zu ihrer Überwindung getan werden? Das vorliegende Buch bietet einen konzentrierten Einblick in 12 Theorien, die jeweils aus ihrer Sicht Erklärungen für deviantes Verhalten liefern. Es stellt damit praktisch tätigen und künftigen Sozialpädagogen und Sozialarbeitern -- also vor allem auch Studierenden -- ein theoretisch begründetes und differenziertes Handlungskonzept für die psychosoziale Intensiverziehung deviant Handelnder zur Verfügung.

In dieses Konzept der humanistischen Gemeinschaftserziehung hat der Autor unter anderem die Erfahrungen des Wiener Volksschuldirektors Ferdinand Birnbaum (Schüler Alfred Adlers), Erkenntnisse aus der Gemeinschaftserziehung in Landerziehungsheimen (Hermann Lietz, Gustav Wyneken) und rationelle Elemente der Kollektiverziehung des ukrainischen Pädagogen Anton S. Makarenko einfließen lassen. Darin verarbeitet wurden auch neuere Erfahrungen, die Harald Rasmussen im staatlichen Erziehungsheim B o gholt bei Kopenhagen, Pfarrer Dietrich Lauter in Ludwigshafen in der kirchlichen Jugendarbeit und die Mitglieder der inzwischen bundesweit agierenden Suchthilfe-Gemeinschaft SYNANON gesammelt haben.

Das Buch will aber nicht nur praktisches sozialpädagogisches Handeln, sondern auch wissenschaftliche Diskussionen um den Gegenstand der Sozialpädagogik und ihre Möglichkeiten in der Sozialen Arbeit fördern. Es unterbreitet ein entsprechendes konzeptionelles Angebot, das aus der eigenen Lehrtätigkeit in der Ausbildung von Staatlich anerkannten Sozialarbeitern/Sozialpädagogen in Mecklenburg-Vorpommern erwachsen ist.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Vorwort
  • 1 Philosophische und allgemeine pädagogische Positionen
  • 1.1 Begriff und Definition der Erziehung
  • 1.2 Zur Fundierung eines Systems pädagogischer Erkenntnisse
  • 1.3 Struktur, Dynamik und Funktionen der Erziehung
  • 1.4 Kraft und Grenzen der Erziehung
  • 1.5 Zur statistischen Gesetzeskonzeption in der Pädagogik
  • 1.6 Prinzipien und Regeln – ihre Bedeutung für pädagogisches Handeln
  • 2 Historische Wurzeln, Gegenstand und Aufgaben der Sozialpädagogik als Wissenschaftsdisziplin
  • 2.1 Das Wort „Pädagogik“ und seine Bedeutungswandlungen
  • 2.2 Soziale Nöte als Auslöser für Sozialarbeit und Sozialpädagogik
  • 2.3 Zur Neubestimmung der Sozialpädagogik
  • 2.4 Sozialarbeit und Sozialpädagogik in der Sozialen Arbeit
  • 2.5 Sozialpädagogik und Therapie
  • 2.6 Sozialpädagogik im Ensemble relevanter Wissenschaften für Soziale Arbeit
  • 3 Besonderheiten der Zielgruppen in sozialpädagogischen Prozessen
  • 3.1 Zöglingsbegriff und Devianz in neuerer Zeit
  • 3.2 Theorien über die Entstehung devianten Verhaltens
  • 3.3 Zur Bedeutung der vorgestellten Theorien über deviantes Verhalten für Sozialpädagogen
  • 4 Ziele und Inhalte der psychosozialen Intensiverziehung
  • 4.1 Begriff und Erscheinungsformen des pädagogischen Ziels
  • 4.2 Legitimation und Bestimmung pädagogischer Ziele
  • 4.3 Werte und Normen als Grundlagen von Zielbestimmungen und Erziehungsinhalten
  • 4.4 Leitziele der Erziehung
  • 4.5 Zur Erarbeitung und Nutzung konkreter Erziehungsziele
  • 4.6 Konzeptprinzipien als Grundlage konzeptioneller und prozessimmanenter Planung
  • 4.7 Fallbeispiel zur Anwendung der Konzeptprinzipien
  • 5 Erzieherische Verhältnisse in der psychosozialen Intensiverziehung
  • 5.1 Gesellschaft, Gemeinschaft und Individuum
  • 5.2 Merkmale erzieherischer Verhältnisse – Anforderungen an Erzieher
  • 5.3 Zum Autoritätsproblem in der Pädagogik
  • 5.4 Entwicklung und Wirksamkeit von Gemeinschaftsbeziehungen
  • 5.5 Sozialpädagogische Strukturprinzipien – ihre Begründung und Bedeutung für die psychosoziale Intensiverziehung
  • 5.6 Fallbeispiel zur Anwendung der Strukturprinzipien
  • 6 Zur organisatorisch-methodischen Gestaltung sozialpädagogischer Prozesse
  • 6.1 Theoretische Grundlagen einer funktionalen Betrachtung und Darstellung sozialpädagogischer Prozesse
  • 6.2 Sozialpädagogische Funktionsprinzipien – ihre Begründung und Bedeutung für die Prozessgestaltung
  • 6.3 Sozialpädagogische Funktionen und Prinzipien in ihrer Anwendung bei der Prozessgestaltung
  • Schlussbemerkungen
  • Anlagen
  • I. Aufgaben der Sozialen Arbeit
  • II. Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis: Peter Lüssi: Systemische Sozialarbeit
  • III. Sozialpädagogische Prinzipien (gruppiert von W. Naumann)
  • Literaturverzeichnis
  • Stichwortverzeichnis

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