Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Geld als Gabe

Zur sozialen Bedeutung lokaler Geldformen

Philipp Degens

Diese Publikation zitieren

Philipp Degens, Geld als Gabe (2019), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839439098

Getrackt seit 05/2018

35
Downloads

Beschreibung / Abstract

In der Regel wird Geld als Tauschmittel auf Märkten begriffen, das von Staaten und Geschäftsbanken kontrolliert wird. Zahlreiche lokale Geldformen zeigen demgegenüber Möglichkeiten einer zivilgesellschaftlichen Aneignung von Geld auf. Solche Komplementärwährungskreisläufe betten Wirtschaft sozial und kulturell ein und schaffen im Kleinen reziprozitätsbasierte Interaktionsformen jenseits des Markttauschs: An die Seite der Marktlogik tritt die Logik der Gabe.
Anhand einer vergleichenden Fallstudie dreier Regiogelder aus London und Stroud in England sowie Vorarlberg in Österreich zeichnet Philipp Degens die besonderen Verwendungspraktiken und Bedeutungszuschreibungen nach, auf denen solche Komplementärwährungen basieren.

Beschreibung

Philipp Degens (Dr. rer. pol.), geb. 1980, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg. Er hat in Köln Soziologie, Geschichte und Ethnologie sowie Volkswirtschaftslehre sozialwissenschaftlicher Richtung studiert. Neben der Geldsoziologie sind seine Forschungsschwerpunkte alternative, insbesondere genossenschaftliche Wirtschaftsweisen, Zivilgesellschaft und Dritter Sektor sowie die Debatte um Möglichkeiten der gesellschaftlichen Transformation und Nachhaltigkeit.

Kritik

»Das Buch ist für Anhängerinnen einer Selbstorganisation in Wirtschaft und Gesellschaft mit Gewinn zu lesen.«
Herbert Klemisch, Contraste, 422 (2019)

»Der Text [bietet] wie wenige andere einen ausführlichen und gleichzeitig flüssigen und gut lesbaren Einblick in die ökonomische, anthropologische und soziologische Geldforschung.«
Leander Bindewald/Jens Martignoni, Zeitschrift für Sozialökonomie, 200 (2019)

»Damit liegt ein Text vor, der im Detail analytisch die kritische Wissenschaftssoziologie vorlegt und damit dem simplifizierenden zwecktrationalen Marktteilnehmer der traditionellen ökonomischen Theorie entgegensteht: Argumente für Alle, die regional mit globalem Bezug in der und für die Gesellschaft gestalten.«
Renate Straetling, www.renatestraetling.wordpress.com, 21.03.2019

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • 1. Einleitung
  • Die soziale Bedeutung des Geldes
  • 2. Drei Perspektiven auf Geld
  • 3. Viviana Zelizer und die Vielfalt spezieller Gelder
  • Tausch und Geld jenseits des Marktes
  • 4. Karl Polanyi und die Einbettung von Wirtschaft
  • 5. Marcel Mauss und die Gabe
  • 6. Ein Blick in die Komplementärwährungslandschaft
  • 7. Zivilgesellschaftliche Komplementärwährungen
  • Empirie: Vergleichende Fallstudien
  • 8. Zur Methodik der vergleichenden Analyse dreier Regiogelder
  • 9. Einstieg in die drei Fallstudien: Brixton Pound, Stroud Pound und Vorarlbergstaler
  • 10. Unternehmensperspektiven auf Regiogeld
  • 11. Regiogeld zwischen Markt, Gabe und Reziprozität: Zusammenführung und Interpretation der Ergebnisse
  • 12. Fazit
  • Literatur
  • Anhang

Mehr von dieser Serie

    Ähnliche Titel

      Mehr von diesem Autor