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Anerkennung und Widerstand

Lokale islamische Identitätspraxis in Hamburg

Laura Haddad

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Laura Haddad, Anerkennung und Widerstand (2017), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839438923

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Der Topos »Islam in Europa« ist durch Dichotomisierung gekennzeichnet: Im öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs offenbart sich eine binäre Auseinandersetzung, die entweder muslimische Subjektivierung oder die Institutionalisierung des Islam verhandelt. Dabei werden Europa und der Islam als voneinander getrennte Einheiten konstruiert.
Laura Haddads ethnographische Fallstudien zeigen hingegen einen wechselseitigen Aushandlungsprozess von Islam und Europa, der diese Dichotomien in Frage stellt. Anhand der europäischen Metropole Hamburg werden Anerkennung und Widerstand als zwar ambivalente, aber einander bedingende Konzepte sichtbar.

Beschreibung

Laura Haddad, geb. 1984, forscht zu lokalem Islam, interreligiösen Initiativen und der Pluralisierung von akademischer Theologie an der Akademie der Weltreligionen, Universität Hamburg, und dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Universität Osnabrück.

Kritik

»Laura Haddad führt ihre ethnologische Forschung auf originelle Weise mit einer eigenen Theorie der Identitätskonstruktion in (post-)migrantischen Gesellschaften zusammen. Ihren Überlegungen zur Besonderheit islamischer Identitätspraxis folgen drei Hamburger Fallstudien, die spannende ethnographische Einblicke geben.
Das Buch [eröffnet] anregende und aktuelle Forschungsperspektiven.«
Alexander Krahmer, www.socialnet.de, 27.11.2017

Besprochen in:
BZgA-InfoDienst Migration, 4 (2017)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover. Anerkennung und Widerstand
  • Inhalt
  • Danksagung
  • I. Einleitung. Hamburger Islamproduktion im Spannungsfeld lokaler Aushandlungen und europäischer Diskurse
  • 1 Der raumtheoretische Zugang oder welcher Islam?
  • 2 Aufbau der Arbeit
  • II. Über Islam sprechen. Ein diskurskritischer Aufriss
  • 1 Europa, Deutschland und Islam als diskursive Gegensätze
  • 2 Diskursstränge und ihre Verortung
  • 3 Konzeptualisierung des Forschungsvorhabens
  • III. Lokalität, Identität, Aushandlung. Bestimmung des theoretischen Vokabulars für die empirische Analyse
  • 1 Lokalität
  • 2 Die Stadt als Untersuchungseinheit des Lokalen?
  • 3 Die postsäkulare Stadt Lokalität und Religion
  • 4 Identität
  • 5 Aushandlung
  • 6 Synthese Lokale Identitäten aushandeln
  • IV. Das lokale Feld
  • 1 Islam in Hamburg eine Bestandsaufnahme
  • 2 Ethnographie als methodologische Grundlage
  • V. Fallstudien
  • 1 Fallstudie A: Eine Hausordnung für den Hamburger Islam Der Staatsvertrag zwischen dem Hamburger Senat und drei islamischen Verbänden
  • 2 Fallstudie B: Kunst und Islam auf der Veddel Corporate Citizenship und andere Identitäten
  • 3 Fallstudie C: Außen Kirche, innen Moschee . Zur transreligiösen Umwandlung eines Gotteshauses
  • VI. Verdichtung und Diskussion der Forschungsergebnisse
  • 1 Islam lokalisieren zum Nutzen raumtheoretischer Kategorien für die Analyse sozialer Aushandlungsprozesse
  • 2 Islam und die vielfältige Hamburger Stadtgesellschaft eine synthetische Verdichtung der Fallstudien
  • 3 Fazit Hamburger Islam zwischen Anerkennung und Widerstand
  • Literatur- und Quellenverzeichnis
  • Primärquellen (Eigene Interviews und Feldnotizen)
  • Sekundärquellen
  • Verzeichnis der Abkürzungen

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