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Doing Ancient DNA

Zur Wissenschaftsgeschichte der aDNA-Forschung

Elsbeth Bösl

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Elsbeth Bösl, Doing Ancient DNA (2017), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839439005

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Die internationale aDNA-Community bearbeitet seit den 1980er Jahren (u.a. historische) Fragestellungen auf der Quellenbasis alter Moleküle - und aktuell diskutieren Historiker_innen die Quelle DNA unter dem Stichwort »Genetic History«.
Wie haben Genetiker_innen, Molekularbiolog_innen, Anthropolog_innen und Archäolog_innen im überfachlichen Miteinander die Quelle DNA hergestellt - auf der Ausgrabung, im Labor und am Rechner? Welche epistemologischen und fachpolitischen Zielsetzungen verfolgten sie und wie hat sich die aDNA-Forschung in technischer und methodischer Hinsicht entwickelt? Welche Charakteristika, Chancen und Grenzen hat die Quelle aDNA?
Aus wissenschaftshistorischer Perspektive befasst sich Elsbeth Bösl mit der Historie des epistemischen Objektes alte DNA und dem kollektiven Produktionsprozess von Wissen in der aDNA-Forschung.

Beschreibung

Elsbeth Bösl (Dr. phil.), geb. 1978, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Bundeswehr München. Sie hat Geschichte und Archäologie studiert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Wissenschafts- und Technikgeschichte und der Disability History.

Kritik

»Eine bemerkenswerte, weil überaus gelungene Studie.«
Peter E. Fäßler, Neue Politische Literatur, 64 (2019)

»Elsbeth Bösl hat mit ihrem Werk einen Meilenstein in der Diskussion zwischen klassischer Historiographie und molecular historiography gesetzt.«
Alfons Labisch, N.T.M, 18.08.2018

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Forschungsanlass und Leitfrage
  • 1. aDNA-Research als Forschungsgegenstand der Wissenschaftsgeschichte
  • Was ist aDNA? Was ist aDNA-Forschung?
  • Vorgehensweise der Untersuchung und Deutungsangebote
  • Methode und Quellen einer Geschichte der aDNA-Forschung
  • Ethisches und Politisches
  • Eine Dichotomie harter und weicher Quellen? Debatten um Sinnstiftung, Deutungshoheit und Blackboxing
  • 2. Die Entstehung des Forschungsfeldes
  • Wieso DNA? Der Weg der Fächer zu den Molekülen
  • Am Anfang war das Quagga: Die euphorischen Anfänge und die Formierung des Forschungsfeldes
  • Technische Innovationen und Wissenszuwachs
  • 3. Technische Rückschläge und Methodenforschungen: die aDNA-Forschung auf ihrem Slope of Enlightenment
  • Gescheiterte Experimente, Desillusionierung und die Formierung der feldinternen Kritik
  • Kontamination und Authentizität: Entdeckung, radikale Auswege und Normalisierung des Problems
  • Kontrollregimes und komplexitätsorientierte Zugänge: Authentifizierungsversuche, Modellierungen und das Sprechen über die Grenzen der Quelle
  • Sprechen über Fehler, Nichtwissen und Ungewissheit
  • Next-Generation-Sequencing: das neue Authentifizierungsproblem
  • 4. Anwendungen und Fragestellungen: Grenzen und Herausforderungen der Quelle aDNA in der überfachlichen Diskussion
  • Neue Quellen für alte Fragen? Das Abstecken von Einsatzgebieten: epistemologische und fachpolitische Dimensionen
  • Paläoepidemiologie
  • Ersatzverfahren und alternative Wege zu alten Fragen: Reindividualisierung, Speziesbestimmung und Geschlechtsansprache
  • Kinshipstudien: zwischen Nice-to-Know-Forschung und massenmedialem Interesse
  • Perspektivität und Selektivität der Quelle aDNA: uniparentale Marker, Small Samples und Big Data in der Neandertalerfrage
  • Debatten um die Vereinbarkeit von genetischen und kulturellen Konzepten
  • Ergebnisse
  • Anhang
  • Quellen und Literatur
  • Abkürzungen
  • Dank
  • Register

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