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Anerkennungsproblematiken von Mädchen im Jugendalter in gesellschaftskritischer und psychodynamischer Perspektive

Heide Funk

Diese Publikation zitieren

Heide Funk, Anerkennungsproblematiken von Mädchen im Jugendalter in gesellschaftskritischer und psychodynamischer Perspektive (2016), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1438-5295, 2017 #01, S.4

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

"Anerkennung bezeichnet ein interpersonales Verhältnis zwischen einem Ich und einem Du, indem individuelle Ansprüche und Sichtweisen wechselseitig intersubjektiv sprechend und handelnd bejaht werden" (Holland- Cunz 2011, 35). Das Streben nach Anerkennung wird anthropologisch mit der menschlichen Angewiesenheit auf soziale Beziehungen und moralisch mit dem Verweis auf "symbolische Verletzbarkeit" (Herrmann 2013) begründet. Die Angewiesenheit auf Anerkennung steht hier in engem Zusammenhang mit der Bewährung in uns aufgegebenen Lebensproblemen und der Suche nach Zugehörigkeit und Lebenssinn (Fischer 2009). In den persönlichen Beziehungen, aber auch den abstrakteren Verhältnissen von Institutionen wie Schule, Arbeit, Recht und Politik, ist Anerkennung in hierarchische Formen der Über- und Unterordnung eingebunden, in denen sich die intersubjektive Wertschätzung über kulturelle Werte und Normen vermittelt und mit denen auch die rechtlichen Ansprüche auf Anerkennung und Teilhabe begründet werden. Axel Honneth hat mit seinen Ausarbeitungen die Bedeutung von Anerkennung in sozialen Beziehungen für die Entwicklung von Selbstvertrauen, Selbstachtung und Selbstwertgefühl wirksam ins Spiel gebracht (Honneth 1995). Probleme mangelnder Anerkennung sind von Nancy Fraser in einem (sozial)politischen Rahmen erweitert und zugespitzt worden: Die Abwertung in sozialen Beziehungen kann dabei mit institutionalisierten kulturellen Wertmustern zusammenwirken, so dass den Betroffenen "... der Status eines vollwertigen sozialen Interaktionspartners und die ebenbürtige Partizipation am sozialen Leben versagt wird" (Fraser 1998, 25-26)

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