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Anerkennung, Wohnungslosigkeit und Geschlecht

Mädchen und junge Frauen auf der Straße als Zielgruppe Sozialer Arbeit

Claudia Steckelberg

Diese Publikation zitieren

Claudia Steckelberg, Anerkennung, Wohnungslosigkeit und Geschlecht (2016), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1438-5295, 2017 #01, S.14

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Wohnungslos zu sein ist verbunden mit der Erfahrung des Ausbleibens oder der Verweigerung von Anerkennung. Diese Missachtung führt im weiteren Sinne zu einer Schädigung des Selbst (Honneth 1992: 212), denn Selbstanerkennung setzt immer die Anerkennung durch andere im Sinne einer Fremdanerkennung voraus (Mecheril 2003:45). Wie sich dies konkret in den Lebenswelten wohnungsloser Mädchen und junger Frauen zeigt, soll im Folgenden aus einer geschlechtsreflektierenden Perspektive erörtert werden. In Anlehnung an Axel Honneth sollen dabei drei Formen der Anerkennung unterschieden werden: Anerkennung in persönlichen Beziehungen, rechtliche Anerkennung und Anerkennung als soziale Wertschätzung (ebd.: 151). Die Kritik an diesem positiv konnotierten Verständnis von Anerkennung thematisiert anschließend die herrschaftsimmanenten Aspekte von Anerkennung und die daraus resultierenden Spannungsfelder im methodischen Handeln in der Sozialen Arbeit. Dadurch lässt sich die Komplexität der lebensweltlichen Erfahrungen wohnungsloser Mädchen und junger Frauen differenziert aufdecken und konzeptionelle und methodische Schlussfolgerungen für die Soziale Arbeit können konkreter formuliert werden.

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