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Gewalt in den Weltreligionen

Georg Baudler

Beschreibung

Religionen waren von Anfang an mit Gewalt verbunden, das zeigt sich an der Rekonstruktion archaischer Opferrituale wie an den Ursprungsmythen der Völker. Erst allmählich konnte in der Entwicklung der Glaubensgemeinschaften die Vergöttlichung der Gewalt überwunden werden. Georg Baudler zeichnet diese Entwicklung nach und macht anhand zahlreicher historischer Beispiele deutlich, welche kulturellen und intellektuellen Voraussetzungen geschaffen werden mussten, um das Ideal des Friedens und der gewaltlosen Auseinandersetzung zu verbreiten. Er hat dabei westliche wie östliche Entwicklungslinien im Blick und arbeitet besonders heraus, wie in der so genannten ›Achsenzeit‹ (Karl Jaspers) religiöse Führergestalten wie Jesus und Buddha auftraten, die der Gewaltausübung und -feier andere Modelle gegenüberstellten. Dass aber damit die Tradition des Gewaltkultes noch nicht restlos gebrochen werden konnte, zeigen Beispiele, die bis in die Gegenwart reichen.

Beschreibung

Nachdem Gewalt lange Zeit in Religionen eine geradezu mythische Stellung hatte, wurde erst allmählich die Vergöttlichung der Gewalt überwunden. Georg Baudler zeigt, wie sich das Verhältnis zur Gewalt in der Religion über die Jahrtausende verändert hat. Von archaischen Opferritualen und gewalttätigen Ursprungsriten reicht der Bogen bis zu ökumenischen Versuchen in der Gegenwart, mit dem Thema Gewalt umzugehen.

Beschreibung

Georg Baudler, geb. 1936, ist Professor für Katholische Theologie und ihre Didaktik in Aachen.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Vorwort
  • A. Der Ursprung: Gewalt als das Heilig-Göttliche
  • Zur Einführung: Religion als Reaktion auf Symbolerfahrung
  • I. Mutter und Raubtier: Älteste Gottessymbole
  • II. Vergöttlichung durch Aneignung des Raubtierstatus
  • III. Gewaltrituale in der archaischen Religiosität
  • IV. Auswirkungen der archaischen Gewaltvergöttlichung auf gesellschaftliche Strukturen und Verhaltensweisen
  • B. Geschichtliche Befreiungsimpulse
  • Das Wirken der gewaltfreien Gottessymbolik
  • I. Der geistige Aufbruch in Indien und Persien: Ahimsa (Parsva, Jain, Buddha, Zarathustra)
  • II. Der geistige Aufbruch in China: Jen (Konfuzius) und Tao (Laotse)
  • III. Der geistige Aufbruch in Griechenland: Das höchste Eine und Gute
  • IV. Der geistige Aufbruch in Palästina: Von der El- zur Abba-Erfahrung
  • C. Die heutigen fünf großen Weltreligionen
  • I. Die fernöstliche Tradition
  • II. Die nahöstliche Tradition
  • Schlussbetrachtung: Gewalt und Wahrheit
  • Anmerkungen
  • Bibliographie
  • Quellen
  • Monographien, Aufsätze, Artikel
  • Benützte Nachschlagewerke

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