Die Ungewissheit des Zukünftigen
Kontingenz in der Geschichte

Diese Publikation zitieren
Frank Becker (Hg.), Ute Schneider (Hg.), Benjamin Scheller (Hg.), Die Ungewissheit des Zukünftigen (2016), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593433783
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Beschreibung / Abstract
Lange galt es als Tugend des Historikers, das vergangene Geschehen zu ordnen: Übersichtlichkeit zu schaffen, wo Durcheinander herrschte, kausale Zusammenhänge zu erkennen, wo das Vorher und Nachher chaotisch aufeinander folgten. Die aktuelle historische Forschung erschüttert diese Sichtweise mit dem Hinweis auf Beliebigkeit, Zufälligkeit und Ungewissheit – allesamt Bedeutungsschichten des Begriffs der Kontingenz. Kontingent erscheint historisches Geschehen dem rückblickenden Beobachter – und nicht weniger bereits den Zeitgenossen. Der Band behandelt Begegnungen mit Zukunftsungewissheit und bietet Reflexionen über den Begriff der Kontingenz, die aus Geschichtswissenschaft, Soziologie, Philosophie und Politikwissenschaft stammen.
Beschreibung
Inhaltsverzeichnis
- BEGINN
- Inhalt
- Vorwort
- Kontingenzkulturen – Kontingenzgeschichten: Zur Einleitung
- Zukunftspraktiken – Die Zeitlichkeit des Sozialen und die Krise der modernen Rationalisierungen der Zukunft
- Die Möglichkeiten einer vergangenen Zukunft und die Intentionalität historischen Handelns
- Heute war damals keine Zukunft – Dimensionen einer Historischen Zukunftsforschung im 20. Jahrhundert
- Kontingenz und Geschichtswissenschaft – Aktuelle und künftige Felder der Forschung
- Das Problem der Kontingenz in den Sozialwissenschaften und die Versuche seiner Bannung
- Wie Hase und Igel – Social engineering und Kontingenz in der ambivalenten Moderne
- Die Untrennbarkeit von Sicherheit und Risiko – Über die Komplementarität von Strategien und Mentalitäten in Sicherheitsregimen und Risikomanagement
- Risiko – Kontingenz, Semantik und Fernhandel im Mittelmeerraum des Hoch- und Spätmittelalters
- Die » Zukunft « und der » Zufall « – Kontingenz in der prognostischen Apokalyptik des Dietrich Graminaeus ( 1567– 1594)
- Zur Historisierung von Nichtwissen – Das Beispiel der französischen und englischen Mittelmeerimperien ( 1650– 1750)
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