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Das süßbittre Tier

Liebe in Dichtung und Philosophie der Antike

Ernst A. Schmidt

Beschreibung

Was Liebe eigentlich ist, warum und wie sie erfahren wird, hat auch die Antike bewegt: Dichter und Philosophen haben danach in großer Intensität gefragt. Das Buch des emeritierten Tübinger Philologen legt die schönsten Zeugnisse von Homer bis Apuleius in Übersetzungen oder Nacherzählungen vor. Interpretationen arbeiten die Einsichten der Texte in das Wesen der Liebe, ihren Grund und ihre Erfahrungsvielfalt heraus. Dominante Themen sind: Überwältigung durch einen Gott, Streben nach Glück, Einheit und Vollkommenheit; Liebe und Schönheit; Liebe als Krankheit, Wunde und Leiden; Liebesverrat, Ehebruch, Mord und Tod; Liebe als Ursprung der Welt und ihrer Bewegung; für die nicht-erotische Liebe: das Wesen der Freundschaft, Grund der Elternliebe, Sinn der Selbstliebe sowie die Voraussetzung und Folge der Gottesliebe zu einem Menschen. Der Vergleich mit nachantiker Literatur oder neueren Liebesdiskursen und die Beziehung zu unserer eigenen Liebesauffassung begleiten die Deutungen. Die Untersuchung ist nicht kultur- oder sozialwissenschaftlich ausgerichtet, sondern spürt, vom Interesse am Existenzial Liebe geleitet, der Gedankenarbeit bedeutender antiker Literatur nach.

Inhalt:
1. Erwartungen an die Liebe im Leben und Lesen
2. Liebe als Universalprinzip. Zwei Hymnen an die Liebesgöttin
3. Liebe und reine Gegenwart. Die Liebesgöttin in der Epik
4. Leben und Tod in Treue zu sich selbst. Liebe in der "Aeneis" und in der "Odyssee"
5. Glückserwartung und Liebesleid. Sappho und Catull
6. Weltpotenz Eros
7. Liebe als Ursprung und Bewegungsprinzip der Welt. Von Hesiod bis Lukrez
8. Freundschaft: 'Gute' sind einander, sich selbst und den Göttern lieb
9. Große Frauen. Verführung, Liebesverrat, Betrugsopfer. Liebe im Drama
10. Hingerissene Knabenliebe. Höhepunkte hellenistischer Liebesepigrammatik
11. Wesenhafte Unerfüllbarkeit der Liebe in der antiken Bukolik
12. Amors Triumvirat
13. Liebesfeste in Oden des Horaz
14. Ovid als der römische Liebesdichter
15 Starke Frauen in kritischen Situationen. Liebesnovellen und Ehebruchsschwänke
16. Eigenart antiker Liebesliteratur
Register

Inhaltsverzeichnis

  • Front Cover
  • Impressum
  • Vorwort
  • Inhalt
  • 1. Kapitel: Erwartungen an die Liebe im Leben und Lesen
  • 2. Kapitel: Liebe als Universalprinzip. Zwei Hymnen auf die Liebesgöttin
  • 2.1 Demütigung im Triumph. Aphrodite als Liebende im homerischen Aphroditehymnus
  • 2.2 Göttliche Natur. Venus als schöpferisches Prinzip im Eingangshymnus des lukrezischen Naturgedichts
  • 3. Kapitel: Liebe und reine Gegenwart. Die Liebesgöttin in der Epik
  • 3.1 Aphrodite in der "Ilias" und der Götterschwank von Ares und Aphrodite in der "Odyssee"
  • 3.2 Zukunftslose Liebeswirklichkeit. Venus in Vergils "Aeneis"
  • 4. Kapitel: Leben und Tod in Treue zu sich selbst. Liebe in der "Aeneis" und in der "Odyssee"
  • 4.1 Die vertauschten Schwerter. Die Liebestragödie 'Dido und Aeneas' in Vergils "Aeneis"
  • 4.2 Göttin und Gattin in der "Odyssee"
  • 5. Kapitel: Glückserwartung und Liebesleid. Sappho und Catull
  • 5.1 Bewältigung von Liebesleid in Liebesgedichten der Sappho
  • 5.2 Diagnose selbstzerstörerischer Leidenschaft in Catulls Sappho-Variation
  • 6. Kapitel: Weltpotenz Eros
  • 6.1 Vom Urgott zum Flügelputto mit dem Bogen. Eros, Amor/Cupido, Amoretto
  • 6.2 Platons Liebesphilosophie im "Symposion"
  • 7. Kapitel: Liebe als Ursprung und Bewegungsprinzip der Welt. Von Hesiod zu Lukrez
  • 8. Kapitel: Freundschaft: 'Gute' sind einander, sich selbst und den Göttern lieb
  • 8.1 Freundschaft und Tugend: Aristoteles und Cicero
  • 8.2 Selbstliebe und Tugend. Aristoteles, Cicero und Plotin
  • 8.3 Die Gottesliebe und das Glück
  • 9. Kapitel: Große Frauen: Verführung, Liebesverrat, Betrugsopfer. Liebe im Drama
  • 9.1 Medea und Phaedra bei Euripides und Seneca
  • 9.2 Die plautinische Tragikomödie "Amphitruo"
  • 10. Kapitel: Hingerissene Knabenliebe. Höhepunkte der hellenistischen Liebesepigrammatik
  • 11. Kapitel: Wesenhafte Unerfüllbarkeit der Liebe in der antiken Bukolik
  • 12. Kapitel: Amors Triumvirat
  • 12.1 Leidenschaft und Vertrag: Catulls Liebesdichtung
  • 12.2 Liebe als Lebensform in der römischen Liebeselegie des Properz und Tibull
  • 12.3 Die dritte "Elegie" des Properz und neuzeitliche Gedichte
  • 13. Kapitel: Liebesfeste in Oden des Horaz
  • 14. Kapitel: Ovid als der römische Liebesdichter
  • 14.1 Liebe in Rom und Liebe als Kunst: "Amores", "Ars Amatoria"
  • 14.3 Enzyklopädie der Liebe: Ovid, "Metamorphosen" und "Heroides"
  • 15. Kapitel: Starke Frauen in kritischen Situationen. Liebesnovellen und Ehebruchsschwänke
  • 16. Kapitel: Eigenart antiker Liebesliteratur
  • 16.1 Dominanten im Vergleich mit nachantiker Liebesliteratur
  • 16.2 ABC der Liebe in der antiken Literatur
  • Register
  • A. Autoren und Texte
  • B. Sachen und Begriffe
  • C. Götter, mythologische und fiktive Personen bzw. Personen in fiktionalen Texten
  • D. Gelehrte

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