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Gutes Essen - arme Erzeuger

Wie die Agrarwirtschaft mit Standards die Nahrungsmärkte beherrscht

Rudolf Buntzel und Francisco Mari

Beschreibung

Wenn wir heute im Supermarkt Kaffee, Bananen oder andere weit entfernt produzierte Lebensmittel einkaufen, möchten wir nicht nur beste Qualität bekommen, sondern auch zum Wohl von Erzeugern und Umwelt beitragen. Kommerzielle Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards geben an, dies zu garantieren. Versprechungen zu Qualität, Sicherheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind willkommen – doch wer legt diese fest und wer kontrolliert sie? Supermarktketten und der Handel verfolgen ihre eigenen Interessen, ihnen dienen Standards zur Kontrolle ihrer globalen Lieferketten.
Und Standards haben ihren Preis: Kleinerzeugern überall auf der Welt fällt es schwer, den Auflagen nachzukommen. Standards bei Lebensmitteln sind so zu einem globalen Herrschaftsinstrument entwickelter Länder geworden. Sie räumen unseren Konzernen und unserer Esskultur den Vorrang auf der Welt ein. Was „gutes Essen“ ist, sollte aber nicht allein von den Supermärkten in Europa und den USA bestimmt werden. Private Standards müssen daher in einen staatlichen Rahmen gesetzt werden, um Missbrauch auszuschließen und gerechte internationale Agrarbeziehungen zu etablieren.

Dieses Buch wird herausgegeben von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  • Gutes Essen – arme Erzeuger
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • Danksagung
  • Einleitung
  • Teil I: Worum es geht?
  • Kapitel 1: Essen ist nicht nur Privatsache – Der Verbraucher und seine Standards
  • Kapitel 2: Regulierung im Lebensmittelbereich – Eine geschichtliche und kulturelle Skizze
  • Kapitel 3: Die eigenartige Welt der Lebensmittelstandards
  • Kapitel 4: Wer hat Standards in die Welt gesetzt?
  • Teil II: Handelspolitische Debatte
  • Kapitel 5: Subventionierter Standardverdruss – Die Politik der EU
  • Kapitel 6: Internationale Standardsetzung zur Lebensmittelsicherheit – technisch, doch auch politisch
  • Kapitel 7: Internationales Handelsrecht bei Standards – Händel mit dem Handel
  • Teil III: Wie die Standards funktionieren
  • Kapitel 8: Die Kolonialisierung der Nachhaltigkeit – Private Standards
  • Kapitel 9: Globale Nachhaltigkeit in starre Regeln gepackt
  • Kapitel 10: GlobalG.A.P. – Champion der Business-Standards
  • Kapitel 11: Bio und Fairtrade: Die etwas anderen Standards
  • Kapitel 12: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! – Das Verifizierungssystem
  • Teil IV: Was mit Standards einhergeht
  • Kapitel 13: Wertschöpfungsketten – Wer schöpft denn bei wem ab?
  • Kapitel 14: Landwirtschaft nach Vorschrift – Vertikale Integration und Vertragslandwirtschaft
  • Kapitel 15: Über die Macht des Einzelhandels – Die Supermarktrevolution
  • Kapitel 16: Ein bisschen weniger arm – eine Kosten-Nutzen-Analyse
  • TEIL V Entwicklungspolitische Debatte
  • Kapitel 17: Versuche der Anpassung an lokale Verhältnisse
  • Kapitel 18: Was Regierungen der Entwicklungsländer tun können
  • Kapitel 19: Zertifiziert im Griff der Weltwirtschaft
  • Kapitel 20: Kapazitätsaufbau – Was bringt die Unterstützung wirklich?
  • Kapitel 21: Exklusion oder Inklusion – Was passiert mit den Kleinerzeugern?
  • Kapitel 22: Geregelte oder ungeregelte Märkte – Die Bauernfamilien sollen entscheiden
  • Kapitel 23: Hakuna Matata – Fallstudie Kenia
  • Teil VI: Schlussfolgerungen
  • Kapitel 24: Die Standarddiskussion im Wandel – eine vorläufige Bilanz
  • Kapitel 25: Empfehlungen für politisches Handeln
  • Kapitel 26: Zusammenfassung
  • Teil VII Anhänge
  • Glossar der gebrauchten Fachbegriffe
  • Verzeichnis der Abkürzungen
  • Literaturverzeichnis
  • Verzeichnis der Kästen
  • Zu den Autoren

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