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Rechtsstaat, Markt und Menschenwürde

Herausforderung Armut und Migration

Wolfgang Sartorius

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Wolfgang Sartorius, Hans-Ulrich Weth(Hg.), Rechtsstaat, Markt und Menschenwürde (2016), Lambertus Verlag, Freiburg, ISBN: 9783784128757

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung

Mit der fortschreitenden Ökonomisierung aller Lebensbereiche setzen sich auch bei der Ausgestaltung des sozialen Rechtsstaats zunehmend die Prinzipien des Marktes durch. Gegenwärtig sieht sich der „aktivierende Sozialstaat“ mit großen Herausforderungen konfrontiert: Gefahr der Zementierung sozialer Ungleichheit, Verfestigung von Armut, Ausgrenzung, prekärer Beschäftigung und Langzeitarbeitslosigkeit, dramatische Unterversorgung mit bezahlbaren Wohnungen in Ballungsgebieten, wachsende Zuwanderung. Nicht nur die soziale Polarisierung nimmt deutlich zu, auch zwischen den Regionen in Deutschland wie auch in Europa vertiefen sich die Gräben. Im Kontext der europäischen Binnenwanderung werden die Grundsätze der Freizügigkeit und Gleichbehandlung wieder häufiger in Frage gestellt. Wie können Marktlogik und Rechts- und Sozialstaatlichkeit in eine Balance gebracht werden, die zugleich dem Verfassungsgebot der Achtung der Menschenwürde gerecht wird? Die Beiträge dieses Sammelbandes liefern aus unterschiedlichen fachlichen Blickwinkeln und professionellen Zusammenhängen Analysen und Impulse.

Kritik

"Ein Buch für am Thema explizit interessierte Leser, das auch in der Lehre eingesetzt werden kann und das allen Interessenten herzlich zu empfehlen ist (…)"
Prof. Dr. Eckart Riehle, in: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/22453.php, 13.03.2017.

Beschreibung / Abstract

Mit der fortschreitenden Ökonomisierung aller Lebensbereiche setzen sich auch bei der Ausgestaltung des sozialen Rechtsstaats zunehmend die Prinzipien des Marktes durch. Gegenwärtig sieht sich der „aktivierende Sozialstaat“ mit großen Herausforderungen konfrontiert: Gefahr der Zementierung sozialer Ungleichheit, Verfestigung von Armut, Ausgrenzung, prekärer Beschäftigung und Langzeitarbeitslosigkeit, dramatische Unterversorgung mit bezahlbaren Wohnungen in Ballungsgebieten, wachsende Zuwanderung. Nicht nur die soziale Polarisierung nimmt deutlich zu, auch zwischen den Regionen in Deutschland wie auch in Europa vertiefen sich die Gräben. Im Kontext der europäischen Binnenwanderung werden die Grundsätze der Freizügigkeit und Gleichbehandlung wieder häufiger in Frage gestellt. Wie können Marktlogik und Rechts- und Sozialstaatlichkeit in eine Balance gebracht werden, die zugleich dem Verfassungsgebot der Achtung der Menschenwürde gerecht wird? Die Beiträge dieses Sammelbandes liefern aus unterschiedlichen fachlichen Blickwinkeln und professionellen Zusammenhängen Analysen und Impulse.

Inhaltsverzeichnis

  • Rechtsstaat, Markt und Menschenwürde
  • Inhalt
  • Einleitung
  • Rechtsstaat, Markt – und die Menschenwürde?!
  • Stärkung der sozialen Dimension der EU: cui bono?
  • Keine Sozialhilfe für EU-Bürger? Zwischen Freizügigkeit und Gleich­behandlungsanspruch
  • EU-Sozialbürgerschaft oder Menschenrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenz­minimums? – Zur aktuellen Diskussion um das Recht von Unionsbürger­Innen auf soziale Grundsicherung in Deutschland
  • Auf schwankendem Grund – eine Retrospektive
  • „Auf schwankendem Grund“ – eine Retrospektive nach zehn Jahren mit „Hartz IV“ im Kontext aktueller Migrationsbewegungen
  • Markt und Menschenwürde – ein diakoniepolitischer Impuls
  • Nie waren wir so wohlhabend wie heute – Traum und Raum vom guten Leben?
  • Unbehaust – unversorgt – unwillkommen: Plädoyer für einen unverstellten Blick auf bettelnde Menschen in Deutschland
  • Kommunale Erfahrungen im Umgang mit bettelnden Menschen aus Osteuropa
  • Begegnungen in einer Stadt – oder: im Armen den Menschen und Jesus selbst erkennen
  • Autorinnen und Autoren

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