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Figuren des Politischen

Iris Därmann

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Iris Därmann, Figuren des Politischen (2008), Suhrkamp Verlag, Berlin, ISBN: 9783518745922

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Seit jeher orientiert sich die politische Philosophie an Begriffen wie Natur, Recht und Staat, um die Möglichkeit von Gesellschaft wo nicht zwingend, so doch wahrscheinlich zu machen. Dabei geraten kulturelle Praktiken, die Sozialität je von neuem hervorbringen und unterhalten, aus dem Blick. Eine politische Bedeutung erhalten solche kulturellen Praktiken – wie Gabe, Gastfreundschaft und Tischgemeinschaft, wie Feste, Spektakel und Künste – nicht zuletzt dadurch, daß sie Formen des getrennten Zusammenlebens gestalten und den Ort der Teilung angeben, an dem die Frage der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft selbst strittig werden kann. Solche Figuren des Politischen widerstehen einer Politik der Vereinigung von Individuen in einem einzigen Gesellschaftskörper ebenso wie ihrer interessengeleiteten Zusammenfügung durch Gewalt und Vertrag.

Inhaltsverzeichnis

  • [Cover]
  • [Informationen zum Buch und Autor]
  • [Titel]
  • [Impressum]
  • Inhalt
  • Vorbemerkung
  • Figuren des Politischen. Zum Auftakt
  • 1. Vergessene kulturelle Praktiken
  • 2. Politik gegen die Verwandtschaft
  • 3. Wie getrennt zusammenleben?
  • 4. Politik der Teilung. Apologie der Sklaverei
  • 5. Ästhetische Regime
  • I. Von Köchen und Syssitien. Platons Politik der Mahlzeit
  • 1. Die funktionale Zerlegung und Zusammensetzung des Gesellschaftskörpers
  • 2. Fleischesseropfer
  • 3. Polisgenese
  • 4. Lotophagie und Demokratie
  • II. Preis oder Würde. Zum Problem der Sklaverei und des Gesindes in der politischen Philosophie am Beispiel von Aristoteles, Locke und Kant
  • 1. Die Politik des "beseelten Werkzeugs"
  • 2. Die Politik des "wilden, reißenden Tieres"
  • 3. Gerechte Kriege und die Kultivierung des waste land
  • 4. Perückenmacher und Friseur: Aktive oder passive Staatsbürgerschaft
  • 5. Wer zählt (als Würdenträger)?
  • III. Die Maske des Staates. Zum Begriff der Person und zur Theorie des Bildes in Thomas Hobbes’ Leviathan
  • 1. Dramatis persona: Der Souverän ist ein Schauspieler
  • 2. Personenkult und das Recht auf Verkörperung
  • 3. Die Idolatrie des Leviathan: Zur Ikonologie und Ikonographie absoluter Souveränität
  • IV. Kants Kritik der Tischgesellschaft und sein Konzept der Hospitalität
  • 1. "Das gute Mahl in guter Gesellschaft"
  • 2. Das Gute der Tischgesellschaft: oder die spielerische Zurückhaltung des Krieges im Streit
  • V. Das Kunstwerk der Geselligkeit. Friedrich Schleiermachers Theorie des geselligen Betragens
  • 1. Über die Mitteilungsfähigkeit des Nichtmitteilbaren
  • 2. Sprich mit mir!
  • VI. Die politische Vernunft der Mahlzeit. Nietzsches alimentäre Philosophie
  • 1. Nietzsches eigene Küche
  • 2. Ethik der diätetischen Existenz
  • 3. Alimentäre Experimente
  • 4. Hunger und Einverleibung – Wider die Selbsterhaltung
  • 5. Willen-zur-Macht-Organisation
  • 6. Sozialität desHungers oder: wie die Gesellschaft im Individuum überlebt
  • 7. Cultur der Ausnahme – Pathos der Distanz
  • 8. Nietzsches Eßgemeinschaft
  • VII. Die Geburt der Gesellschaft aus dem Taumel der Ekstase. Das rituelle Opfer in Durkheims Religionssoziologie
  • 1. Durkheims religionswissenschaftliche Wende
  • 2. Die Gesellschaft ist das Totem
  • VIII. Heideggers unaufgeführte Tragödie
  • 1. Der "festefeiernde Grieche"
  • 2. Mimetische Rivalität
  • 3. "Romanisierung des Griechentums"
  • 4. Darstellungslosigkeit
  • 5. Das Denken der Dichtung als eigentliche Politik
  • Literatur
  • Textnachweise
  • Anmerkungen

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