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Von der Biopolitik zur Psychomacht

Logik der Sorge I.2

Bernard Stiegler

Diese Publikation zitieren

Bernard Stiegler, Von der Biopolitik zur Psychomacht (2016), Suhrkamp Verlag, Berlin, ISBN: 9783518747223

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

In »Die Logik der Sorge« beschrieb Bernard Stiegler den epochalen Wandel des Erziehungssystems: Werte und Wissen werden nicht länger von einer Generation zur nächsten, sondern von den Medien vermittelt. Diese bringen jedoch keine mündigen Bürger hervor, sondern Konsumenten, die die Fähigkeit verlieren, Verantwortung zu übernehmen. Der Diagnose folgt nun die Auseinandersetzung mit Foucaults Konzept der Biopolitik. Nur wenn es uns gelingt, so folgert Stiegler, Bildung neu zu denken, wahren wir die Chance, daß die »Programmindustrien« wegen ihrer verheerenden psychischen Folgen eines Tages genauso geächtet werden wie heute z. B. die Tabakkonzerne.

Beschreibung

Bernard Stiegler, geboren 1952, Leiter der Abteilung »Kulturelle Entwicklung« im Centre Georges Pompidou. Zuvor wissenschaftlicher Leiter am Collège international de philosophie, Professor an der Technischen Universität von Compiègne (UTC) in Paris und am Nationalen Institut für Audiovisuelles INA, Direktor des IRCAM (Institut für Akustik- und Musikforschung). Begründer der Ars-Industrialis-Konferenzen, die sich mit dem Einfluß neuer Technologien auf die Gesellschaft beschäftigen. Stiegler hat öffentlich bekanntgegeben, daß er von 1978 bis 1983 wegen bewaffneten Raubüberfalls im Gefängnis saß.

Inhaltsverzeichnis

  • [Cover]
  • [Informationen zum Buch und Autor]
  • [Titel]
  • [Impressum]
  • Inhalt
  • Widmung
  • 1. Was ist Philosophie?
  • 1. Philosophie als Unterricht
  • 2. Die Sorge erkennen und tragen
  • 3. Episteme und Disziplin
  • 4. Die Heuristik des Entlarvens, die "Rhetorik des Nur" und die pharmakologische Herausforderung
  • 2. Biomacht, Psychomacht und Grammatisierung
  • 5. Von der Produktion zum Konsumtion
  • 6. Die andere Disziplin – Die Macht der Schrift und die Schrift des Wissens
  • 7. Vom Staat zum Markt
  • 8. Epimeleia und pharmakon
  • 9. Psychomacht, Grammatisierung und Christentum
  • 3. Disziplinen und Pharmakologien des Wissens
  • 10. Disziplinen und Wissensgebiete
  • 11. Die Pharmakologie des Archivs
  • 12. Die Archäologie der Konflikte
  • 13. Individuation durch den Brief
  • 4. Die oikonomia der Objekte
  • 14. Das aufmerksame Leben sorgender Wesen
  • 15. Die oikonomia der Dispositive
  • 16. Wie der Kapitalismus die Dispositive vergiftet
  • 17. Intervenieren und profanieren: Die Sorgsamen und jene, die sich angesichts des "Unregierbaren" um nichts scheren
  • 18. Die Idealisierung des Souveräns
  • 5. Vom 20. Jahrhundert in die Gegenwart – Wenn uns die Zeit bleibt
  • 19. Die Bevölkerung als noetisches Potential
  • 20. Noopolitik, Kulturindustrien und die "junge Generation"
  • 21. Die Sorge und die Scham, ein Mensch zu sein
  • 22. Nicht-inhumane Gesellschaften, die Haltung des "Was kümmert es mich?" und das inhumane Wesen (l’êtreinhumain)
  • 23. Die Zeit der Verantwortung und die Unendlichkeit der Generationenfolge
  • 24. Die Pharmakologie der Entwicklung als Grundlage der Industriepolitik
  • Anmerkungen
  • Detailliertes Inhaltsverzeichnis

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