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Grauzonen staatlicher Gewalt

Staatlich produzierte Unsicherheit in Kolumbien und Mexiko

Alke Jenss
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Alke Jenss, Grauzonen staatlicher Gewalt (2016), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839432518

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Beschreibung / Abstract

Paramilitärs, Kriminalität, Verschwundene - der »Krieg gegen die Drogen« hat in wirtschaftlichen Boomzonen Kolumbiens und Mexikos Gewaltverhältnisse auf Dauer gestellt: Illegale und legale Ökonomie sind kaum mehr zu trennen. Alke Jenss bietet einen differenzierten Blick auf die Rolle des Staates: Bekämpft er die, die er zu bekämpfen vorgibt? Stellt der Staat tatsächlich Ordnung her oder produziert er vielmehr selbst Unsicherheit für Teile der Gesellschaft?
Die Studie analysiert erstmals staatstheoretisch und vergleichend Gewaltdynamiken in beiden Ländern. Sie hinterfragt kritisch, welche gesellschaftlichen Kräfte die Stärkung des Militärs in ihrem eigenen Sinne vorantreiben und wer von Gewaltpraktiken betroffen ist.

Beschreibung

Alke Jenss (Dr. phil.), geb. 1981, ist Senior Researcher am Arnold-Bergstraesser-Institut und forscht zu Staat, Gewalt und Politischer Ökonomie.

Kritik

»Empfiehlt sich für jedes Regal
einer politikwissenschaftlichen bzw. lateinamerikanistischen Bibliothek.«
Peripherie, 148/37 (2017)

»Die Studie [ist] ein Beispiel dafür, wie eine komplexe Analyse von Staatlichkeit funktionieren kann.«
Sven-Jacob Sieg, Portal für Politikwissenschaft, 16.06.2016

Besprochen in:
Wissenschaft & Frieden, 2 (2016)
SuchtMagazin, 4 (2016)

Lizenz

http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/

Open Access Angabe

This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License (CC BY-NC-ND 3.0)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • VORWORT
  • DANKSAGUNG
  • EINLEITUNG
  • Ausgangspunkte: Enthegte Gewalt, Kontrollverlust, Kriminalität
  • Staat und Unsicherheit in Mexiko und Kolumbien: Stand der Forschung
  • Dimensionen der Analyse, Vergleich, Aufbau
  • Forschungspraxis: Zugang zum Gegenstand im Kontext von Kolonialität
  • I. HERAUSFORDERUNG DER ANALYSE: STAAT UNTER „PERIPHEREN“ BEDINGUNGEN?
  • I.1 Abseits der Ideale: Vom „Staatsversagen“ zu differenzierten Perspektiven auf Staatlichkeit
  • I.2 Wie anders? Materialistische Zugänge, Historizität, Staatskritik
  • I.3 Regionaler Kontext: Staatlichkeit in Lateinamerika
  • I.4 Historischer Kontext: Transformation von Staatlichkeit
  • I.5 Thematischer Kontext: Staat und Gewalt
  • II. INTERPRETATIONEN UND SCHLÜSSE FÜR DIE ANALYSE DES LATEINAMERIKANISCHEN STAATES
  • II.1 Analysekriterien
  • II.2 Projekt und Politikfeld in vier Analyseschritten: Kontextanalyse, Kräftekonstellationen, Prozessanalyse, Verdichtung
  • II.3 Instrumente: Datenmaterial, Erhebung, Auswertung
  • III. KONTEXT: DIE HISTORISCHE PERSPEKTIVE
  • III.1 Kleine sozio-politische Geschichte Kolumbiens: Konstitutionsbedingungen für Staatlichkeit und politische Kontinuitäten
  • III.2 Kleine sozio-politische Geschichte Mexikos: Konstitutionsbedingungen und politische Kontinuitäten
  • IV. TRANSFORMATIONEN: STAATLICHKEIT UND GESELLSCHAFTLICHE KRÄFTE
  • IV.1 Exkurs: „Organisierte Kriminalität“ und der Staat
  • IV.2 Sozialstrukturveränderungen
  • V. UN-/SICHERHEIT
  • V.1 Neue Gewaltformen, neue Formen staatlicher Gewalt
  • V.2 Un-/Sicherheit und Il-/Legalität. Dynamik der Kräftekonstellationen in der kolumbianischen Staatlichkeit ab 2002
  • V.3 Un-/Sicherheitspolitik im Kontext expandierender Grauzonen mexikanischer Staatlichkeit
  • VI. AUTORITÄRE ELEMENTE VON STAATLICHKEIT UND FUNKTIONALE GEWALTSZENARIEN
  • VI.1 Vergleichsmomente, Unterschiede, Parallelen
  • VI.2 Modifizierte Selektivitäten und staatliche Transformationsprozesse im Kontext von Un-/Sicherheit
  • VII. ANHANG
  • Literaturverzeichnis
  • Strukturiertes Quellenverzeichnis

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