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Frankophone digitale Literatur

Geschichte, Strukturen und Ästhetik einer neuen Mediengattung

Elisabeth Carolin Bauer

Beschreibung

Hyperfiction, digitale Poesie & Co. - seit Beginn der digitalen Revolution haben frankophone Autor_innen mit dem literarischen Potential der digitalen Medien experimentiert. Insbesondere im eigenen Land blieben den Werken aber bislang Publikumserfolg und literaturwissenschaftliche Anerkennung verwehrt.
Elisabeth Carolin Bauer setzt eine Auswahl der Werke in einen historischen Kontext und wirft einen literaturwissenschaftlich-analytischen Blick unter die postmodern leichte Oberfläche. Sie zeigt: Die klassischen narrativen Verfahren sind im neuen Medium weiter gültig, doch ihre Ausformulierung in eigenen genuinen Techniken ist stets überraschend und virtuos. »Digitale Literatur« hat den Rang einer eigenen Mediengattung neben z.B. »Hörspiel« und »Film« durchaus verdient.

Beschreibung

Elisabeth Carolin Bauer (Dr. phil.), geb. 1972, hat in Regensburg Romanistik mit Schwerpunkt Französische Literaturwissenschaft sowie Linguistische Informationswissenschaft mit besonderem Schwerpunkt auf Softwareergonomie und Information Retrieval studiert. Sie ist als Pressesprecherin in einem international operierenden Hightech-Unternehmen tätig.

Kritik

»Dank Bauers Untersuchungen erhält auch der nicht informationswissenschaftlich vorgebildete Leser einen Einblick in die gattungsspezifische Verwendung der Ausdrucksmöglichkeiten, die das World Wide Web der digitalen Literatur bietet, und kann die Auswirkungen des Mediums auf Narration, Ästhetik und das Verhältnis Autor-Erzähler-Leser nachvollziehen.«
Jahrbuch des Frankreichzentrums, 15 (2015)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover. Frankophone digitale Literatur
  • Inhalt
  • Vorwort: Frankophone digitale Literatur
  • 1. Was ist „Digitale Literatur“?
  • 1.1 Eine neue Literaturgattung
  • 1.2 Kriterien einer genuin digitalen Literatur
  • 1.3 Die Untergattungen der digitalen Literatur
  • 1.4 Eine französische Hyperfictionbibliografie
  • 1.5 Internationale Bestandsaufnahme
  • 2. Situierung der digitalen Literatur
  • 2.1 Der Kontext der Postmoderne
  • 2.2 Der technologische Rahmen
  • 2.3 Interdisziplinäre Beiträge
  • 2.4 Strukturalismus und Poststrukturalismus
  • 2.5 (Post-) moderne Kultur und Literatur
  • 3. Veränderungen der Literatur im digitalen Medium
  • 3.1 Neue Ausdrucksmittel
  • 3.2 Die Kommunikationssituation: Autor, Leser, Werk
  • 3.3 Das digital erweiterte Kommunikationsmodell
  • 4. Beispielanalysen französischer Hyperfictions
  • 4.1 Hypertext-Inkunablen
  • 4.2 François Coulon & die „fictions interactives“
  • 4.3 Die „hyperfiction“ Le Noeud
  • 4.4 Der „hyperoman“ Edward_Amiga
  • 4.5 Apparitions inquiétantes
  • 4.6 Der Feuilleton Hypermedia Les Cotres furtifs
  • 4.7 Der „roman multimédia“ NON-roman
  • 5. Digitale Narrativik
  • 5.1 Die mediale Form: Hypertext
  • 5.2 Makrostruktur
  • 5.3 Mikrostruktur und literarische Effekte
  • 5.4 Diskursstruktur
  • 6. Ästhetik der Hyperfiction
  • 6.1 Disruption
  • 6.2 Aleatorik, Interaktion & Metafiktionalität
  • 6.3 Intertextualität, Intermedialität, Synästhesie
  • 6.4 Deautomatisierung der Mensch-Maschine-Kommunikation
  • 7. Eine andere Welt: Die digitale Poesie
  • 7.1 Hyperfiction und digitale Poesie im Kontrast
  • 7.2 Oulipo und seine historische Filiation
  • 7.3 Die neuen revues littéraires
  • 7.4 Interaktive Hypertext-Lyrik
  • 7.5 Konkrete/Visuelle digitale Poesie
  • 7.6 Eine postmoderne Neuauflage der Lyrik?
  • 8. Literatur als algorithmischer Prozess
  • 8.1 Die algorithmische Poesie des Philippe Bootz
  • 8.2 Jean-Pierre Balpe und die computergenerierte Literatur
  • 9. Zusammenfassung und Ausblick
  • Literatur

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