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Doing Democracy in indigenen Gemeinschaften

Politischer Wandel in Zentralmexiko zwischen Transnationalität und Lokalität

Gilberto Rescher

Diese Publikation zitieren

Gilberto Rescher, Doing Democracy in indigenen Gemeinschaften (2018), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839430705

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Das Valle del Mezquital in Zentralmexiko wird häufig als unterentwickelt und alten politischen Strukturen verhaftet angesehen. Auf Grundlage intensiver ethnographischer Feldforschung zeigt Gilberto Rescher jedoch, wie hier auf subtile Weise ein politischer Wandel ausgehandelt wird, der Perspektiven für Demokratisierung im Sinne wachsender Möglichkeiten zur Teilhabe eröffnet. Seine Studie geht dem Zusammenspiel der indigenen Akteure mit einer spezifischen Form der Organisation in Dorfgemeinschaften, der starken Präsenz transnationaler Migrationsprozesse und der sich verändernden gesellschaftlichen Positionierung bestimmter sozialer Gruppen - etwa von Frauen oder Jugendlichen - nach.

Beschreibung

Gilberto Rescher (Dr. phil.) ist Soziologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lateinamerika Zentrum der Universität Hamburg sowie Koordinator der Hamburger Lateinamerika-Studien. Zuvor hat er an der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Bielefeld gelehrt. Längere empirische Forschungsaufenthalte absolvierte er bisher in Mexiko, Nicaragua, den USA und auf den Philippinen. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen (Lokal-)Politik, Entwicklung, Migration, Transnationalität/Translokalität, indigene/ethnische Gruppen, Gender und qualitative Methodologie.

Kritik

»Ausführliche Zitate aus den Forschungsnotizen machen die Analysen auch für LeserInnen, die nicht vom Fach sind, anschaulich und geben Einblick in die ethnologische Arbeitsweise.«
Eva Kalny, lateinamerika anders, 1 (2019)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • 1. Mexiko – Land politischer Transformation, sozialen Wandels und transnationaler Verflechtung
  • 1.1 EIN ENDLICH DEMOKRATISCHES LAND?
  • 1.2 ZENTRALE THEMENKOMPLEXE
  • 1.3 DAS VALLE DEL MEZQUITAL: EIN FRÜHES FELD DERFORSCHUNG UND ENTWICKLUNGSPOLITIK
  • 2. Die Untersuchung eines sensiblen Themas in einem komplexen sozialen Feld
  • 2.1 METHODOLOGISCHE VORGEHENSWEISE
  • 2.2 VORGEHEN UND POSITION IM FELD
  • 2.3 ANALYSE ALS ZIRKULÄRER PROZESS
  • 3. Die Comunidad – Ort des Wandels und sozialer Fixpunkt
  • 3.1 SOZIALE UND KULTURELLE LOGIKEN DER GEMEINSCHAFT – INDIGENE DORFGEMEINSCHAFT ALS MEHRDIMENSIONALES GESELLSCHAFTLICHES KONSTRUKT
  • 3.2 MIGRATION UND TRANSNATIONALISIERUNG DER DORFGEMEINSCHAFT
  • 3.3 TRANSNATIONALISIERTE DORFGEMEINSCHAFTEN
  • 4. Der Alltag der dörflichen Organisation
  • 4.1 HETEROGENITÄT UND DISKONTINUITÄT DER GEMEINSCHAFTSLOGIK
  • 4.2 INSZENIERUNG UND PERFEKTIONSANSPRÜCHE DER DORFGEMEINSCHAFT
  • 4.3 KONFLIKTE
  • 4.4 POSITIONIERUNG „NEUER“ GRUPPEN – HIERARCHIEN UND MACHT INNERHALB DER DÖRFER
  • 4.5 LÍDERES AN DEN INTERFACES VON DORFGEMEINSCHAFT UND „AUSSENWELT“
  • 5. Lokalpolitik: Die Dorfgemeinschaft als politische Arena
  • 5.1 EINE WAHLKAMPFVERANSTALTUNG IN EL THONXI
  • 5.2 POLITIK IM VALLE DEL MEZQUITAL
  • 5.3 WIDERSTREITENDE POLITIKLOGIKEN UND -MODI
  • 5.4 DORFGEMEINSCHAFT ALS BASIS DES POLITISCHEN SYSTEMS
  • 6. Politische Interaktion an Interfaces zu höheren Ebenen
  • 6.1 AUTONOMIE – EIN GRUNDLEGENDES ELEMENT AM INTERFACE VON DORFGEMEINSCHAFT UND STAAT
  • 6.2 LOKALE KONZEPTE VON POLITIK
  • 6.3 ENTWICKLUNG ALS BEDEUTENDE ARENA POLITISCHER INTERAKTIONEN
  • 6.4 NUEVA ALIANZA – NEUAUSRICHTUNG DER LOKALEN LÍDERES
  • 7. Jenseits von Dorfgemeinschaft und politischer Gemeinde
  • 7.1 WIDERSPRÜCHLICHE HANDLUNGSLOGIKEN
  • 7.2 DIE BEDEUTUNG NEUER (PARTEI-)POLITISCHER AKTEURE
  • 7.3 „POLITISCHE“ GESCHLECHTERVERHÄLTNISSE AUF VERSCHIEDENEN EBENEN – FRAUEN ALS AGENTINNEN DES WANDELS
  • 7.4 DIE UNMITTELBARE ANSPRACHE BUNDESSTAATLICHER INSTANZEN
  • 7.5 DIE (NICHT-)ORGANISATION DER MIGRANTINNEN IN HIDALGO
  • 8. Doing Democracy im Valle del Mezquital: Die Herstellung demokratischer Handlungsmodi in zwei transnationalisierten indigenen Dorfgemeinschaften
  • 8.1 DEMOKRATISIERUNGSPROZESSE IN TRANSNATIONAL VERNETZTEN INDIGENEN DORFGEMEINSCHAFTEN
  • 8.2 INDIGENITÄT ALS HINTERGRUND POLITISCHEN WANDELS: GEMEINSCHAFT, BÜRGERSCHAFT, AUTONOMIE UND DIE ABWESENHEIT VON MIGRANTINNENORGANISATIONEN
  • 8.3 DEMOKRATISIERUNG ODER „MODERNISIERTER TRANSNATIONALER KLIENTELISMUS“?
  • Literaturverzeichnis
  • Glossar fremdsprachlicher Begriffeund Abkürzungen

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