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Das Ehrenamt nutzen

Zur Entstehung einer staatlichen Engagementpolitik in Deutschland

Daniela Neumann
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Daniela Neumann, Das Ehrenamt nutzen (2016), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839432785

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Beschreibung / Abstract

Seit der Jahrtausendwende gibt es auf der bundespolitischen Ebene in Deutschland ein eigens auf die Engagementförderung fokussiertes Politikfeld. Wie kam es dazu? Wer hat diesen Prozess forciert?
Diesen Fragen geht Daniela Neumann durch eine Verknüpfung von Diskurs-, Hegemonie- und Gouvernementalitätstheorie auf den Grund. Anhand der Analyse politisch-medialer Diskurse legt sie den gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit Freiwilligenarbeit seit den 1980er Jahren offen und beleuchtet die Deutungs- und Institutionalisierungskämpfe zwischen verschiedenen Interessengruppen. Es zeigt sich: Die Herausbildung einer staatlichen Engagementpolitik war keinesfalls zwangsläufig.

Beschreibung

Daniela Neumann (Dr. rer. pol.) promovierte im Fach Soziologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Nach mehrjähriger Tätigkeit im Stiftungswesen ist sie seit 2017 Referentin im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Kritik

»Ein ausführlich recherchiertes Buch, das unter Nutzung einer großen Anzahl von Quellen den Wandel des bundespolitischen Diskurses über das Ehrenamt nachzeichnet und die daraus folgende Institutionalisierung einer Ehrenamtspolitik auf Bundesebene.«
Bettina Holstein, www.socialnet.de, 24.02.2017

»Eine kluge Analyse eines oft blind begrüßten staatlichen Interesses.«
Ulrich Brömmling, StiftungsManager, 47 (2016)
»Eine Perspektive auf die Entstehung staatlicher Engagementpolitik, die [...] spannende Denkanstöße bietet.«
Paul Stadelhofer, fundraiser-magazin, 4 (2016)

Besprochen in:
Bibliothek für Entwicklungspolitik, www.centrum3.at, 3 (2016)
Zivilgesellschaft Info, 1 (2016)
DEMO, 5-6 (2016)

Lizenz

http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/

Open Access Angabe

This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License (CC BY-NC-ND 3.0)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Vorwort
  • 1. Die gesellschaftliche (Neu-)Entdeckung des freiwilligen Engagements in Deutschland
  • 2. Die Regierung der Freiwilligkeit
  • 2.1 Theoretisch-methodologische Vorüberlegungen
  • 2.2 Diskurs und Dispositiv als analytische Rahmenkonzepte
  • 2.3 Die Regierung der Freiwilligkeit aus Sicht der Gouvernementalitätstheorie
  • 2.4 Zum Verhältnis von Subjekt und Diskurs
  • 2.5 Die institutionelle Dimension der Engagementförderung im Fokus hegemonialer Kämpfe
  • 2.6 Von der Diskursbeschreibung zur Diskurserklärung
  • 3. Methodisches Vorgehen
  • 3.1 Diskursanalyse als Untersuchungsprogramm
  • 3.2 Spezifizierung des Erkenntnisinteresses
  • 3.3 Datenerhebung: Textkorpus und Theoretical Sampling
  • 3.4 Datenauswertung
  • 3.5 Ergebnisdarstellung
  • 4. Die Dispositive der Freiwilligkeit
  • 4.1 Storyline »traditionelles Ehrenamt«
  • 4.2 Storyline »Selbstverwirklichung statt Amt und Ehre«
  • 4.3 Storyline »Freiwilligkeit als gesellschaftliche Produktivitätsressource« (1994 bis 1998)
  • 4.4 Storyline »Freiwilligkeit als gesellschaftliche Produktivitätsressource« (1998 bis 2002)
  • 4.5 Storyline »Freiwilligkeit als gesellschaftliche Produktivitätsressource« (2003 bis 2009)
  • 4.6 Die Dispositive der Freiwilligkeit im Überblick
  • 4.7 Der (Be-)Deutungswandel des freiwilligen Engagements in Deutschland zwischen 1985 und 2009
  • 5. Methodisches Vorgehen II
  • 5.1 Die diskursiven Kontroversen über die institutionalisierte Gestalt einer staatlichen Engagementpolitik
  • 5.2 Politische Diskursanalyse als Hegemonieanalyse
  • 5.3 Von der Aufdeckung zur Erklärung diskursiven und politischen Wandels
  • 5.4 Ergebnisdarstellung
  • 6. Die Genese einer staatlichen Engagementpolitik in Deutschland
  • 6.1 Diskursstrukturierung: Die deutsche Kontroverse über die institutionelle Dimension der Engagementförderung (1985 bis 1998)
  • 6.2 Zur Intensivierung der diskursiven Dynamik engagementspezifischer Debatten: Ein Erklärungsansatz
  • 6.3 Die Erklärungskraft hegemonialer Konflikte für den Wandel der Dispositive der Freiwilligkeit (1985 bis 1998)
  • 6.4 Diskursinstitutionalisierung: Die Etablierung der Engagementpolitik als eigenständiges Politikfeld des Bundes (1998 bis 2009)
  • 6.5 Hochkonjunktur und Normalisierung der engagementspezifischen Debatten auf der bundespolitischen Ebene: Ein Erklärungsansatz
  • 6.6 Die Erklärungskraft hegemonialer Konflikte für den Wandel der Dispositive der Freiwilligkeit (1998 bis 2009)
  • 7. Fazit: Die Potenziale des Ehrenamtes als Ressource der Selbst- und Nächstenhilfe nutzen
  • 8. Literatur
  • 9. Anhang: Korpus der Dispositiv- und Hegemonieanalyse
  • 9.1 Textkorpus I (1983 bis 2009)
  • 9.2 Textkorpus II (2010 bis 2012)

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