Keine Zugriffsrechte. Einloggen

Das Sozialpolitische Prinzip

Die eigene Kraft des Sozialen an den Grenzen des Wohlfahrtsstaats

Wolfgang Schröer und Lothar Böhnisch

Beschreibung

Der deutsche Sozialstaat ist in den letzten Jahren in Kritik geraten - und sieht sich trotz seiner Bewährung in den jüngsten Finanzkrisen zum verlängerten Arm des neoliberalen Kapitalismus herabgestuft. Lothar Böhnisch und Wolfgang Schröer zeigen: Wenn es um die Diskussion der Zukunft des Sozialen geht, führt eine nur auf den Sozialstaat fixierte Kritik der Sozialpolitik in die Sackgasse. Vielmehr ist es das Sozialpolitische Prinzip, von dem die eigentliche Wirkung und Kraft des Sozialen auch in der Gesellschaft der Zweiten Moderne ausgeht. Dieses Prinzip freizulegen, angesichts der gegenwärtigen Entwicklung zu erweitern und damit den einseitigen Sozialstaatsdiskurs wieder in ein dialektisches Fahrwasser zu bringen, ist das Anliegen dieses Buches.

Beschreibung

Lothar Böhnisch (Prof. Dr. rer. soc. habil.), geb. 1944, war bis 2009 Professor für Sozialisation der Lebensalter an der TU Dresden. Er ist Kontraktprofessor für Soziologie an der Universität Bozen/Bolzano. Zu seinen Schwerpunkten gehören Sozialisationsforschung, Sozialpolitik und Männerforschung. Seine bekannteste Publikation in der Männerforschung ist »Männliche Sozialisation« (5. Auflage).
Wolfgang Schröer, geb. 1967, ist Professor für Sozialpädagogik und Sozialpolitik an der Universität Hildesheim.

Kritik

Besprochen in:
Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit, Rundbrief, 1 (2017)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Teil I: Das Sozialpolitische Prinzip
  • Eduard Heimann – Die Verwirklichung der sozialen Idee im und gegen den Kapitalismus
  • Vom Arbeiter zum Konsumenten
  • Integrationsbalance und Legitimationskrise – Der Sozialstaat
  • Globalisierung und Entbettung – Die Entgrenzung der Sozialpolitik
  • Der epochale Charakter des sozialen Konflikts
  • Teil II: Die Erweiterung des Sozialpolitischen Prinzips: Die Reproduktionsperspektive
  • Zur feministischen Kritik der »männlichen Sozialpolitik«
  • Die reproduktionsorientierte Erweiterung des Sozialpolitischen Prinzips
  • Externalisierung: Kapitalismus und Männlichkeit
  • Zwischenbilanz: Die Dialektik der Angewiesenheit im gesellschaftlichen Wandel
  • Teil III: Das neue sozialpolitische Magnetfeld: Sozialstaat, Bürgergesellschaft und Neue Soziale Bewegungen
  • Bürgergesellschaft jenseits des Sozialstaats?
  • Die bürgergesellschaftliche Mitte
  • Bürgergesellschaftliches Engagement
  • Die Mittelschicht und die neue Kultur der Kontrolle
  • Die Wiederbeschwörung der Familie
  • Der bürgerschaftliche Diskurs als Geschlechterdiskurs
  • Die Neuen Sozialen Bewegungen als Erweiterung des Sozialpolitischen Prinzips
  • Zwischenbilanz: Zivilgesellschaft, Sozialpolitik und gesellschaftlicher Raum
  • Teil IV: Der Mensch im sozialpolitischen Magnetfeld
  • Gesellschaftliche Entwicklung und menschliche Entfaltung – Das Konzept »Lebenslage«
  • Die Dialektik der Erweiterung
  • Sozialstaat und Menschenbild
  • Der Sozialbürger
  • Das Menschenbild zwischen. Ökonomisierung und Humanisierung
  • Sozialisationslogik und Produktionslogik
  • Die Subjektivierung der Arbeit
  • Der Mensch als Träger von Humankapital
  • Der Mensch in der konfliktlosen Welt der Bilder
  • Jugend – Politische Generation und soziale Idee
  • Die Biografisierung des Fortschritts
  • Teil V: Transnationale Sozialdiskurse ohne sozialpolitischen Bezug?
  • Der Migrationsdiskurs
  • Der Armutsdiskurs
  • Der Interventionsdiskurs
  • Teil VI: Die Erweiterung der sozialpolitischen Hypothese und die neue Rahmungen der Angewiesenheit – Sozialpolitische Möglichkeitsräume
  • Der sozialpolitische Möglichkeitsraum
  • Soziale Nachhaltigkeit als Möglichkeitsraum
  • Das Soziale als eigenwirksame Produktivkraft
  • Der regionale sozialpolitische Raum
  • Das neue Alter in seinen sozialpolitischen Möglichkeiten
  • Commons – Die öko-soziale Seite der sozialen Idee
  • Zur sozialpolitischen Zukunft der Geschlechterfrage
  • Der Eintritt der Klimafrage in den sozialpolitischen Diskurs – Die naturbezogene Erweiterung der Hypothese von der gegenseitigen Angewiesenheit
  • Entfremdung und Gestaltung – Der innere Gehalt der sozialen Idee
  • Angst als Bewegungsmoment der sozialen Idee
  • Der Verlust der Utopie
  • Literatur

Mehr von dieser Serie

    Ähnliche Titel

      Mehr von diesem Autor