Keine Zugriffsrechte. Einloggen

Pluralität als Existenzmuster

Interdisziplinäre Perspektiven auf die deutschsprachige Migrationsliteratur

Beschreibung

Welchen Stellenwert nehmen transnationale Existenzweisen heute in der Literatur ein? Wie manifestiert sich Pluralität in vertexteten Kulturräumen?
Dieser Band unternimmt eine interdisziplinäre Ausleuchtung der deutschsprachigen Migrationsliteratur zwischen Eigenständigkeit und Globalisierung. Theoretische Überlegungen sowie thematisch nahe Lektüren und Fallbeispiele belegen die Anwendbarkeit von Begriffen wie Transkulturalität, Polypolarität sowie Transmigration als Kontinuum. Dabei ergänzen sich literaturwissenschaftliche, soziologische, anthropologische und kulturwissenschaftliche Erkenntnisse.

Beschreibung

Raluca Radulescu (Ao. Prof. Dr.), geb. 1980, forscht und lehrt am Germanistischen Institut der Universität Bukarest und ist an der dortigen Fakultät für Fremdsprachen Vize-Dekanin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Migrationsforschung, rumäniendeutsche Literatur, interkulturelle Literatur, europäische Lyrik der Moderne sowie Literaturtheorie.
Christel Baltes-Löhr (Prof. Dr.) lehrt und forscht seit 2003 an der Universität Luxemburg zu den Schwerpunkten Pluralität, Kontinuum, Geschlecht und Migration, wo sie von 2004-2016 Genderbeauftragte war. Sie leitet dort ebenfalls die interdisziplinäre Gender-Expert-Group, ist seit 2004 in der »EU-Helsinki Group on Gender in Research und Innovation« als Gender-Expertin für Luxemburg und seit 2016 Mitglied im Experts' Forum des European Institute for Gender Equality (EIGE). Von 2008 bis 2015 war sie mit dem Aufbau und der Koordination der luxemburgischen nationalen Kontaktstelle im europäischen Migrationsnetzwerk (EMN NCP LU) befasst. Sie forscht zu Fragen der Trans- und Intergeschlechtlichkeit.

Kritik

»Auch die Wissenschaft [...] lief immer wieder Gefahr, die Schriftsteller auf autobiographische oder soziologische Stereotype zu reduzieren. Die große Stärke des Sammelbandes ist [...], dass die meisten Beiträge [...] sich auf den Kunstcharakter der Literatur konzentrieren.«
Bernadette Mittermeier, Hermannstädter Zeitung, 17.02.2017

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Vorwort der Herausgeberinnen
  • Die Figur des Kontinuums am Beispiel von Geschlecht und Migration. Ein Erklärungsansatz für Pluralitäten als Existenzmuster?
  • ›Praxis der Kulturwissenschaft‹ am Beispiel der Deutschen Abteilung der Universität Athen. Angewandte Beispiele zur Kopplung der kulturwissenschaf tlichen
  • Formen des Ich-Erzählens in der inter-/transkulturellen Literatur
  • Die Lyrik José F. A. Olivers. Versuch einer »modernen« interkulturellen Hermeneutik
  • Polypolare Über-setzungen. Eine historiographische Lokalisierung der Chamisso-Literatur am Beispiel Yoko Tawadas
  • Migrationsroman, der gar keiner sei: Malin Schwerdtfegers Café Saratoga. Überlegungen zu der (so genannten) Migrationsliteratur
  • Sprache, die zum Raum wird. Zur Latenz des Rumänischen in Herta Müllers Herztier
  • Die Heimat der Heimatlosen. Transkulturelle Identitäten in Özdamars Der Hof im Spiegel und Fatih Akins Gegen die Wand
  • Die Rezeption der Werke von Herta Müller in Spanien
  • Deutschsprachige Migrationsliteratur in der Schweiz? Zur Prosa von Cătălin Dorian Florescu
  • »Angekommen wie nicht da.« Heimat und Fremdheit in Melinda Nadj Abonjis Roman Tauben fliegen auf
  • Ruß – von der deutschen Literatur eines Autors mit Migrationshintergrund
  • Autorinnen und Autoren

Mehr von dieser Serie

    Ähnliche Titel