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TTIP

Wie das Handelsabkommen den Welthandel verändert und die Politik entmachtet

Ferdi De Ville und Gabriel Siles-Brügge

Diese Publikation zitieren

Ferdi De Ville, Gabriel Siles-Brügge, TTIP (2016), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839434123

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Wie keine anderen Verhandlungen in der jüngeren Geschichte haben die bilateralen Gespräche zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (kurz TTIP) die öffentliche Meinung gespalten. Dieses Buch analysiert die Argumente von Befürwortern und Gegnern und nimmt jenseits der Schlagzeilen um Chlorhühner, Hormonfleisch und private Schiedsgerichte die grundlegenden politischen Motive und Folgen von TTIP kritisch in den Blick. Sichtbar wird eine neoliberale Agenda, die den längst eingeleiteten Prozess einer »deep liberalization« nicht nur der Handelspolitik radikalisiert und damit einer Depolitisierung und Ökonomisierung klassischer Politikfelder weiter Vorschub leistet. Der große zivilgesellschaftliche Protest gegen TTIP birgt dagegen die Chance, die Handelspolitik aus den Hinterzimmern der Technokraten herauszuholen und zu repolitisieren.

Beschreibung

Ferdi De Ville (PhD) ist Dozent für European Union Studies an der Universität Gent. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Europäischen und Internationalen Politischen Ökonomie. Er publiziert regelmäßig zur EU-Handelspolitik und zu den Ursprüngen und Folgen der Eurokrise in Fachzeitschriften wie »New Political Economy«, »International Studies Quarterly«, »The British Journal of Politics and International Relations« und »Comparative European Politics«.
Gabriel Siles-Brügge (PhD) ist Associate Professor für Politikwissenschaft an der Universität Warwick. Seine Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle von Europäischer und Internationaler Politischer Ökonomie, mit Schwerpunkten in Handels- und Investititionspolitik, der politischen Bedeutung ökonomischer Ideen und Modellierungen und der Rolle von Emotionen.

Kritik

»Das Buch [ist] nicht nur eine genaue Analyse des geplanten Abkommens, sondern auch der Rolle und Funktion des EU-Binnenmarktes und damit eine implizite Kritik an so mancher Abstrusität des TTIP-Widerstandes, die man nur dringend zur Lektüre empfehlen kann.«
Werner Rätz, Bürgerrechtler und Mitgründer von attac, www.werner-raetz.de, 10.08.2016

»Für alle, die sich seit längerem mit den Freihandelsabkommen und der EU-Politik auseinandersetzen, auf jeden Fall eine empfehlenswerte Lektüre, weil die tieferen Hintergründe beleuchtet werden und TTIP in den globalen Interessenkonflikt eingeordnet wird.«
Georg Auernheimer, www.socialnet.de, 08.07.2016

Besprochen in:
Berliner Gazette, 04.07.2016, Tatiana Abarzua
www.netzpolitik.org, 05.07.2016
ekz-bibliotheksservice, 29 (2016), Reinhild Khan
www.werner-raetz.de, 10.08.2016
Widerspruch, 68 (2016), Yvonne Zimmermann
ZögU, 40/2-3 (2017), Rainer Plaßmann
Politikum, 4 (2017)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Abkürzungen
  • Danksagung
  • Einleitung
  • Warum TTIP jetzt?
  • Der Verhandlungsprozess
  • Jenseits der Übertreibung
  • 1. Wachstum und Beschäftigung
  • Ein Ausweg aus der Krise
  • Ökonomische Modellbildung und das »Management fiktionaler Erwartungen«
  • Modelle für TTIP
  • Zweifel an ökonomischer Modellbildung
  • 2. Globale Standards setzen
  • Der Niedergang Amerikas und die Ernüchterung über die Marktmacht Europa
  • Regulierungszusammenarbeit: Der Teufel steckt im Modus
  • TTIP führt wahrscheinlich nicht zu globalen Standards
  • 3. Die Quintessenz: Bürokratieabbau
  • Regulierung im Fadenkreuz des globalen Handelsregimes
  • Die Unternehmensagenda zu TTIP
  • Sorgen über einen »Regulatory Chill« bleiben
  • Bürokratieabbau von beiden Seiten
  • Deregulierung als Verhandlungsdruckmittel
  • Politischen Handlungsspielraum durch Investorenschutz aufgeben
  • Die Politik aus der Regulierung heraushalten?
  • 4. TTIP kritisch hinterfragt
  • Veränderte Muster von Mobilisierung
  • NGOs und die TTIP-Verhandlungen
  • Die Schwierigkeiten beim Verkaufen von Freihandel
  • Eine erfolgreiche Mobilisierung?
  • Schlussbetrachtungen. Die Gunst der Stunde nutzen
  • Die globale Handelspolitik überdenken
  • »Zugunsten der Bürgerinnen und Bürger«
  • Drei Szenarien für TTIP
  • Anmerkungen
  • Literatur
  • Register

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