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Grenzen der Überschreitung

Kontroversen um Transkultur, Transgender und Transspecies

Beschreibung

Transgender, Transkulturalität, Transnationalität - Konzepte des Trans erleben eine politische und wissenschaftliche Konjunktur. In ihnen geht die Forderung nach einer Öffnung von soziokulturellen Identitäten auf. Doch die fluide gewordenen Grenzen von nationalen, sozialen und körperlichen Räumen drohen sich in Traditionen und Neorassismen erneut zu verfestigen: So werden Werte der bürgerlichen Kleinfamilie ebenso wie rechtspopulistische Positionen nicht nur immer wieder thematisiert, sondern in verschiedenen medialen und sozialen Kanälen reproduziert.
Die Beiträge des Bandes fragen daher: Durch welche Prozesse essentialisieren sich Transkonzepte - und an welchen normativen Grenzen zerbrechen sie?

Beschreibung

Stephanie Lavorano (M.A.) promoviert und lehrt an den Universitäten Gießen und Tübingen.
Carolin Mehnert (M.A.) promoviert an der Universität Tübingen. Sie betreut das Forschungsprojekt »Körper im Visier«.
Ariane Rau (M.A.) forscht zu Konzepten der Transkulturalität innerhalb der aktuellen globalen Literaturen in Berlin und Tübingen.

Kritik

»Das Buch ist interessant, weil es ambitioniert und ambivalent ist und daher zum Denken anregt.«
Persson Perry Baumgartinger, stimme, 103 (2017)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Vorwort: Zum Status der Trans_Konzepte
  • I. Poetische Strategien des Trans
  • Transkulturelle Identität oder Mimikry im postkolonialen Roman Der Weltensammler von Ilija Trojanow
  • Übersetzung als Transkonzept? Olga Grjasnowas Der Russe ist einer, der Birken liebt
  • Zum kulturkritischen Potential der ›transkulturellen Literatur‹ Transtextuelles und transmediales Fortschreiben der ›klassischen Moderne‹
  • Transkulturelles Fließen und die Kulturgeschichtsschreibung Nina Burtons Flodernas bok (Buch der Flüsse) im Kontext anderer ›Flussbiographien‹
  • II. Jenseits der Normativität: Trans und Gender
  • Körper, Name, Geschlecht: ›Trans-Investitur‹ in Erich Amborns Und dennoch Ja zum Leben
  • Doppelgänger und Transvestiten. Zu einer Re-Lektüre von Ovids Narcissus et Echo
  • Herkunftsmythen und Erinnerung. Transmemory in Stephan Wackwitz’ Ein unsichtbares Land und W.G. Sebalds Austerlitz
  • III. Kulturelle Verfestigungen: Trans und Race
  • Transkultureller Rassismus. Zum Diversitätsbegriff bei Wolfgang Welsch und Immanuel Kant
  • Rassismus in gegenwärtiger (populär-)wissenschaftlicher Theorie. Samuel Huntingtons rassistischer Kampf der Kulturen
  • »Guilty of Being White«. Die (Un-)Möglichkeit anti-rassistischer ›weißer‹ Subjektpositionen im amerikanischen Hardcore Punk der 1980er Jahre
  • ›Fremde Wurzeln‹. Metaphorische Fixierungen statt trans_kultureller Dynamisierungen
  • IV. Vom Cultural zum Natural Turn?
  • Kulturen des Klimas zwischen Intensitätskontinuum und tipping point
  • Versuch über die Chimäre. Das menschliche Subjekt im Anthropozän als Mischwesen aus kantischer Vernunft und somatischer Determinante – zum Potential metaphorischer Beschreibungsfiguren
  • »Forget transgender, get ready for transpecies«. Transspezieskonzeptionen – eine vergleichende Analyse
  • Nachwort: Was kommt? Was bleibt? Zur Zukunft der Trans_Konzepte
  • Autor_innen

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