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Das Subjekt des Fußballs

Eine Geschichte bewegter Körper im Kaiserreich

Jörn Eiben

Diese Publikation zitieren

Jörn Eiben, Das Subjekt des Fußballs (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839432372

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Fußball ist im Deutschland der Gegenwart ein schwer vermeidbares Thema. Jörn Eiben zeigt, dass dies vor über 100 Jahren noch anders war. Er lotet die Bedingungen aus, unter denen im Deutschen Kaiserreich über den Fußball gesprochen wurde. In diesem Zusammenhang waren sowohl Debatten über sein Für und Wider als auch Beobachtungen konkreter Fußballspiele zentral. In beiden Fällen bildeten die Bereiche Gesundheit, Männlichkeit, Militärtauglichkeit und nationale Gemeinschaft wesentliche Bezugspunkte. Anhand des Fußballs wurden also Themen verhandelt, die im Kaiserreich ohnehin prominent diskutiert wurden. Die Studie richtet ihren Blick somit nicht nur auf den Fußball im Deutschen Kaiserreich, sondern zugleich auf das Kaiserreich selbst.

Beschreibung

Jörn Eiben (Dr. phil.), geb. 1982, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Helmut Schmidt Universität Hamburg. Zuvor lehrte und forschte er an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er war Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung und Kollegiat des DFG-Graduiertenkollegs »Selbst-Bildungen«. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des Körpers, Wissenschaftsgeschichte, Geschlechtertheorien, Diskursanalyse sowie methodische Fragen zum Umgang mit Bildern als historischen Quellen.

Kritik

»Explizit für den Fußball wurden die Zusammenhänge bislang in dieser Tiefenschärfe noch nicht thematisiert und auf der theoretischen Ebene derart differenziert durchdrungen.«
Martin Dröge, Neue Politische Literatur, 63 (2018)

»Die Verknüpfung von Diskursanalyse und Praxeologie erlaubt es [dem Autor], den Fußball in innovativer Weise als diskursiv eingebettete Körpertechnik zu rekonstruieren.«
Frank Becker, Historische Zeitschrift, Band 305, Heft 1 (2017)

O-Ton: »Die Modellierung der Männlichkeit im Fußball« - Jörn Eiben im Interview bei L.I.S.A, dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung am 19.04.2016.
Besprochen in:
H-Soz-u-Kult, 05.07.2016, Nils Havemann
DOSB-Presse, 24 (2016)
Fachbuchjournal, 4 (2016), Dittmar Dahlmann
ballesterer Fußballmagazin Nr. 124 (2017)
Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 3 (2017), Klaus Nathaus

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Das Subjekt des Fußballs
  • Inhalt
  • I. »Etwas ganz alltägliches«: Einleitung
  • II. Der Raum des Sagbaren
  • 1. Drei Problematisierungsachsen
  • 2. Einzel- und Volkskörper als Gegenstand des Sprechens
  • III. Bewegte Körper
  • 3. »Überschreiten des richtigen Maßes«: Überbürdung
  • 4. »Ermüdung ähnlich wie die Muskelarbeit«: Überbürdung und bewegte Körper
  • IV. Das »deutsche Nationalspiel«? Akzeptabilitätsbedingungen und die Konturen des Fußballers
  • 5. Gefahr und Degeneration: Fußball und Gesundheit
  • Kontur 1: Fußballer und ihre (gesunden) Körper
  • 6. Typologien und Modellierung: Fußball und Männlichkeit
  • Kontur 2: Mutige und beherrschte Männer
  • 7. »Ein starkes Band«: Fußball und Militärtauglichkeit
  • Kontur 3: Der Fußballer als Soldat und der Soldat als Fußballer
  • 8. »Pro patria est, dum ludere videmur«: Fußball, Nation und Gegenwart
  • Kontur 4: Das Subjekt der Gegenwart
  • V. »König Fußball« und das Kaiserreich: Schluss
  • Dank
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • Quellen- und Literaturverzeichnis
  • Ungedruckte Quellen
  • Gedruckte Quellen
  • Sekundärliteratur

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