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(Trans-)Formationen jüdischer Lebenswelten nach 1989

Eine Ethnografie in zwei slowakischen Städten

Vanda Vitti

Diese Publikation zitieren

Vanda Vitti, (Trans-)Formationen jüdischer Lebenswelten nach 1989 (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839431047

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Die Traumata des Holocaust prägen jüdische Generationen bis heute. Vanda Vittis historisch grundierte Ethnografie spürt der bewegten Geschichte und Gegenwart der jüdischen Minderheit in der Südslowakei am Beispiel der Städte Kosice und Lucenec nach.
Biografische Interviews mit drei Generationen und stadtgeschichtliche Spurensuchen erhellen, wie sich jüdische Identitäten entwickelt haben - in Auseinandersetzung mit dem materiellen und immateriellen jüdischen Kulturerbe, mit Holocaust und Sozialismus, mit neuem Antisemitismus, alten Ängsten, aber auch mit neuen Fragen und Chancen im Rahmen der postsozialistischen Transformationen.

Beschreibung

Vanda Vitti (Dr. phil.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie der LMU München. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Minderheiten im östlichen Europa, Postsozialismus, Migration, Erinnerungskulturen und kulturelles Erbe.

Kritik

»[Der Band sollte] in keiner volkskundlichen Bibliothek fehlen - als positives Beispiel dafür, was wirklich Europäische Ethnologie bedeutet.«
Tobias Weger, Jahrbuch für deutsche und osteuropäische Volkskunde, 57 (2016)
»Vittis Buch ist ein wichtiger Beitrag über Vergangenheit und Gegenwart von Menschen, die mit ihrer jüdischen Herkunft, Religion, Geschichte und Identität hadern und sich neu zu bestimmen versuchen. Mit ihrer Konzentration auf die Slowakei füllt die Arbeit eine Lücke.«
Frank Henschel, Medaon, 10 (2016)

»Ein gut strukturiertes und facettenreiches Bild jüdischer Lebenswelten und Identitätspolitik in der Gegenwart.«
Silke Meyer, H-Soz-u-Kult, 06.02.2016

Inhaltsverzeichnis

  • Cover (Trans-)Formationen jüdischer Lebenswelten nach 1989
  • Inhalt
  • Danksagung
  • 1 Einleitung, Feldzugang, Vorgehen und Forschungsstand
  • 1.1 »Weißt du, ich sehe das alles nicht so religiös«. Einleitende Gedanken
  • 1.2 »Wenn du in 20 Jahren zum Forschen herkommst, findest du hier niemanden mehr.« Annäherungen an jüdisches Leben in zwei slowakischen Städten – Feldeingrenzung, Vorgehen und Fragestellung
  • 1.3 »Und warum haben Sie gerade dieses Thema gewählt? Sie sind doch keine Jüdin?« – »What am I doing here?«
  • 1.4 Forschungsstand: Jüdische Lebenswelten in zwei slowakischen Städten zwischen Postsozialismus- und Erinnerungskulturforschung
  • 2 Zentrale Begriffe und theoretische Zugänge
  • 2.1 »Erinnerung« in der Theorie
  • 2.2 Identität(en)
  • 3 Methoden, Quellen und Emotionen
  • 3.1 Facetten und Quellen einer multimethodischen Forschung
  • 3.2 Interviews
  • 3.3 Reflexion über Emotionen, Konflikte beim Forschen und Schreiben
  • 4 Geschichte und Gegenwart des jüdischen Lebens in Košice und Lucenec
  • 4.1 Historisches
  • 4.2 Jüdisches Gemeindeleben in Košice ab 1989
  • 5 Zwischen Erinnern und Vergessen: Jüdisches Kulturerbe in Košice und Lucenec
  • 5.1 Städtische Gedächtnislandschaften
  • 5.2 Lucenec: Kulturelles Erbe im Konkurs
  • 5.3 Konfligierende Palimpseste
  • 6 »New Jewish Identities«? Perspektiven auf individuelle Lebens- und Erfahrungswelten
  • 6.1 Die Generation der Ältesten
  • 6.2 Die Nachkriegsgeneration
  • 6.3 Die »Jungen« – an der Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft
  • 6.4 »New Jewish Identities?« – »New Possibilities and Strategies for Jewish Identities!«
  • 7 Schlussgedanken: Jüdische Lebenswelten voller Licht und Schatten
  • 8 Glossar
  • 9 Literatur und Quellen
  • 9.1 Sekundärliteratur
  • 9.2 Primärquellen

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