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Dimensionen des Denkens

Der raumzeitliche Kollaps des Gegenwärtigen. Geistes- und naturwissenschaftliche Entwürfe - verifiziert an Martin Kusejs »Don Giovanni«

Franziska Weber

Cite this publication as

Franziska Weber, Dimensionen des Denkens (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839410103

Beschreibung / Abstract

Trotz der Absage der Postmoderne an eine kontinuierliche Entwicklungsgeschichte bleibt unser Bewusstsein bei der raumzeitlichen Einordnung der Gegenwart noch immer der Vorstellung linearer Prozesse verhaftet. Wohin aber führen die in der geistes- und naturwissenschaftlichen Forschung angestellten Überlegungen zur non-linearen Struktur von Raum und Zeit? Welche Dimensionen eröffnen sich unserem Denken, wenn wir eben diese Ansätze, die nur augenscheinlich nichts mit unserer alltäglichen Erfahrungswelt zu tun haben, tatsächlich ernst nehmen? Und inwiefern werden diese Dimensionen des Realen gerade im Live-Erlebnis der Kunstform Oper für uns unmittelbar erfahrbar?

Beschreibung

Franziska Weber (Dr. phil.), Theaterwissenschaftlerin und Germanistin, arbeitet am »Interdisziplinären Forschungszentrum für Neuestes Musiktheater. Sound and Movement (SaM)« der Theaterwissenschaft München.

Kritik

Besprochen in:

Geographische Zeitschrift, 97/2+3 (2009), Peter Dirksmeier

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Dimensionen des Denkens
  • INHALT
  • DIE FASZINATION DES GEGENWÄRTIGEN BEWUSSTSEINS
  • Das Hier und Jetzt – und die paradoxe Frage, wo wir uns eigentlich befinden
  • Raum und Zeit: Grenzfall und notwendige Grenzüberschreitung der Wissenschaften
  • Die Fiktionalität geisteswissenschaftlicher Forschung
  • Der phänomenale Reiz musiktheatraler Kunstwerke
  • »tempo più non v’è«: »Don Giovanni« und das Ende aller Zeiten
  • KAPITEL I.»VERGANGENHEIT, GEGENWART UND ZUKUNFT SIND NUR ILLUSIONEN, WENN AUCH HARTNÄCKIGE«
  • Das irritierende Phänomen der Lichtgeschwindigkeit
  • Much ado about a detail?
  • Albert Einsteins konsequenter Schluss
  • Die Relevanz des Abseitigen
  • Die Gegenwart als Phänomen einer invarianten Raumzeit
  • Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als bloße Schlagschatten der jeweiligen Bewegung durch den Raum
  • Der zeitlose Augenblick – der ortlose Raum
  • Der alternative Ansatz
  • KAPITEL II. DIE ZEICHENHAFTE MATRIX DER GEGENWÄRTIGEN REALITÄT
  • Die Welt als Zeichenkosmos
  • Ungeahnte Tiefen
  • Der Augenblick der Bezeichnung
  • Die Bedeutung der Differenz
  • Das grenzenlose Universum der Zeichen
  • Die raumzeitliche Struktur des Zeichenkosmos’
  • Das zeitlich geronnene Korrelationsmuster
  • Verschränkung und Differenzierung
  • Derrida und die Subversion des gegenwärtigen Seins
  • Resümee: Raum und Zeit in der Überlagerung von Relativitätstheorie und Zeichentheorie
  • KAPITEL III. »SUM OVER HISTORIES« – DER VERSUCH EINER INTEGRATION
  • Die Wirklichkeit der Wahrscheinlichkeit
  • Eine Idee, die unglaubliche Wellen schlägt
  • Der unweigerliche Kollaps des Systems
  • Das leise aber deutliche Unbehagen
  • Hundertprozentig wahrscheinlich
  • Die Summe aller Geschichten
  • Die Ver-Gegenwärtigung der Superposition
  • Sum over theories: Die komplexe Überlagerung der Gegenwart
  • Die augenblickliche Komplexion
  • Die Auflösung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
  • KAPITEL IV. DIE KOMPLEXION RAUMZEITLICHER MOMENTE IN MARTIN KUŠEJS »DON GIOVANNI«
  • Or’, »ripetiam allegramente l’antichissima canzon«! Ein Versuch, den Horizont des Kunstwerks erheblich zu erweitern
  • »In questa forma dunque mi tradì«: die Subversion augenscheinlich linearer raumzeitlicher Prozesse in Martin Kušejs »Don Giovanni«
  • Die Durchführung – Kein Problem…?
  • Die Exposition des Zwischen-Raums
  • La »rimembranza amara« – Der Versuch, im Rekurs auf einen Fixpunkt in Raum und Zeit an Vergangenes anzuknüpfen
  • »Ah se ritrovo l’empio« – Donna Elviras Versuch, ihre Geschichte fortzusetzen
  • »Là ci darem la mano«: der verführerische Gedanke, ins Zentrum vorzudringen
  • Die Apostrophierung der zentralen Dimension in Don Giovannis erster Arie
  • »Viva la libertà«: die totale Überlagerung
  • Die Verschränkung der unterschiedlichen Handlungsmomente
  • »è l’ultimo momento«? – Die Konfrontation mit dem finalen Augenblick
  • Fazit: der phänomenale Reiz dieser »Don Giovanni«-Inszenierung
  • RESÜMEE
  • ZITIERTE LITERATUR

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