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Poststrukturalistische Soziologien

Urs Stäheli

Beschreibung

Während insbesondere in der anglo-amerikanischen Literaturtheorie poststrukturalistische Theoriefiguren eine zentrale Rolle übernommen haben, zeigt sich die soziologische Theorie erstaunlich resistent ihnen gegenüber. Dies verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass die Soziologie ein Projekt der Moderne ist und auf deren Leitunterscheidungen beruht. Der Band zeigt, dass sich die vielfältigen 'Poststrukturalismen' für eine Dekonstruktion soziologischer Unterscheidungen eignen und so neue theoretische Interventionen ermöglichen: z.B. Diskurs als soziologischer Grundbegriff, die Dezentrierung des Subjekts und die Rolle von Rhetorik für die Konstitution des Sozialen.
Der vorliegende Text ist nicht als Einführung in die unterschiedlichen 'Postrukturalismen' angelegt, sondern konzentriert sich auf die sozialtheoretische Weiterführung poststrukturalistischer Figuren.

Beschreibung

Urs Stäheli (Prof. Dr.) lehrt Soziologie an der Universität Basel. Forschungsschwerpunkte u.a.: Soziologische Theorie, Medien- und Kultursoziologie, Wirtschaftssoziologie.

Kritik

»Stähelis Buch markiert Einsatzlinien und Einfallstore für mögliche Interventionen, nennt AutorInnen zum Weiterlesen und ist bemerkenswert verständlich geschrieben.«
Dirk Auer, Das Argument, 237

»Eine gute und systematische Zusammenfassung komplexer Theorien, die einerseits wohl dazu beitragen wird, den allgemeinen Kenntnisstand über sie deutlich anzuheben. Andererseits hilft sie auch gewisse Rezeptionsbarrieren abzubauen.«
Thorsten Bonacker, Soziologische Revue, 24 (2001)
Besprochen in:

Simmel Studies, (2000), Christian Papilloud

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Poststrukturalistische Soziologien
  • Inhalt
  • Einleitung: Spurensuche
  • Die Einheit der Struktur und ihre Dezentrierung
  • De Saussures zeichentheoretisches Modell
  • Der anthropologische Strukturalismus von Lévi-Strauss: Strukturen und Nullwert
  • Die Dekonstruktion der Struktur
  • Die Soziologie und ihre Gegenstände: »Das Ende des Sozialen« und »Die Unmöglichkeit der Gesellschaft«
  • Das Ende des Sozialen (Baudrillard)
  • Die Unmöglichkeit der Gesellschaft (Laclau / Mouffe)
  • Geschichte und Modernität: Das Ende der Meta-Narrative und Genealogie
  • Inkommensurable Sprachspiele
  • Genealogie der Machtverhältnisse
  • Sozialtheoretische Weiterführungen
  • Die Dekonstruktion des Subjekts
  • Subjektpositionen (Foucault)
  • Das Insistieren des Unbewussten (Žižek)
  • Der Dualismus von Struktur / Handlung nach der Dekonstruktion des Subjekts
  • Poststrukturalistische Analysen von Identitäten
  • Singularitäten und Differenzen
  • Konturen einer ›spektralen Soziologie‹
  • Anmerkungen
  • Literatur

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