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Die Seinsgebundenheit des Denkens

Karl Mannheim und die Grundlegung einer Denksoziologie

Thomas Jung

Diese Publikation zitieren

Thomas Jung, Die Seinsgebundenheit des Denkens (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839406366

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Das Werk des soziologischen Klassikers Karl Mannheim ist bisher primär unter zwei Lesarten rekonstruiert worden: einer ideologischen und einer wissenssoziologischen. Die wissenssoziologische Lesart ist dabei die Interpretationsweise, die noch bis heute die Rezeption dominiert.
Diese Interpretationsstudie praktiziert einen dritten Weg der Werkrekonstruktion. Ausgehend von der Mannheim'schen These der prinzipiellen Seinsgebundenheit des Denkens werden seine Schriften als Grundlegung einer Denksoziologie gelesen, bei der die soziologische Analyse der sozialen Funktionalität von Denk- und Weltanschauungsweisen im Vordergrund steht. Mannheim und sein Werk werden so als ein Dokument eines soziologischen Erkenntnis- und Denkskeptizismus rekonstruiert, dessen basale Argumentationsstruktur beständig zwischen Synthese und Agonalität oszilliert.
Dieses Buch stellt zudem eine systematische Aufarbeitung der inhaltlichen wie methodischen Grundkategorien der Mannheim'schen Soziologie dar, sodass es zugleich als grundlegende Einführung in das Werk Karl Mannheims für Studierende der Sozial- und Kulturwissenschaften genutzt werden kann.

Beschreibung

Thomas Jung (Dr. phil.) lehrt Soziologie an der Universität Oldenburg. Seine Forschungsfelder sind: Soziologie des Intellektuellen, Kultursoziologie und Kultursemiotik.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Die Seinsgebundenheit des Denkens
  • Inhalt
  • 0. Vorwort
  • 1. Einleitung
  • 2. Biografische Orte und intellektuelle Ortlosigkeit
  • 2.1. Biografie erzählen
  • 2.2. Biografische Orte und Kreiserfahrungen
  • 2.3. Intellektuelle Ortlosigkeit und Fremdheitserfahrung
  • 3. Epistemologische Prämissen
  • 3.1. Wahrheitswert
  • 3.2. Relationales Denken
  • 3.3. »Konjunktives Erkennen«
  • 4. Grundkategorien
  • 4.1. Seinsgebundenes Denken
  • 4.2. Weltanschauung
  • 4.3. Ideologie
  • 5. Grundbegriffe und Methode der soziologischen Interpretation
  • 5.1. Grundbegriffe der soziologischen Interpretation
  • 5.2. Sinnentsprechung als methodisches Prinzip
  • 6. Begriff und Funktion des Intellektuellen
  • 6.1. Begriff des Intellektuellen
  • 6.2. Gesellschaftliche und historische Funktion des Intellektuellen
  • 7. Zwischen den Fronten: zweierlei Kritik an K. Mannheim
  • 7.1. Die Kritik von E. R. Curtius
  • 7.2. Die Kritik von M. Horkheimer und T. W. Adorno
  • 8. Schlussbemerkung: Zwischen Agonalität und Synthese?
  • Literaturverzeichnis

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