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Sexualität in den Zeiten funktionaler Differenzierung

Eine systemtheoretische Analyse

Sven Lewandowski

Diese Publikation zitieren

Sven Lewandowski, Sexualität in den Zeiten funktionaler Differenzierung (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839402108

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Die Sexualwissenschaft leidet nicht an einem Mangel an empirischem Material, wohl aber an einer unzureichenden gesellschaftstheoretischen Fundierung. Der neueren soziologischen Systemtheorie mangelt es hingegen nicht an theoretischen Konzepten, wohl aber an Studien zum Thema Sexualität. Mit Hilfe des systemtheoretischen Analyseinstrumentariums und unter Bezugnahme auf den aktuellen sexualwissenschaftlichen Diskurs zeigt Sven Lewandowski, daß sich »Sexualität in den Zeiten funktionaler Differenzierung« als autopoietisch operierendes System ausdifferenziert hat.
Die vorliegende Analyse des modernen Sexualitätssystems macht einerseits systemtheoretisches Denken für die Sexualwissenschaft fruchtbar und erschließt andererseits der Systemtheorie ein neues Themengebiet von großer gesellschaftlicher Bedeutung.

Beschreibung

Sven Lewandowski (Dr. phil.) ist Soziologe und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Zeitschrift für Sexualforschung. Er leitet das DFG-Projekt »Die Praxen der Amateurpornographie«. Seine Forschungsschwerpunkte sind Sexualsoziologie, Soziologische Theorie und Systemtheorie.

Kritik

»Ein interessantes Buch, ein engagiertes Buch, ein anstrengendes Buch. Sven Lewandowski unternimmt den anspruchsvollen Versuch, zwei Wissenschaftsgebiete zu verbinden, die sich theoretisch wie praktisch bislang ignoriert haben, die Systemtheorie und die Sexualwissenschaft.
Gerade weil die Sexualwissenschaft Inspiration von außen vertragen kann, wünsche ich der Weiterentwicklung dieses Ansatzes einen illustrativeren und gegenstandsnäheren Anschluss an die Sexualwissenschaft. Eine Grundlage jedenfalls hat Lewandowski gelegt.«
Ulrich Clement, www.systemmagazin.de, Januar 2006

»Der Gewinn dieser Arbeit besteht meines Erachtens darin, dass die gesellschaftstheoretischen Implikationen ausgesprochen scharf konturiert sind. Folgt man der Argumentation des Autors, dass sich in der modernen Gesellschaft ein selbstbezüglich operierendes Funktionssystem Sexualität herausgebildet hat, dann muss nicht nur von einem Sexualitätssystem ausgegangen, sondern es müssen dann auch seine spezifische binäre Codierung und seine spezifischen sozialen Funktionen plausibilisiert werden.«
Ursula Pasero, Zeitschrift für Sexualforschung, 18 (2005)

Besprochen in:

Sociologia Internationalis, 41 (2003), Theodor W. Beine
www.iasl.uni-muenchen.de, Niels Werber

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Sexualität in den Zeiten funktionaler Differenzierung
  • Inhalt
  • 1 Einleitung
  • 2 Systemtheoretische Perspektiven
  • 2.1 Der systemtheoretische Kommunikationsbegriff und die Genese sozialer Systeme
  • 2.2 Binäre Codierung und Binnendifferenzierung
  • 2.3 Autopoiesis
  • 2.4 Umweltverhältnisse
  • 2.5 Funktionale Differenzierung und Polykontexturalität
  • 2.6 Strukturelle Kopplungen
  • 3 Gesellschaftstheorie und Sexualität – Konkurrierende Ansätze
  • 3.1 Der Wandel der Sexualität – nicht-system-theoretische Ansätze
  • 3.2 Liebe als Passion und Sexualität als Leerstelle? – Systemtheoretische Ansätze
  • 4 Die Körper der Gesellschaft
  • 4.1 Körper als polykontexturale Konstruktionen
  • 4.2 Körperkommunikation
  • 4.3 Das Besondere körperbasierter Kommunikationen
  • 4.4 Die Attraktivität des Körpers in modernen Gesellschaften
  • 4.5 Körperprozessierende Systeme
  • 4.6 Exkurs: Beobachtbare Körper – Sport und Pornographie
  • 5 Das Sexualitätssystem
  • 5.1 Binäre Codierung und Orgasmusorientierung
  • 5.2 Selbstreferentialität, Selbstbefriedigung und die Autonomisierung der Sexualität
  • 5.3 Dislozierung
  • 5.4 Funktion(en)
  • 5.5 Ausdifferenzierung
  • 5.6 Strukturelle Kopplungen
  • 5.7 Jenseits von Moral? – Sexualmoral revisited
  • 6 Wissenschaftliche Fortschritte, Fazit und Ausblick
  • Literatur

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