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Zwischen Vorderbühne und Hinterbühne

Beiträge zum Wandel der Geschlechterbeziehungen in der Wissenschaft vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Beschreibung

Bekräftigt die Wissenschaftsforschung vor allem die Binnendynamik der Wissenschaft und blendet dabei häufig die Wirksamkeit des Geschlechterunterschieds aus, so verkennt die Geschlechterforschung oftmals den Eigensinn des wissenschaftlichen Kontextes, wenn für sie nur der Geschlechterunterschied zählt. Die Beiträge dieses Bandes schlagen einen anderen Weg ein, wenn sie die Dynamik zwischen der Vorderbühne der Wissenschaft und der Hinterbühne des Familiensystems erkunden. Dass und wie eng die Kultur der Wissenschaft mit Geschlechterkonzepten verschränkt ist, diskutieren sie anhand verschiedener Sequenzen von der Frühen Neuzeit bis heute. Dabei wählen sie unterschiedliche methodische Zugänge, die von der Architekturgeschichte über den Vergleich statistisch hoch aggregierter Daten bis zur Interpretation historischer Quellen reichen.

Beschreibung

Theresa Wobbe ist Professorin für Soziologie an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt.

Kritik

»Souverän fächert Wobbe die Frage, in welcher Hinsicht der Geschlechterbezug in der Wissenschaft sozial bedeutsam sei, theoretisch auf. [Auf] jeden Fall lohnt dieser Band die Lektüre.«
Sylvia Mieszkowski, www.querelles.net, 13/7 (2004)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Zwischen Vorderbühne und Hinterbühne
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Instabile Beziehungen. Die kulturelle Dynamik von Wissenschaft und Geschlecht
  • Ständisch-korporatives Konzept. Netzwerke und Familienbeziehungen
  • Weder öffentlich noch privat. Mathematik im Frankreich des frühen 17. Jahrhunderts
  • Familiennetzwerke und Familienprojekte in Frankreich um 1800
  • Differenzkonzept. Familienökonomie in der modernen Wissenschaft
  • Wirtschaften mit der Geschlechterordnung. Ein Essay
  • Die wissenschaftliche Persona. Arbeit und Berufung
  • Eine angemessene Häuslichkeit? Frauen und die Architektur der Wissenschaft im 19. Jahrhundert
  • Von der Ausnahme zur Normalität? Wissenschaftlerinnen in Akademien und in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (1912 bis 1945)
  • Inklusionskonzept. Konvertierung von Leistung in Anerkennung
  • Der Matthäus Matilda-Effekt in der Wissenschaft
  • Die Objektivität der Wissenschaft und die Partikularität des Geschlechts. Geschlechterunterschiede im disziplinären Vergleich
  • Geschlecht, Lehrende und Promotionsstudium in den Natur- und Ingenieurwissenschaften
  • Strukturmerkmale universitärer Personalselektion und deren Folgen für die Beschäftigung von Frauen
  • Frauen in der Wissenschaft – Frauen und Wissenschaft. Liberale und radikale Perspektiven in einem globalen Rahmen
  • Anhang
  • Die AutorInnen
  • Textnachweise

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