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In der Zerstreuung organisiert

Paradoxien und Phantasmen der Massenkultur

Hannelore Bublitz

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Hannelore Bublitz, In der Zerstreuung organisiert (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839401958

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Massenkultur gilt ihren Kritikern als bloße Zerstreuung, die jedem emanzipatorischen Anspruch entsagt. Doch sie hält die »zerstreute Masse« keineswegs in einem Zustand tagträumerischer »Geistesabwesenheit«, sondern führt sie in die moderne Wirklichkeit hinein, nicht heraus. Der Text rekonstruiert Massenkultur im Anschluss an Foucault als sozial- und selbsttechnologische Chiffre der kulturellen Gegenwart. Damit gerät die transparente Masse als flexibles Medium sozialer Normalität in den Blick, die, in den Blickrastern massenkultureller Ereignisse angeordnet, ihre bedrohliche Materialität verliert. Die Autorin analysiert die Paradoxien einer Kultur, die nach einer Lesart Slavoj Zizeks der Unvorhersehbarkeit moderner Existenz mit einem phantasmatischen Mehr-Begehren begegnet.

Beschreibung

Hannelore Bublitz (Prof. Dr.), geb. 1947, lehrt Soziologie an der Universität Paderborn. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Gegenwartsanalysen post- und spätmoderner Gesellschaften und Subjekte, Technologien des Körpers, des Geschlechts sowie Selbsttechnologien. Zu ihren Veröffentlichungen zählen »Diskurs« (Einsichten. Theorien der Soziologie, 2003), »Im Beichtstuhl der Medien« (2010) sowie »Judith Butler zur Einführung« (5., ergänzte Auflage, 2018).

Kritik

»Für die Kritik der durch neoliberale Glaubenssätze geprägten bildungspolitischen Diskussion hierzulande bietet das Buch äußerst bedeutsame Orientierungs- und Argumentationshilfen.«
Georg Auernheimer, Das Argument, 264 (2006)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover In der Zerstreuung organisiert
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Einleitung: Strategische Anordnungen – Verdeckte Automatismen – Phantasmen des Begehrens. Eine gesellschaftstheoretisch angeleitete Lesart der Massenkultur
  • 1. Das Phantasma der Masse. Von der bedrohlichen Materialität zum Medium sozialer Optimierung
  • ›Masse‹ als Kampfbegriff. Kulturkritische Redeweisen
  • Entsubjektivierung der Masse
  • Masse als Struktur und Funktionsbegriff
  • 2. Das Phantasma der Massenkultur – Chiffre einer diskursiven Ökonomie
  • Verführerische Zerstreuung
  • »Immer mehr Gesellschaft«: Der historische Ort der Massenkultur
  • Zur Dynamik und Praxis der Massenkultur oder: Wie man aus Bildern Welten macht
  • 3. Das Phantasmatische der Massenkultur: Mehr-Begehren
  • Ökonomie des Begehrens
  • Die ›Spiegelprothese‹ – Gründungsmatrix des Subjekts (Lacan)
  • Spie(ge)l des Begehrens
  • Der Kreislauf des Begehrens und seine phantasmatische Struktur
  • Massenkultur als Spiegel- und Projektionsfläche des Begehrens
  • Schluss: Zur Immanenz der Massenkultur oder: Es gibt kein Außen
  • Literatur

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