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Türkische Männer in Deutschland

Familie und Identität. Migranten der ersten Generation erzählen ihre Geschichte

Margret Spohn

Beschreibung

Die Medien repräsentieren den älteren türkischen Migranten oft als traditionalistischen »Islam-Macho«, der die Integration seiner Frau und seiner Töchter in die Gastgesellschaft bremst oder aktiv behindert. Diese weit verbreitete Stereotype beruht überwiegend auf »Bildern aus zweiter Hand«. Im Unterschied dazu rückt die Publikation von Margret Spohn die türkischen Männer der ersten Migrantengeneration explizit in den Mittelpunkt der Analysen, wo sie als »Experten ihrer eigenen Geschichte« ausführlich selbst zu Wort kommen. Das feine Geflecht der hier erzählten und sensibel interpretierten Lebensgeschichten gibt Raum für die Reflexionen der Befragten über ihr Verhältnis zu den eigenen Eltern, zur Ehefrau, zu den Kindern und zu ihrem Leben in »zwei Heimaten«. Damit liefert die Arbeit einen Schlüssel zu einem besseren Verständnis der Männer dieser Migrantengeneration, die vor fast einem halben Jahrhundert das Wagnis auf sich genommen haben, sich und ihren Familien in einem fremden Land eine Zukunft aufzubauen.

Beschreibung

Margret Spohn (Dr.) ist diplomierte Interkulturelle Pädagogin und promovierte Soziologin. Sie arbeitet und forscht interkulturellen-internationalen Bereich, zurzeit bei der Stelle für interkulturelle Zusammenarbeit der Stadt München.

Kritik

»Türkische Männer in Deutschland ist ein wertvoller Beitrag zur Männerund Migrantenforschung und ein gelungener Versuch, das verzerrte Bild 'des' Türken gerade zu rücken.«
DAVO Nachrichten, 19 (2004)

Besprochen in:
Dünya, 8 (2002), Ali Sirin
Zeitschrift der Ausländerbeauftragten des Landes Niedersachsen, 4 (2004)

Lizenz

http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/

Open Access Angabe

This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License (CC BY-NC-ND 3.0)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Türkische Männer in Deutschland
  • Inhalt
  • DANKSAGUNGEN
  • EINLEITUNG
  • 1. DAS HISTORISCHE TÜRKENBILD IN DEUTSCHLAND
  • Das religiös geprägte Türkenbild
  • Zusammenfassung des Kapitels 1
  • 2. FORSCHUNGEN ÜBER FAMILIENBEZOGENE BILDER TÜRKISCHER MÄNNER IN DEUTSCHLAND UND IN DER TÜRKEI
  • Einige Reflexionen zu Geschlecht/Gender unter besonderer Berücksichtigung des Modells der „hegemonialen Männlichkeiten“ von Bob Connell
  • Forschungen über türkische Männer in Deutschland im Hinblick auf familienbezogene Rollen
  • Forschungen über türkische Männer in der Türkei im Hinblick auf familienbezogene Rollen
  • 3. DATEN UND FAKTEN ZUR MIGRATIONSGESCHICHTE DER TÜRKEN NACH DEUTSCHLAND
  • Das Herkunftsland
  • Daten und Fakten in Deutschland
  • 4. FORSCHUNGSANSATZ, LÜCKEN IM FORSCHUNGSSTAND UND BEGRÜNDUNG DER ARBEIT
  • Bereich der Männerforschung
  • Bereich der Migrationsforschung
  • 5. DIE EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
  • Die Ausgangsstudie „Lebensperspektiven älterer Männer aus der Türkei in Deutschland“
  • Zugang zu den Interviewten und Auswahl der Befragten
  • Forschen im interkulturellen Bereich
  • Demographische Aspekte der Befragten
  • Vorstellung der Interviewpartner
  • Fallstudien: Selbstdarstellung türkischer Migranten der ersten Generation in ihrer Funktion als Sohn, Ehemann, Vater und Großvater
  • Familienbezogene Männlichkeiten nach Modellen
  • 6. RESÜMEE UND AUSBLICK
  • Konfrontation der Forschungsergebnisse mit dem Stand der Männerund Migrationsforschung
  • Weitere Forschungsdesiderate
  • 7. LITERATUR

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