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Ordnungen des Anderen

Zum Problem des Eigenen in der Soziologie des Fremden

Julia Reuter
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Julia Reuter, Ordnungen des Anderen (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839400845

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Beschreibung / Abstract

Begegnungen mit dem Fremden sind uns vertraut, auch wenn wir den Anderen dabei häufig als unvertraut wahrnehmen. Doch es sind weniger die fremden, als vielmehr die eigenen Wirklichkeitsvorstellungen und Umgangspraktiken, die den »Einen« zum »Anderen« machen. Die Autorin analysiert diese Praktiken der Fremdsetzung, die sich von der alltäglichen Etikettierung und Stigmatisierung bis hin zu wissenschaftlichen Praktiken des »Othering« erstrecken: Rekonstruiert werden sowohl Simmels »Händler«, Parks »Mulatte«, Schütz' »Emigrant«, Meads »signifikanter/verallgemeinerter Andere« als auch ethnografische Praktiken der »Ver-Anderung« des Fremden. Dabei wird der Blick immer wieder von den vertrauten Bildern des Fremden hin zu ihren subtilen Herstellungsprozessen und Resonanzen gelenkt, was es möglich macht, von den Konstruktionen des Fremden auf die Konstruktionen des Eigenen zurückzuschließen.

Beschreibung

Julia Reuter (Dr. phil.), geb. 1975, ist Professorin für Erziehungs- und Kultursoziologie an der Universität zu Köln. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Allgemeinen Kultursoziologie, der Migrations- und Wissenschaftssoziologie. Sie hat u.a. zur wissenschaftlichen Karriere als Hasard publiziert.

Kritik

»Reuter geht es nicht darum, die Grenze zwischen dem Eigenen und dem Fremden zu verfeinern (wozu die Soziologie neigt), sondern darum, die 'Ordnungen des Anderen' als Problem des Eigenen zu begreifen. Der Blick auf die 'Ver-Anderung' stellt dabei zugleich das So-sein des Eigenen in Frage, das selbst im gleichen Prozess erst erzeugt wird.«
Martina Backes, iz3w, 7/8 (2002)

Lizenz

http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/

Open Access Angabe

This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License (CC BY-NC-ND 3.0)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Ordnungen des Anderen
  • Inhalt
  • Vorwort
  • 1 Einleitung: Zur Ordnung des Eigenen und des Fremden
  • 2 Alltägliche Ordnungen des Fremden
  • 2.1 Alltägliche Interaktion: Fremdheit als Beziehung
  • 2.2 Alltägliche Konstruktion: Fremdheit als Zuschreibung
  • 2.3 Alltägliche Unterscheidung: Fremdheit als Regulativ
  • 2.4 Alltägliche Etikettierung: Fremdheit als Chiffre der Macht
  • 2.5 Alltägliche Identifikation: Fremdheit als Komplement
  • 2.6 Alltägliche Irritation: Fremdheit als Ambivalenz
  • 2.7 Wie läßt sich mit dem Fremden umgehen?
  • 3 Typische Ordnungen des Fremden
  • 3.1 Simmels raumsoziologische Typisierung des »Händlers«: Fremdheit als räumliche und soziale Beweglichkeit
  • 3.2 Parks kultursoziologische Typisierung des »Mulatten«: Fremdheit als moralisches und kulturelles Grenzgehen
  • 3.3 Schütz' wissenssoziologische Typisierung des »Immigranten«: Fremdheit als Kollision kulturspezifischer Wissensordnungen
  • 3.4 Meads pragmatistische Konzeption des »signifikanten/generalisierten Anderen«: Fremdheit als reflexives Moment sozialer Interaktion
  • 3.5 Gibt es eine klassische Soziologie des Fremden?
  • 4 Praktische Ordnungen des Fremden
  • 4.1 Ethnologische Praktiken: Zur »VerAnderung« des Fremden
  • 4.2 Soziologische Praktiken: Zur »UnterOrdnung« des Fremden
  • 5 Ausblick: Grenzen und Chancen einer Soziologie des Fremden
  • Anmerkungen
  • Literatur

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