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Zum Identitätsdiskurs in den Sozialwissenschaften

Eine postkolonial und queer informierte Kritik an George H. Mead, Erik H. Erikson und Erving Goffman

Ingrid Jungwirth
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Ingrid Jungwirth, Zum Identitätsdiskurs in den Sozialwissenschaften (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839405710

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Beschreibung / Abstract

Unter welchen Bedingungen wurde die »Frage der Identität« zu einer akzeptablen - mehr noch: dominanten - Problematisierungsweise sozialer Phänomene? In der diskursanalytischen Untersuchung wird die sozialwissenschaftliche Prägung der Begriffe Identität und Selbst in den Arbeiten von George H. Mead, Erik H. Erikson und Erving Goffman in Zusammenhang mit wissenschaftsgeschichtlichen Entwicklungen und sozialen Bewegungsdiskursen in den USA rekonsturiert. Die Studie ist ein Beitrag zur Geschichte der Soziologie und zu den Gender Studies. Sie verankert feministische, queer und postkoloniale Theorien in Geschichte und Theorie der Sozialwissenschaften und präsentiert Diskursanalyse als ein wissenschaftsgeschichtliches Instrument.

Beschreibung

Ingrid Jungwirth (Dr. phil.) lehrt Soziologie an der Freien Universität Berlin und an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Kultursoziologie, Geschlechterforschung und Cultural Studies.

Kritik

»Wer dieses Werk liest, wird zukünftig Identitätsdiskurse aus einem neuen Blickwinkel betrachten.«
Christina Harms, Freiburger GeschlechterStudien, 21 (2007)

»Jungwirth [plädiert] in ihrer Schlussbemerkung für präzise Fragestellungen, z. B. zu gesellschaftlicher Verteilung von Arbeit und politischer Organisierung, die ihrer Ansicht nach weiter führen als Debatten über Existenz und Ursprungserzählungen - und damit als die Fortsetzung der von ihr in ihrer Fragwürdigkeit 'entlarvten' Identitätsdebatte. Dem ist unbedingt zuzustimmen. Um diese Aufgabe anzugehen, Fragen von Normalisierung in Zusammenhang mit den genannten dringenden politischen und ökonomischen Fragestellungen zu bearbeiten, bietet die Arbeit eine hervorragende Grundlage.«
Katja Strobel, www.querelles-net.de, 11.03.2008

»Die Studie ist umsichtig und vielschichtig angelegt.«
Rainer Schützeichel, Soziologische Revue, 2 (2009)

Lizenz

http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/

Open Access Angabe

This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License (CC BY-NC-ND 3.0)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Zum Identitätsdiskurs in den Sozialwissenschaften
  • Einleitung
  • 1. Hintergründe der Untersuchung
  • 2. Konzeption und Vorgehensweise
  • 2.1 Kritik – Wissenschaftskritik
  • 2.2 Die Rekonstruktion von Wissen
  • 2.3 Wissenschaftskritik als Diskursanalyse
  • 2.4 Eine feministisch, queer und postkolonial informierte Kritik
  • 2.5 Skizze der Untersuchung
  • 3. Historische Voraussetzungen für die Entstehung des sozialwissenschaftlichen Identitätsbegriffs
  • 4. Selbst als Spiegel der Gesellschaft
  • 4.1 Zur Organisierung sozialer Praktiken im „imperialen Zeitalter“
  • 4.2 Die Institutionalisierung der Sozialwissenschaften
  • 4.3 Selbst und soziale Kontrolle
  • 4.4 Resümee
  • 5. ‚Identität‘ versus Krise: Zur Entstehung sozialwissenschaftlicher Identitätsmodelle
  • 5.1 Jugend gegen Krise
  • 5.2 Norm und Natur: Die Definition von Normen
  • 5.3 Normierende Wirkungen
  • 6. Die Infragestellung vorherrschender Normen, oder: Anspruch auf den Status des Menschen
  • 6.1 Fanons Kritik an Weißer Normativität
  • 6.2 „Nobody knows my name“ – Die sozialen Bewegungen in den USA
  • 6.3 Resümee
  • 7. Rollen und Darstellungen
  • 7.1 Kohärenz der Darstellung
  • 7.2 Soziale Organisation
  • 7.3 Norm und Devianz
  • 8. Resümee
  • 8.1 Schwellen des sozialwissenschaftlichen Identitätsdiskurses
  • 8.2 Normalismus und Rede von Identität
  • Literatur

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