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Körperspuren

Zur Semantik und Paradoxie moderner Körperlichkeit

Karl-Heinrich Bette
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Karl-Heinrich Bette, Körperspuren (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839404232

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Beschreibung / Abstract

Der Körper wird gegenwärtig in der Architektur seiner Formen und in der Tiefe seiner Strukturen und Prozesse neu definiert und erkundet. Karl-Heinrich Bette zeigt in seiner inzwischen zum Standardwerk der Soziologie des Körpers avancierten Arbeit, wie immer mehr Menschen im Rahmen von Sport, Freizeit, Mode, Gesundheitsorientierung oder Protestkultur auf ihre physisch-organische Nahwelt zurückgreifen, um die überfordernden Konsequenzen des gesellschaftlichen Modernisierungsprozesses abzufangen oder kritisch zu kommentieren. Die zentrale Perspektive der Arbeit wendet sich ab von der nostalgischen und zu einfach konzipierten Lehre vom reinen Verlust des Körpers in der Moderne und betont stattdessen die paradoxe Gleichzeitigkeit von Körperdistanzierung und Körperaufwertung im Verlauf der sozio-kulturellen Evolution. Die Arbeit thematisiert damit nicht nur Zeichen, die die Gesellschaft am Körper setzt, sondern folgt auch jenen Spuren, die der Körper in Gestalt körperorientierter Sozialsysteme und Semantiken in der Gesellschaft hinterlässt. Die »Körperspuren« liegen hier in einer überarbeiteten und erheblich ergänzten zweiten Auflage vor.

Beschreibung

Karl-Heinrich Bette ist Professor für Sportwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Sportsoziologie, der Soziologie des Körpers und der neueren soziologischen Systemtheorie.

Kritik

Besprochen in:

Zeitschrift für Sexualforschung, 3/9 (2006), Stefan Etgeton

Lizenz

http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/

Open Access Angabe

This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License (CC BY-NC-ND 3.0)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Körperspuren
  • Inhalt
  • Vorwort zur ersten Auflage
  • Vorwort zur zweiten Auflage
  • Einleitung
  • I Simultaneität und Paradoxie
  • 1 Zur gleichzeitigen Steigerung von Körperdistanzierung und Körperaufwertung
  • 2 Resonanzfähigkeit und Paradoxie
  • 3 Zur Wahrscheinlichkeit des Unwahrscheinlichen
  • II Spurensuche: der Körper als Fluchtpunkt
  • 1 Körperlichkeit und Urbanität. Zur räumlichen Dispersion der neueren Körpermoden
  • 2 Innerstädtische Bewegungs- und Darstellungskünste
  • 3 Körperlichkeit, Langsamkeit und Fortbewegung. Zur Wiederentdeckung der Zwischenräume
  • 4 Stadtkörper und Öffentlichkeit. Zur Wiederbelebung urbaner Zentren durch Malls und Graffiti-Kommunikation: ein Exkurs
  • 5 Gestylte Körper. Zum Idealbild von Jugendlichkeit und jugendlichem Körper
  • 6 Punk-Körper. Zur sinnhaften Inszenierung von Sinnlosigkeit
  • 7 Coole Typen. Sozialfiguren der Selbstbeherrschung und Körperdistanzierung
  • 8 Animierte Körper und spaßbezogene Kommunikationen. Eine Fallstudie zur Club-Bewegung
  • 9 Ausblick
  • III Zum oberirdischen Körperprojekt der Moderne: der Fall des Hochleistungssports
  • 1 Aspekte der Ausdifferenzierung
  • 2 Grenzen der Ausdifferenzierung
  • IV Die Wiederkehr des ausgeschlossenen Dritten. Zur Heraufkunft neuer körperorientierter Sozialbewegungen
  • 1 Komparative Aspekte
  • 2 Zur Binnendifferenzierung des Sportsystems
  • 3 Ausblick
  • 4 Sinnsuche im Nicht-Sinnhaften: ein Nachwort (2005)
  • Anhang
  • Siglen
  • Literatur
  • Personenregister
  • Sachregister

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