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Das Militär und seine Subjekte

Zur Soziologie des Krieges

Jens Warburg
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Jens Warburg, Das Militär und seine Subjekte (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839408520

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Beschreibung / Abstract

Waffen allein entscheiden nicht über die Schlagkraft einer Armee. Entscheidend ist auch, wie die Kriegführung die Subjektivität der Soldaten berücksichtigt. In der vorliegenden Studie zeigt sich diese als ein historisch variables, aber nicht frei konstruierbares Phänomen. Ausgehend von dem Faktum, dass Soldaten im Krieg die Versehrtheit ihres Leibes riskieren, der sich nicht beliebig verändern lässt, wird ihre Subjektivität zwischen aktivem Handeln und passivem Erleiden beleuchtet.
Das Buch analysiert die Paradoxien, die sich aus Funktionserweiterungen des soldatischen Handelns bei Auslandseinsätzen ergeben, sowie die Versuche der avancierten Militärmächte, die Subjektivität durch den Einsatz modernster Technik zu nutzen.

Beschreibung

Jens Warburg (Dr. rer. soc.) promovierte an der Justus-Liebig-Universität Gießen im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften.

Kritik

»[W]arburgs Studie [ist] sowohl durch ihre theoretische Fundierung als auch historische Perspektive letztlich als herausragender Beitrag zur Erforschung von Krieg und Militär zu würdigen, die hoffentlich viele Folgearbeiten animieren wird.«
Philipp Münch, H-Soz-u-Kult, 20.04.2010

»[Es] lässt sich in der Summe konstatieren, dass Warburg ein interessantes Buch vorgelegt hat, das man mit großem Gewinn lesen kann. Die Argumentationen des Autors zeugen von einer stupenden Belesenheit und bestechen durch ihre Verarbeitungen heterogener Textbestände.«
Markus Holzinger, Soziologische Revue, 34 (2011)

Besprochen in:

Friedensforum, 2 (2008), Rudi Friedrich

Lizenz

http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/

Open Access Angabe

This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License (CC BY-NC-ND 3.0)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • 1. Der Krieg und die soldatischen Subjekte
  • 1.1. Vorbemerkungen
  • 1.2. Der Krieg ist ein soziales Phänomen
  • 1.3. Soldatische Subjektivität – zum Aufbau der Untersuchung
  • 2. Bemerkungen zum Verhältnis Soziologie und Krieg
  • 2.1. Ein Überblick
  • 2.2. Die westdeutsche Soziologie und der Krieg
  • 2.3. Soziologie des Krieges
  • 3. Soldatische Subjekte – eine Begriffsbestimmung
  • 3.1. Können Soldaten Subjekte sein?
  • 3.2. Der Subjektbegriff in der Philosophie und Soziologie
  • 3.3. Soldaten als Handelnde
  • 4. Zur Geschichte des modernen Soldaten
  • 4.1. Das Militär und seine historischen Vorläufer
  • 4.2. Vom Söldner zum Soldaten
  • 4.3. Der Soldat in den ›stehengebliebenen Heeren‹
  • 4.4. Exkurs zum Seekrieg, insbesondere im 18. Jahrhundert
  • 5. Maschine und Leib
  • 5.1. Vorbemerkungen
  • 5.2. Die Staatsmaschine
  • 5.3. Das Heer als Maschine
  • 5.4. Der maschinelle Körper und der Leib
  • 6. Soldatische Subjektivität zwischen Kontrolle und Eigensinn
  • 6.1. Subjektivität als Innovationsressource
  • 6.2. Die leichten Truppen und der kleine Krieg
  • 6.3. Transformationen und Kontinuitäten
  • 7. Entstehung und Folgen des modernen Gefechtsfeldes
  • 7.1. Die Entstehung des modernen Gefechtfeldes und die Auftragstaktik
  • 7.2. Der industrialisierte Krieg
  • 7.3. Folgen des industrialisierten Krieges
  • 8. Soldatische Subjektivität in avancierten Militärorganisationen
  • 8.1. Wie die Sozialwissenschaften zur Optimierung soldatischer Subjekte verwendet werden
  • 8.2. Technisierung des Kriegsgeschehens
  • 8.3. Paradoxien gegenwärtiger Einsatzszenarios
  • 9. Soldatische Subjekte im modernen Krieg
  • 10. Literatur
  • Dank

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