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Monopole der Gewalt

Mafiose Macht, staatliche Souveränität und die Wiederkehr normativer Theorie

Martin Ludwig Hofmann

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Martin Ludwig Hofmann, Monopole der Gewalt (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839401705

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Rauschgifthandel, Geldwäsche, Mord - das »Geschäft« organisierter Kriminalität ist hinlänglich bekannt. Doch erst die spektakulären Attentate auf hochrangige Staatsbeamte im Italien der 1970er bis 1990er Jahre führten das eigentliche Streben der Mafia unabweisbar vor Augen: die Erringung des Gewaltmonopols auf einem bestimmten Territorium.
Ausgehend von theoretischen Reflexionen über die Komplexe Gewalt, Staat und Ausnahmezustand einerseits und von empirischen Materialien zum italienischen Anti-Mafia-Kampf andererseits, löst Martin Ludwig Hofmann das Phänomen der organisierten Kriminalität aus einem rein kriminologischen Zugriff - und erweitert es um eine genuin sozialtheoretische Dimension.

Beschreibung

Martin Ludwig Hofmann, geb. 1972, Soziologe und Journalist. Studium und Promotion an der Universität Freiburg. Forschungsaufenthalte in Großbritannien und bei Lakota-Indianern in den USA. Seit 2001 leitender Redakteur einer Monatszeitschrift. Zuletzt erschienen von ihm die Bücher »Indian War«. Der Fall des indianischen Bürgerrechtlers Leonard Peltier, Bremen 2000 sowie »Architektur und Disziplin. Über die Formbarkeit menschlicher Existenz in der Moderne«, Frankfurt am Main. u.a. 2000.

Kritik

Besprochen in:

Zeitschrift für Politikwissenschaft, 2 (2004)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Monopole der Gewalt
  • Inhalt
  • Prolog einer offenen Kriegserklärung
  • I. Einleitung
  • II. Eine Theorie des Ausnahmezustands
  • 1. Notwendige Vorbemerkungen
  • 2. Carl Schmitts Theorie starker Staatlichkeit
  • III. Die politische Bedeutung organisierter Kriminalität
  • 1. End of History und neue Gefahren
  • 2. Organisierte Kriminalität
  • 3. Grundlinien der Forschung
  • 4. Grundprobleme der Bekämpfung
  • IV. Die Ordnung der Paten
  • 1. Gemeinschaft der »Ehrenmänner«
  • 2. Modernisierung und Transformation
  • V. Ordnung und Gegenordnung
  • 1. Ein angegriffener Staat
  • 2. Verteidigung der legitimen Ordnung
  • 3. Ein Kulminationspunkt
  • VI. Partieller Ausnahmezustand und normative Bindung
  • 1. Ordnungsstiftung und Gewalt
  • 2. Verbindungslinien: Gewalt, Macht, Staat
  • 3. Gewaltmonopol und Legitimität
  • 4. Souveräne Macht und normative Bindung
  • VII. Schluss
  • Epilog einer politischen Tragödie
  • Literatur

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