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Die Kunst des Möglichen II

Grundlinien einer dialektischen Philosophie der Technik. Band 2: Ethik der Technik als provisorische Moral

Christoph Hubig

Diese Publikation zitieren

Christoph Hubig, Die Kunst des Möglichen II (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839405314

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Primäre Aufgabe einer Ethik der Technik ist nicht die bloße Anwendung 'allgemeiner' Ethik, sondern die Rechtfertigung spezifischer Regeln eines Handelns mit Technik, die - als Medium - Möglichkeitsräume eröffnet, verändert, verschließt. Angesichts steigender Unsicherheit, Unschärfe und Ungewissheit der Technikfolgen geht es um den Umgang mit Chancen- und Risikopotenzialen. Dabei hat sich eine Ethik der Technik dem Wertpluralismus zu stellen, angesichts dessen sie nach basalen Kriterien des Erhalts des Handelnkönnens fragt. Sie nimmt mithin die klassische Fragestellung der Klugheitsethik auf, die René Descartes zum Konzept einer provisorischen Moral geführt hat. Diese sichert Options- und Vermächtniswerte unseres Handelns jenseits des Wertpluralismus und mündet in Vorschlägen zum »Dissensmanagement«.

Beschreibung

Christoph Hubig (Prof. Dr. phil.) lehrt Praktische Philosophie und Technikphilosophie an der Technischen Universität Darmstadt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wissenschaftstheorie, Kultur- und Technikphilosophie sowie anwendungsbezogene Ethik.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Die Kunst des Möglichen II
  • Inhalt
  • Vorwort
  • 1 Einleitung
  • 1.1 Die Außensicht auf eine Ethik der Technik
  • 1.2 Leitbegriffe
  • 1.3 Der Ort einer Ethik der Technik
  • 2 Die technikethische Herausforderung
  • 2.1 Systemkonzepte in der Technikphilosophie
  • 2.2 Von der Zufallstechnik zur klassischen Systemtechnik
  • 2.3 Transklassische technische Systeme
  • 2.4 Die Vielfalt der Antworten – der »technikethische Pluralismus«
  • 3 Der Wertbezug der Technik
  • 3.1 Wertneutralität, Wertambivalenz, Wertbindung
  • 3.2 Probleme der Technikbewertung
  • 3.3 Der Status von Werten und die »technischen Imperative«
  • 4 Möglichkeiten als Kandidaten der Bewertung
  • 4.1 Die Problemlage
  • 4.2 Unsicherheit, Unschärfe, Ungewissheit
  • 4.3 Im Focus: Chancen- und Risikomanagement
  • 4.4 Technik und Vertrauen
  • 5 Den Wertpluralismus ernst nehmen
  • 5.1 Der diskursethische Lösungsvorschlag
  • 5.2 Der klugheitsethische Lösungsvorschlag: Aristoteles und Descartes’ provisorische Moral
  • 5.3 Options- und Vermächtniswerte
  • 6 Der Umgang mit Dissensen – »Dissensmanagement«
  • 6.1 Die Problemlage aus der Sicht der provisorischen Moral
  • 6.2 Objektstufige Strategien des Umgangs mit Dissensen
  • 6.3 Höherstufige Strategien des Umgangs mit Dissensen – Die Auswahl einschlägiger Dissensmanagementstrategien
  • 7 Institutionen als moralische Adressaten einer Ethik der Technik
  • 7.1 Die aristotelische Konstruktion
  • 7.2 Die Problemlage in neuerer Sicht
  • 7.3 Act type und act token institutionellen Handelns
  • 7.4 Das Subjekt institutionellen Handelns
  • 7.5 Der Umgang mit Institutionen
  • 7.6 Moralische Adressaten
  • 7.7 Ein Beispiel technikethisch-institutionellen Handelns: Der VDI/FEANI-Kodex »Ethische Grundsätze des Ingenieurberufs«
  • 8 Die Möglichkeit einer Technikethik angesichts von Sachzwängen
  • 8.1 Buchstäbliche Zwänge
  • 8.2 Herrschaft und Entfremdung
  • 8.3 Macht
  • 8.4 Ethische Konsequenzen
  • 8.5 Technische Konsequenzen: Gestaltung der Mensch-System-Interaktion
  • 8.6 Bildungstheoretische Konsequenzen: Erhalt der Kompetenzen in der Mensch-System-Kommunikation
  • 9 Epilog: Die Kunst des Möglichen in ästhetischer Anmutung ihrer Ambivalenz
  • 9.1 Vorstellung versus Anmutung
  • 9.2 Das »Wesen« der Technik in einer Pittura metafisica
  • 10 Zusammenfassung – Zentrale Thesen der Überlegungen zu Band I und II
  • Literatur

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