Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Negativität und Unbestimmtheit

Beiträge zu einer Philosophie des Nichtwissens. Festschrift für Gerhard Gamm

Diese Publikation zitieren

Andreas Hetzel(Hg.), Negativität und Unbestimmtheit (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839409565

Getrackt seit 05/2018

9
Downloads

Beschreibung / Abstract

Für die letzten Jahrzehnte lässt sich eine Konzentration negativistischer Selbstbeschreibungen in Wissenschaften, Philosophie und Künsten diagnostizieren. Prominent werden in diesem Zusammenhang Begriffe wie Ambivalenz, Überdeterminiertheit, Unentscheidbarkeit und Unberechenbarkeit. Sie deuten auf einen Prozess des Umbruchs in der Struktur unserer Selbst- und Weltverhältnisse hin, in dem alle Bestimmungen des Wissens und Handelns einem zunehmenden Unbestimmtwerden ausgesetzt sind. Negativität wird dabei am Scheitern anthropologischer Versuche, das Wesen des Menschen zu erfassen, ebenso erfahrbar wie an den antinomischen Strukturen moralischer Prinzipien oder den Schwierigkeiten, die sich für die Naturwissenschaften aus der Unbeherrschbarkeit ihrer Gegenstände ergeben. Das Buch setzt sich zum Ziel, die unterschiedlichen Facetten dieser Negativitätserfahrung zu ergründen.

Beschreibung

Andreas Hetzel (Prof. Dr. phil.), geb. 1965, ist Professor für Philosophie an der Stiftung Universität Hildesheim. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Politische Philosophie (Diskurse radikaler Demokratie), Sozialphilosophie der Moderne (Theorien der Macht), Ästhetik (ästhetische Praktiken), Sprachphilosophie (Pragmatik und klassische Rhetorik) sowie Umweltethik (Antworten auf die Biodiversitätskrise).

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Negativität und Unbestimmtheit
  • INHALT
  • Negativität und Unbestimmtheit. Eine Einleitung
  • I. Gesichter des Negativen
  • Negativistische Hermeneutik. Zur Dialektik von Sinn und Nichtsinn
  • Unbestimmtheit und Bestimmtheit der Interpretation. Zum Primat der Intersubjektivität bei Davidson
  • Die Positivierung des Negativen
  • Negativität der Rede – Unmöglichkeit der Kommunikation
  • II. Negativität als Unbestimmtheit in Kunst und Wissenschaften
  • Ding, Gabe und die Praxis der Künste
  • Zur Unbestimmtheitssemantik der Einbildungskraft in der Moderne
  • Die Positivierung des Unbestimmten in den nachmodernen Naturwissenschaften
  • Das »Ich deute nicht« am Grund des Urteilens: Michael Frayns Copenhagen als Beitrag zur Gewissheitsthematik
  • III. Negative Anthropologie
  • Mensch ohne Bild. Grenzen der Bestimmung des Unbestimmten
  • Der unbestimmte Mensch und der Übermensch
  • Homo absconditus. Das Subjekt als Projekt und offene Frage
  • »Wie ein Bogenstrich, der aus zwei Saiten eine Stimme zieht...«. Was im Tier blickt uns an?
  • IV. Entzugsfiguren der Normativität Kant über den Wert des Glücks
  • Die produktive Unbestimmtheit der pädagogischen Praxis
  • Das Machbare und das Hinzunehmende. Über Unentscheidbares, das entschieden werden muss
  • Dekonstruktive Sozialtheorie als Ethik jenseits des Sozialen
  • Autorinnen und Autoren

Mehr von dieser Serie

    Ähnliche Titel