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Diskrete Gespenster

Die Genealogie des Unbewussten aus der Medientheorie und Philosophie der Zeit

Annette Bitsch (verst.)

Diese Publikation zitieren

Annette Bitsch (verst.), Diskrete Gespenster (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839409589

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Dieses Buch stellt eine historische Rekonstruktion von psychoanalytischen und philosophischen Gedächtnistheorien in ein Wechselverhältnis zum Auftauchen der zeitbasierten Medien sowie Körpertechniken im 19. und 20. Jahrhundert. Die vorliegende Geschichte des Unbewussten, die untrennbar mit den für unsere Kultur entscheidenden und spannungsgeladenen Fragen nach Zeit, Erinnerung, Körpern und Medien verbunden ist, wird so von drei Achsen getragen: den Theorien von Freud, Lacan, Hegel, Heidegger, Deleuze u.a., der Geschichte der Diskretisierung sowie der Analyse der Beziehungen zwischen Körpern und Medien.

Beschreibung

Annette Bitsch (Dr. phil.) (verstorben 2017) war Privatdozentin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie forschte u.a. zur Kultur- und Medienwissenschaft, Psychoanalyse sowie Gehirnforschung.

Kritik

»Ein ungemein kluges Buch, das - materialreich - unter der Last des Gesammelten doch leichtfüßig ist, scharf, klar.«
Martin A. Hainz, www.fixpoetry.com, 02.02.2016

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Diskrete Gespenster
  • Inhalt
  • 1. Präludium
  • 1.1 Psychoanalyse und Wiederholung
  • 1.2 Die Ur-Sache der Schlaflosigkeit
  • 1.3 Das verlorene Objekt
  • 1.4 Kern unseres Wesens und Gedanken des Leids
  • 1.5 Gedankenarbeit
  • 1.6 Gespenster-Botschaften
  • 1.7 Fragen und Leiden in der Wirklichkeit
  • 1.8 Antworten?
  • 1.9 Psychoanalyse versus Psychologie
  • 1.10 Verkennen und Überleben
  • 1.11 Das Leiden der Zwangsneurose
  • 1.12 Wiederholung und Barmherzigkeit
  • 1.13 Die gute und die schlechte Wiederholung
  • 1.14 Hegel, Freud und der Einbruch der Trauer
  • 2. Einleitung
  • 2.1 Insistierende Fragen
  • 2.2 Eine Antwort
  • 2.3 Philosophie, Strukturalismus, Dekonstruktion
  • 2.4 Thanatologie bei Schlaflosigkeit
  • 2.5 Rückkehr zu Freud
  • 2.6 Das Unbewusste ist strukturiert wie eine Sprache
  • 2.7 Das mediale Dispositiv der Psychoanalyse
  • 2.8 Das Böse, das Reale, das Mediale
  • 3. Das Spiegelstadium Lacan mit Hegel
  • 3.1 Theorie des Spiegelstadiums
  • 3.2 Hegels dialektischer Dreischritt
  • 3.3 Hassliebe zwischen Eins und Zwei bis zur Intervention von Drei
  • 3.4 Tod
  • 3.5 Zeit und Geschichte
  • 3.6 Unbewusste Subjekt-Prozeduren
  • 3.7 Grabmäler
  • 3.8 Gesetz der Differenz
  • 3.9 Mythen und Computer
  • 3.10 Circuit
  • 3.11 Paranoia
  • 3.12 Neurose
  • 3.13 Wiederholte Fallgeschichten
  • 3.14 Die Wiederholung eines Versuchs
  • 4. Zwischen den Schauplätzen
  • 4.1 Zusammenfassung
  • 4.2 Die Vernichtung von Meringer und Mayer
  • 4.3 Das Unbewusste ist strukturiert wie eine Sprache
  • 4.4 Wessen Unbewusstes?
  • 4.5 Das Unbewusste Freuds und das sprachstrukturierte Unbewusste
  • 4.6 Lacans Wiederholung des Unbewussten: das brennende Sein
  • 4.7 Das Vergessen Freuds und das Objekt der Wissenschaft
  • 4.8 Das strukturale Objekt und die linguistische Urszene
  • 4.9 Die Wiederholung des „Das Unbewusste ist strukturiert wie eine Sprache"
  • 4.10 Die Wiederholung im akademischen Diskurs
  • 4.11 Die heilige Angst versus die Ängstlichkeit der Wissenschaft - Dialektik vs. Ideengeschichte
  • 4.12 Das Objekt = x als Patient: Kleinigkeiten und ihre verheerenden Folgen
  • 4.13 Lacans Wissenschafts- und Medientheorie und das signifikante „und"
  • 4.14 Öffnung und Verschließung der Kluft des Denkens
  • 4.15 Gute versus schlechte Wiederholung, Dassheit versus Washeit, symbolischer versus imaginärer Mangel
  • 4.16 RSI
  • 4.17 Sprechen versus Sprache
  • 4.18 Exkurs: Lacan und Heidegger
  • 4.19 Die Ur-Sache der Wissenschaft und die Medien
  • 4.20 Lacans Psychoanalyse im Kontext des Poststrukturalismus
  • 4.21 Wiederholung und Bilanz
  • 5. Die Vorgeschichte des Freud'schen-und-des-sprachstrukturierten Unbewussten in der Wechselstromphysik
  • 5.1 Die Zeichen der Klassik
  • 5.2 Bruch
  • 5.3 Lacans Konzept des Signifikanten
  • 5.4 Trauma, Tremolo, Phobie, Paranoia, Diskontinuität - und die wissenschaftlichen Subjekte der medialen Psychoanalyse
  • 5.5 Wiederholung von Geschichten
  • 5.6 Das Unbewusste und die Geschichte der elektrischen Medien
  • 5.7 Diskrete Zeiten und Relationen
  • 5.8 Die Genealogie des Unbewussten aus der Geschichte des Wechselstroms I
  • 5.9 Epistemologische Zäsur in Folge derFaraday'schen Entdeckung: die neue Zeit
  • 5.10 Henrys Maschine und der Kampf um die Wahrheit
  • 5.11 Freuds Analysetechnik: Operationalität versus Repräsentation
  • 5.12 Revolutionierung von Räumen und Zeiten
  • 5.13 Newton versus Faraday: die alte und die neue Zeit
  • 6. Korpsifizierung
  • 6.1 Körper unter Strom: Die Genealogie des Unbewussten aus der Geschichte des Wechselstroms II
  • 6.2 Körper-Medien-Verbindungen
  • 6.3 Die Arbeitsplätze von Sigmund Freud
  • 6.4 Prophetie und Fatalismus
  • 6.5 Claude Bernard und die Anfange der experimentellen Physiologie
  • 6.6 Seelenfragen und ihre Techniken: Carl Ludwig
  • 6.7 Tickende Uhren und das Unbewusste bei Wundtund Freud
  • 6.8 Wahnsinn und Normalität: Freud mit Bleuler
  • 6.9 Freud und Flechsig: Hirnhunger, eine anorektische Penelope und die Hölle
  • 6.10 Eine Zusammenfassung, ein Intermezzo von Du Bois-Reymond und dann der große Helmholtz
  • 7. Aporien und Ängste
  • 7.1 Physis, Antiphysis- und der Beginn der großen Angst
  • 7.2 Labor-Ängste
  • 7.3 Angst, Aporie oder Verkennung - Reaktionen aufs Reale
  • 7.4 Stoß und Schreck
  • 7.5 Aporienmanie
  • 7.6 Freuds Angsttheorie im Überblick: von der Energie zur Signalangst
  • 8. Die Ankunft des Unbewussten in der Linguistik
  • 8.1 Das Freud'sche-Unbewusste -und- das-sprachstrukturierte-Unbewusste
  • 8.2 Ferdinand de Saussure und der Strukturalismus
  • 8.3 Lacans (Re-)Lektüre von Saussures Zeichen
  • 8.4 Saussure zwischen Ursache und Ur-Sache
  • 8.5 Der Signifikant als diskrete Relation
  • 8.6 Die Freud'sehe Aporie als Krise der Zeichentheorie
  • 8.7 Der Algorithmus von Begehren und Wiederholung
  • 8.8 Kryptologie
  • 8.9 Metonymie und Metapher: Lacan und Jakobson
  • 8.10 Repräsentation versus Verschlüsselung
  • 8.11 Lacan und die Kybernetik
  • 8.12 Fragen und Betäubungen von Fragen
  • 8.13 Der symbolische und der imaginäre Tod in der Wissenschaft
  • 8.14 Die Neurose als Abwehrmaßnahme der Wissenschaft - und das Fallbeispiel Albert Einstein
  • 8.15 Die Bedeutung von Medien und Objekten - Lacans Prospekt einer medienarchäologischen Psychoanalyse
  • 8.16 Tödliche Fragen
  • 9. Die Geschichte des Subjekts in Philosophie und Psychoanalyse
  • 9.1 Die Geschichte, das Durcharbeiten, die Wiederholung - Schicksal
  • 9.2 Imaginäre Erinnerung versus symbolisches Gedächtnis
  • 9.3 Geschichte als Freud'sche Entstellung
  • 9.4 Das Schicksal insistiert von Heidegger bis zu Lacan - gegen alle Egologen
  • 9.5 Die Liebe
  • 9.6 Testament und Nachträglichkeit
  • 9.7 Zwischen Kontingenz und Determinismus oder Fragen ohne Antwort
  • 9.8 Die Liebe?
  • 9.9 Imaginäre versus symbolische Zeit
  • 9.10 Tod, Anerkennung, Wiederholung - Hegel, Freud, Heidegger, Lacan
  • 9.11 Die Analyse der Geschichte des Subjekts: Wiederholung und Entzifferung
  • 10. Durcharbeiten der Geschichte mit Freud und Lacan
  • 10.1 Sprechen und die sprachlichen Bildungen des Unbewussten
  • 10.2 Chirurgie des Sprechens
  • 10.3 Lügen und Unverstehbarkeiten der Geschichte - die Problematik des Gesetzes und das Über-Ich
  • 10.4 Vom Sprechen des Symptoms zur guten Wiederholung der Geschichte
  • 10.5 Das Ich und das Es in der Psychoanalyse
  • 10.6 Das Unbewusste-Freuds-und-das-sprachstrukturierte-Unbewusste, das mediale Reale - eine Zusammenfassung
  • 11. Ende und Anfang der Wiederholung das Trauma und seine Folgen
  • 11.1 Weltunglück a priori - Das Trauma und seine Folgen
  • 11.2 Trauer oder Happiness, Seinsschuld oder kostenloses Vergnügen?
  • 11.3 Das Trauma und seine Folgen für die Geschichte des Subjekts und die Technik der Psychoanalyse
  • 11.4 Das Trauma als pathogener Kern - eine Mediengeschichte zwischen Freud und Lacan
  • 11.5 Weitere Folgen des Traumas - Verdrängung oder Verwertung
  • 11.6 Alienation und Separation
  • 11.7 Das Objekt klein a
  • 11.8 Die Zeit der Traumata und die Urverdrängung
  • 11.9 Die psychotische Verwerfung
  • 11.10 Neurose versus Psychose, Bedeutung versus Halluzination
  • 11.11 Ein Ende in Wahnsinn
  • Literatur
  • Danksagung

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