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Mediale Anatomien

Menschenbilder als Medienprojektionen

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Nicolas Pethes(Hg.), Annette Keck(Hg.), Mediale Anatomien (2001), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839400760

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Beschreibung

Ist der Beginn des Medienzeitalters das Ende der Geschichte des Menschen? Körperbilder, Prothesen, Maschinenmenschen und neue Kommunikationstechniken stellen seit dem 17. Jahrhundert die gängigen Menschenbilder der philosophischen Anthropologie ebensosehr in Frage, wie sie selbst am Entwurf neuer Modelle des Humanen beteiligt sind. Eine Medienanthropologie beschreibt, wie das Wissen vom Menschen zum Projekt wird und fragt nach den Techniken der Projektion dieses Wissens: Der vorliegende Band umreißt das Bild des Menschen zwischen ikonischen Visualisierungen und symbolischen Modellen, vermißt die Schnittstellen zwischen Technik und Körper und rekonstruiert die Codierungen des Humanen in den Diskursen über neue Medien. Weit davon entfernt, von einer ihm entgegengesetzten, nicht-menschlichen Technik determiniert oder gar ersetzt zu werden, gewinnt der Mensch gerade in der Kontrastierung mit sowie als Teil von Mediendispositiven seine wechselnde Kontur.

Beschreibung

Annette Keck, Jg. 1963, Dr. phil., ist Lise-Meitner-Stipendiatin des Landes Nordrhein-Westfalen an der Universität zu Köln.
Nicolas Pethes ist Professor für Germanistik an der Universität zu Köln.

Kritik

Besprochen in:

arcadia, 37/1 (2002), Benjamin Bühler

Lizenz

http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/

Open Access Angabe

This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License (CC BY-NC-ND 3.0)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Mediale Anatomien
  • Inhalt
  • Das Bild des Menschen in den Medien. Einleitende Bemerkungen zu einer Medienanthropologie
  • Körperbilder, Körperbildner
  • Die Re-Präsenz des Körpers im Bild
  • Bildfläche Gesicht. Selbstsetzung und Hingabe bei Lavater
  • Literale Anatomien. Buchstabenmenschen Menschenbuchstaben
  • Bartfrauen. Fotografien zwischen Jahrmarkt und Psychiatrie
  • Pikturale Personifikation und das Darstellungsformat von Webcams
  • Musik und Genießen, oder: Wie man den Körper komponiert. Ein Versuch, Hans Werner Henzes »Heliogabalus Imperator« zu hören
  • Schnittstellen, Prothesen
  • Stock, Textur, Regelkreislauf. Sehen und Tasten im 17. Jahrhundert
  • Das Gesicht der Mikroskopie
  • Möbel als Medien. Prothesen, Paßformen, Menschenbildner. Zur theoretischen Relevanz Alter Medien
  • Prothesen. Der Mensch im Lichte des Maschinenbaus
  • »Die Welt geht ihren Gang, und Du machst Deine Fahrt.« Zur Problematik des :normalen Lebens 9 bei Franz Kafka (Anhang: Interview mit Ursula Wandl, ReIntra)
  • Mediale Schnittstellen. Ausdruckshand und Arbeitshand
  • Menschenmaschinen, Maschinenmenschen
  • Vitale Maschinen und programmierte Androiden. Zum Automatendiskurs des 18. Jahrhunderts
  • Über-Menschen. Elemente einer Genealogie des Cyborgs
  • Figurationen, Codierungen
  • Werbung und / oder Leibhaftigkeit. Zwei Ansichten zur Reklametechnik aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
  • Persönlichkeit und Konsument. Zur Formation von Menschenbildern in Mediendiskursen der frühen 1950er Jahre
  • Personenkult. Elemente einer Mediengeschichte des Stars
  • Der Test des Großen Bruders. Menschenexperiment Massenmedium
  • Homo conspirans. Zur Evolution »der Paranoia« und »des Menschen« in Zeiten seiner Exkommunikation
  • »Mediumvorgänge sind unwichtig.« Zur Affektökonomie des Medialen bei Fritz Heider
  • Anhang
  • Autorinnen und Autoren

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