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Amerika und die deutschsprachige Literatur nach 1848

Migration - kultureller Austausch - frühe Globalisierung

Diese Publikation zitieren

Christof Hamann(Hg.), Ute Gerhard(Hg.), Walter Grünzweig(Hg.), Amerika und die deutschsprachige Literatur nach 1848 (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839409664

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Handbücher, illustrierte Broschüren von Werbeagenturen, Briefe und Reiseberichte von Auswanderern, Reportagen in Zeitungen und Journalen, öffentliche Debatten sowie nicht zuletzt eine Vielzahl von literarischen Texten - all dies sind Bestandteile eines komplexen Diskurses, der mit den umfangreichen Wanderungsbewegungen von Deutschland nach den USA ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einhergeht. Die Beiträge dieses Bandes arbeiten den bis heute allenfalls für Teile der so genannten Populärliteratur erschlossenen Diskurs auf und zeigen dabei insbesondere, dass auch für die Literatur des Bürgerlichen Realismus das fremde Amerika und die Wanderungen dorthin vielfach konstitutiv für das Erzählen sind. Texte von Auerbach, Fontane, Keller, Raabe oder Spielhagen zeichnen sich in viel stärkerem Maße als bislang angenommen durch inter- und transkulturelle Bezüge aus, was sie zum einen durchaus als Bestandteil von Globalisierungsbewegungen erscheinen lässt, zum anderen aber auch in eine größere Nähe zu Autoren rückt, die sich auf Abenteuerromane spezialisiert haben.

Beschreibung

Christof Hamann (Dr. phil.) arbeitet derzeit an einem von der DFG geförderten Habilitationsprojekt zur Semantik fremder Räume in der deutschen Literatur und Presse der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Ute Gerhard (Prof. Dr.) lehrt Neuere Deutsche Literatur an der Technischen Universität Dortmund. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Migrations- und populäre Literatur.
Walter Grünzweig (Prof. Dr.) lehrt Amerikanistik an der Technischen Universität Dortmund. Seine Forschungsschwerpunkte sind Literatur- und Kulturbeziehungen zwischen USA und den deutschsprachigen Ländern sowie Literatur des 19. Jahrhunderts.

Kritik

»Der Band ist [...] sowohl für Germanisten als auch Amerikanisten von Interesse.«
Till Kinzel, Informationsmittel (IFB), 2 (2011)

»Die literarischen Texte werden aus der Dynamik des Zeitalters der Globalisierung 'neu' gelesen, wodurch deren transkultureller Charakter aufgezeigt wird. [...] Zwar stehen literarische Themen im Mittelpunkt des Sammelbandes, diese werden aber im größeren Kontext betrachtet, wodurch auch Bereiche wie die Soziologie und die Politik gestreift werden. [...] Die gut ausgearbeiteten 'Case Studies' illustrieren das Anliegen der Herausgeber und bieten vielfältige Anknüpfungspunkte für weitere Forschungsvorhaben.«
Susan Mahmody, www.literaturkritik.de, 5 (2009)

»[This] volume represents an innovative endeavor that will influence not only German-American literary scholarship, but also the way contributions of figures such as Spielhagen, Keller, Raabe, and others will be perceived by all critics, as it brings them closer to popular German-language authors of adventure and travel literature who thematize America and migration to the New World in their texts.«
Cora Lee Kluge, Monatshefte, 102/2 (2010)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Amerika und die deutschsprachige Literatur nach 1848
  • INHALT
  • Einleitung
  • I. Amerika jenseits des Kanons
  • Der ›Onkel aus Amerika‹. Import von Amerikawissen oder Re-Import alter Stereotype?
  • Der Landvermesser. Balduin Möllhausen in Amerika
  • »Wie ein Mensch sich selbst bilden kann.« Zur Funktion von Amerika in Auerbachs Landhaus am Rhein
  • Von der Familie zur Kolonialmacht. Die USA und Deutschland in Familienzeitschriften vor der Reichsgründung
  • Eine amerikanische Baumwollprinzessin in Thüringen. Transnationale Liebe, Familie und die deutsche Nation in E. Marlitts Im Schillingshof
  • »So mag dem schweifenden Indianer zu Mute sein« - die symbolische Position Amerikas bei Friedrich Spielhagen
  • »Das Herz zwiefach geteilt«: Deutsche literarische Amerikabilder und die Amerikanistik
  • II. Amerika im Kanon
  • Die Darstellung Amerikas unbesehen: vergleichende Betrachtungen zu Spielhagen, Raabe und Fontane
  • Einmal deutscher »Steinhof« - »Wisconsin« hin und zurück. Die »Schulmeisterin« USA und »old German-text-writing« als patriotische Selbstfindung in Wilhelm Raabes Alte Nester
  • Patriotismus und Kosmopolitismus in den Werken Gottfried Kellers
  • Irritationen von Identitäten. Deutsch-amerikanische Migrationsbewegungen in Gottfried Kellers Novelle Regine
  • »es brach eine jener grimmigen Krisen von jenseits des Oceans [...] herein.« Gottfried Keller und die Neue Welt
  • »Lieber Leser, weißt du, was das Wort Greenhorn bedeutet?« Phantasien der Migration und Remigration: Die Romananfänge von Karl Mays Winnetou I und Winnetou IV
  • Bibliografie
  • Index
  • Zu den Autorinnen und Autoren

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