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Kollektivkörper

Kunst und Politik von Verbindung

Diese Publikation zitieren

Sylvia Sasse(Hg.), Stefanie Wenner(Hg.), Kollektivkörper (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839401095

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Ob in Schlangen, Meuten, Massen, Gruppen oder Paaren - der/die Einzelne bewegt sich ständig geordnet und ungeordnet in Gemeinschaften. Einige konzipieren sich als imaginäre Körper, andere versuchen, den Einzelnen über körperliches Erleben in einer Gemeinschaft zu binden oder den Körper selbst wie einen Staat zu organisieren. Analogien zwischen dem menschlichen Körper - seinem Organismus, seiner Gesundheit, seinem Bauch und seinen Gliedern - und sozialen, staatlichen Formationen gehören seit der Antike zur Geschichte der Sozialphilosophie.
Die Beiträge des Bandes, dessen Autoren aus verschiedenen Disziplinen stammen - u.a. aus der Ethnologie, Philosophie, Anthropologie und Kunstwissenschaft - nähern sich diesem Phänomen über die Analyse von cultural performances der Gemeinsamkeiten, Verbindungen, Identitäten, Aus- und Einschlüsse, die einen Körper in einen Kollektivkörper versetzen. Aus aktueller Perspektive beschäftigen sich die Beiträge vor allem mit dem Wandel in der heutigen Gesellschaft, die mit ihrer Politik des Individualismus immer mehr auf Kollektivkonzepte zurückgreift, indem sie sich diese unter umgekehrten Vorzeichen aneignet.
U.a. mit Beiträgen von Judith Butler, Slavoj Zizek, Xavier Le Roy, Joseph Vogl.

Beschreibung

Sylvia Sasse (Dr. phil.), studierte Slavistik und Germanistik in Konstanz, St. Petersburg und Moskau; derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Literaturforschung in Berlin mit einem Projekt zur Beicht- und Geständnispraxis in Rußland.
Stefanie Wenner (Prof. Dr.) ist Professorin für Angewandte Theaterwissenschaft und Produktionsdramaturgie an der HfBK Dresden. Sie hat an der FU Berlin bei Dietmar Kamper promoviert und ist Kuratorin und Dramaturgin u.a. am HAU Berlin. Künstlerische Projekte mit apparatus seit 2014.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Kollektivkörper. Kunst und Politik von Verbindung
  • Inhalt
  • Vorwort
  • The Deleuzian Sex Game
  • Vom Jubel zur Halluzination: postsowjetische Kollektivkörper
  • Geschichte und Nichtgeschichte des Körpers
  • Körper im Kulturkontakt. Räume des Kollektiven bei Lygia Clark und Hélio Oiticica
  • Shared Movements und der Glaube an die ›schwarze Kultur‹. Zur Ethnographie einer Cultural Performance im Schnittpunkt von Popkultur und Sport
  • Das erlösende Potential kollektiver Gewalt
  • Ideale Unfreiheit. Regisseure und Regeln (in) der Kunst
  • Kollektiv in der Schwerelosigkeit. Von Überidentifizierung und Retrogarde zum panoptischen Theater der gelehrigen Körper. Laibach und das Kosmokinetische Kabinett Noordung (Neue Slowenische Kunst) 1980–2045
  • Body: recognizable/unrecognizable. Über das Stück Körper von Sasha Waltz
  • Die Performanz der schweigenden Masse. Zur Kollektivität der Zuschauenden in Theatersituationen
  • Über die Fusionen einer wandelbaren Spezies und vom Zusammenhalt unter Cyborgs. Star Trek und die Modellbox Fernsehen
  • Selbst-Interview am 27.11.2000
  • Mikropolitik des Kollektiven: Paarbildung
  • Liebesdreiecke. Die »ménage à trois« zwischen Selbstmord und Kollektiv
  • Das Unbewußte des Kollektivs und seine Physis. Zum Bild des kulturellen Körpers in Walter Benjamins Passagen-Werk
  • Bürger und Wölfe. Versuch über politische Zoologie
  • Sterbliche Götter. Inmitten der Zeit
  • Der Kollektivkörper und seine Säfte
  • Autorinnen und Autoren

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