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»Kultur«-Konstruktionen

Die gegenwärtige Gesellschaft im Spiegel volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Wissens

Sabine Eggmann
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Sabine Eggmann, »Kultur«-Konstruktionen (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839408377

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Beschreibung / Abstract

Der aktuelle Transformationsprozess von Wissenschaft und Gesellschaft stellt die akademischen Disziplinen vor die Herausforderung, ihr Wissen hinsichtlich seiner gesellschaftlichen Funktion und Autorität neu zu überdenken. Vor dieser Aufgabe stehen auch die Kulturwissenschaften, deren Profil und Position in den letzten Jahren viel diskutiert wurde.
Dieses Buch nähert sich der diskursiven Praxis am Beispiel des Faches Volkskunde/Europäische Ethnologie mit dreifachem Blick: auf den Entwurf von »Kultur«, die fachliche Episteme und die Identitätspolitik. Daraus ersteht die kritische Diagnose gesellschaftlicher Selbstbeschreibung, die in Form kulturwissenschaftlichen Wissens gleichzeitig mit den Interpretationen anderer sozialer Deutungsautoritäten konkurriert.

Beschreibung

Sabine Eggmann (Dr. phil.) forscht und lehrt am Seminar für Kulturwissenschaft/Europäische Ethnologie sowie im Masterprogramm »Kulturmanagement« der Universität Basel. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf der sozialen Konstruktion von kollektiven Sinnangeboten.

Kritik

»Die solide und couragierte Dissertation wird aufgrund ihrer Analyseergebnisse ganz sicher im Fach Beachtung finden. Nicht zuletzt, weil sie zum Überdenken des eigenen und des fremden fachspezifischen Gestaltens anmahnt.«
Angela Treiber, Zeitschrift für Volkskunde, 106/2 (2010)

Besprochen in:

Schweizerisches Archiv für Volkskunde, 1 (2011), Harm-Peer Zimmermann
Anthropological Abstracts, 8 (2009)

Lizenz

http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/

Open Access Angabe

This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License (CC BY-NC-ND 3.0)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover »Kultur«-Konstruktionen
  • INHALT
  • DANK
  • EINLEITUNG: Irritationen
  • Kultur-Konjunkturen: Begriffliche Inflation und Deflation von »Kultur«
  • Krise der volkskundlichen Autorität: »Plapperkrähen«
  • Krise des kulturwissenschaftlichen Wissens: »Writing Culture«
  • Irritationen- Wie weiter?
  • 1. KAPITEL: Shifting Grounds: Kontextualisierung(en) und Wahl der Forschungsperspektive
  • Kontextualisierung(en): Wechselnde Blicke
  • Festlegung der Forschungsperspektive: Positionswechsel
  • 2. KAPITEL: »Kultur«-Konstruktionen: Wissensarbeit
  • Drei Forschungsfelder: Wir und die Welt
  • Das volkskundliche Formationsfeld
  • Die fachlichen Kompetenzen der Volkskunde: als Orientierungsinstanz der Gesellschaft
  • Die fachlichen Kompetenzen der Volkskunde: als Mittel zur individuellen wie gesellschaftlichen Selbsterkenntnis
  • Die fachlichen Kompetenzen der Volkskunde: als Gedächtnis der Gesellschaft
  • Externe Oppositionierung
  • Setzung von Differenzen als disziplinäre Differenzierung
  • 3. KAPITEL: Die Konstruktion der Volkskunde: ldentitätspolitik
  • Konkurrenzmanagement
  • Resumee: Integrative Abgrenzung
  • 4. KAPITEL: »Kultur« als Relationierungsformel
  • Wissensarbeit Formierung der volkskundlichkulturwissenschaftlichen Episteme
  • Das Angebot der Volkskunde: Gesellschaftliches Krisenmanagement durch »kulturwissenschaftliche« Orientierung
  • Identitätspolitik: Stabilisierung der »kulturwissenschaftlichen Volkskunde« als universitäre Disziplin und gesellschaftliche Wissensinstitution
  • Resumee: Diskursive Verschmelzung von volkskundlicher Wissensarbeit, Identitätspolitik und gesellschaftlicher Orientierung
  • 5. KAPITEL: Die Volkskunde als Fall-Beispiel: Konkurrenz der gesellschaftlichen Selbstbeschreibung in der späten Moderne
  • Die Volkskunde als Fall
  • Die Volkskunde als Beispiel
  • Fazit und Ausblick
  • Literatur

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