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Kultursensible Pflege in der ambulanten Versorgung: Eine qualitative Studie

Christine Dörge und Sindy Lautenschläger

Diese Publikation zitieren

Christine Dörge, Sindy Lautenschläger, Kultursensible Pflege in der ambulanten Versorgung: Eine qualitative Studie (2016), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1430-9653, 2016 #01, S.64

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Beschreibung / Abstract

The increasing number of individuals with migration background constitutes a challenge to nursing care. To date, empirical results concerning the experience of nurses with the challenges of culturally sensitive care for migrants in ambulatory care settings are sparse. The objective of the study is to explore how nurses experience caring for migrants in ambulatory care settings. Therefore, problem-centered interviews with episodic story-telling prompts were conducted. Data were analyzed by employing the method of qualitative content analysis. The feedback of results with participants took place in form of focus groups. The final category-system consists of two categories: (1) Culturally sensitive care and (2) individual and professional advancement and development, interaction with people of differing cultural backgrounds. The results of the study illustrate that one can encounter unfamiliar challenges in nursing and caring for migrants. Practical experience and its reflection, as well as theory contribute to personality development, which can have a positive effect on culturally sensitive care.

Keywords: cultural sensitivity, culturally competent care, ambulatory care, outpatient care, cultural diversity, qualitative content analysis



Die Zunahme von Migranten stellt Herausforderungen an die pflegerische Versorgung. Bislang liegen in Deutschland kaum empirische Ergebnisse über die Erfahrungen professionell Pflegender zu den Herausforderungen kultursensibler Versorgung pflegebedürftiger Migranten in der ambulanten Pflege vor. Das Ziel der Studie besteht darin, zu untersuchen, wie Pflegekräfte die Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund in der ambulanten Pflege erleben. Dazu wurden mit Pflegepersonal problemzentrierte Interviews, die episodische Erzählaufforderungen enthalten, geführt. Die Daten wurden anhand der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Zusätzlich wurden Fokusgruppen mit dem Ziel der kommunikativen Validierung durchgeführt. Das finale Kategoriensystem besteht aus 2 Kategorien: (1) (Kultursensible)Pflege und (2) Persönliche und fachliche Weiterentwicklung im Umgang mit Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Versorgung pflegebedürftiger Migranten mit ungewohnten Anforderungen einhergehen kann. Die erlebten und reflektierten Praxiserfahrungen aber auch theoretisches Fachwissen tragen zur Weiterbildung der eigenen Persönlichkeit bei, was sich positiv auf die Durchführung kultursensibler Pflege auswirken kann.

Schlüsselwörter: kulturelle Sensibilität, kulturkompetente Pflege, ambulante Pflege, kulturelle Diversität, qualitative Inhaltsanalyse

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