Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Vom Wert quantitativer Methoden für eine kritische Kriminologie

Veronika Hofinger, Walter Fuchs und Arno Pilgram

Diese Publikation zitieren

Veronika Hofinger, Walter Fuchs, Arno Pilgram, Vom Wert quantitativer Methoden für eine kritische Kriminologie (2016), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0341-1966, 2016 #01, S.5

Getrackt seit 05/2018

31
Downloads
3
Quotes

Beschreibung / Abstract

Der Beitrag ergründet eingangs die Skepsis, die in der Kritischen Kriminologie und der Cultural Criminology dem Zählen und Messen von Kriminalität bzw. der Anwendung quantitativer sozialwissenschaftlicher Methoden entgegengebracht wird. Es werden die erkenntnistheoretischen Einwände und politischen Vorbehalte gegen Bestimmungen der Kriminalitätslage anhand amtlicher Statistiken sowie ergänzender Surveys im Dunkelfeld dargestellt. Dem werden Strategien reflexiv-quantitativen Arbeitens jenseits von Positivismus und Affirmation des Kriminalisierungsgeschehens gegenübergestellt. Beispiele quantitativer Studien, die für die kritische Analyse von gesellschaftlicher Kontroll- und Sanktionspolitik ertragreich sind, werden präsentiert. Abschließend wird dem "Regieren mit Zahlen" als moderner Herrschaftstechnik Aufmerksamkeit gewidmet. Hier stellt sich die Frage der zeitgemäßen Beteiligung kriminologischer ExpertInnen, ihrer Kompetenzen und Aufgaben.

Schlüsselwörter: Quantitative Methoden, Kritische Kriminologie, Cultural Criminology, Kriminalstatistik, Dunkelfeldforschung, Governing by Numbers



In a first step, we explore the epistemological objections of critical and cultural criminology to the use of crime statistics and self-report or victim surveys, rejecting the mere possibility of counting and measuring criminality. As opposed to a naïve use of quantitative data and methods in criminology, we suggest the use of reflexive- quantitative research strategies beyond the positivist reification of criminalization processes. These considerations are underpinned by positive examples showing how to fruitfully use quantitative data and research methods in the critical analysis of penal policies. Finally, we examine new forms of "governing by numbers" and the role of criminology in contemporary society.

Keywords: Quantitative methods, Critical Criminology, Cultural Criminology, Crime Statistics, Surveys, Governing by Numbers

Mehr von dieser Ausgabe

    Ähnliche Titel

      Mehr von diesem Autor