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Das Verhältnis von Kindergarten und Schule – ein chronischer Disput

Eine empirisch fundierte Studie zur Implementierung des Orientierungsplans in baden-württembergischen Kindertageseinrichtungen bei Jugendlichen

Marion Aicher-Jakob

Diese Publikation zitieren

Marion Aicher-Jakob, Das Verhältnis von Kindergarten und Schule – ein chronischer Disput (2015), Verlag Julius Klinkhardt, 83670 Bad Heilbrunn, ISBN: 9783781554122

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Das Verhältnis von Kindergarten und Grundschule ist geprägt von historisch gewachsenen Differenzen und den Bemühungen der beiden Institutionen um Anschlussfähigkeit. Unter dem Einfluss verschiedener Reformimpulse erfährt der Kindergarten um die Wende zum 21. Jahrhundert eine enorme Aufwertung, und alle Bundesländer konzipieren Bildungspläne für den Elementarbereich. Mit deren Implementierung sind große Hoffnungen verbunden, das Zusammenwirken des pädagogischen Fachpersonals in Kindergarten und Schule zu sichern. Ausgehend von einer problemgeschichtlichen Darstellung zeigt die Autorin zunächst, warum das Verhältnis der Institutionen bislang ungeklärt blieb. Im qualitativempirischen
Hauptteil der Studie wird der Orientierungsplan in seiner Funktion als Steuerungsinstrument untersucht, das auf absichtsvolles Handeln im Elementarbereich zielt. Geht das Bemühen um Anschlussfähigkeit
mit einer Verständigung über grundlegende pädagogische Einsichten einher, liegt darin ein Potenzial, das Verhältnis der Institutionen dauerhaft zu klären. Zentral für die Wirkung des Orientierungsplans sind
dabei Fragen seiner Rezeption und Umsetzung. Die Autorin arbeitet in ihrer Studie unterschiedliche Rezeptionstypen heraus und zeigt, wie der Orientierungsplan durch die unterschiedlichen Lesarten das Aufkommen einer Kindergartenkultur als symbolische Sinnordnung begünstigt.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  • Marion Aicher-Jakob: Das Verhältnis von Kindergarten und Schule – ein chronischer Disput
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung
  • Danksagungen
  • Teil 1 Das Verhältnis von Kindergarten und Schule als historisch bedingte sensible ‚Druckstelle‘ – eine problemgeschichtliche Betrachtung
  • 1. Die frühkindlichen Betreuungsanstalten im 19. Jahrhundert: Das Selbstverständnis der Kindergarten-Vorläufereinrichtungen
  • 2. Eine historisch bedeutsame Weichenstellung für das Verhältnis Kindergarten und Schule (1920): Reichsschulkonferenz und Reichsjugendwohlfahrtsgesetz
  • 3. Der Kindergarten als Teil des Elementarbereichs durch die Bildungsreform der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts
  • 4. Reformimpulse für den Elementarbereich seit den 90er Jahren
  • 5. Bildungspläne im Elementarbereich Beispiel: Orientierungsplan des Landes Baden-Württemberg
  • Teil 2 Bildungspläne im Elementarbereich als Reform- und Steuerungsinstrumente – ein ‚anderer‘ Blick auf das Verhältnis Kindergarten und Schule
  • 6. Systemtheoretische Einsichten als Referenzrahmen
  • 7. Steuerung im pädagogischen Feld
  • 8. Methodologisches Konzept der Studie
  • Teil 3 Auswertungen
  • 9. Kindergarten A: Der reformresistente Kindergarten – Ratlosigkeit und fehlende Transformationsprozesse
  • 10. Kindergarten B: Die Rezeption des Orientierungsplans mit dem Fokus ‚Schuldienlichkeit‘ der Kindergartenbildung
  • 11. Kindergarten C: Der selbstbewusste Kindergarten
  • Teil 4 Ertrag der Arbeit
  • 12. Problemgeschichtliche Vergewisserung und Verortung – eine Bedingung für das Erfassen der Komplexität des Disputs
  • 13. Konzentration auf Übergangsbemühungen – eine folgenschwere Reduktion von Komplexität
  • 14. Systemtheoretisches Denken – ein Schlüssel zur Klärung des komplexen Phänomens
  • 15. Kindergartenkultur als symbolische Sinnordnung
  • 15.1 Der imaginäre Selbstentwurf der Einrichtung als rezeptionsbestimmender Faktor
  • 15.2 Kommunikationsstrukturen zur spezifischen Bearbeitung des Realen
  • 15.3 Spezifische Bearbeitungsmodi neuer Aufgaben
  • 15.4 Brechungen des Bildungsverständnisses bedingen differente symbolische pädagogische Formen
  • 15.5 Brisante Themenfelder ‚Vorschule‘ – ‚Kooperation Kindergarten - Schule‘
  • 16. Der Orientierungsplan – ein Steuerungsinstrument mit diffuser Steuerungswirkung
  • 16.1 Die Utopie einer absichtsvollen Steuerung
  • 16.2 Das Matthäus Prinzip: Wer hat, dem wird gegeben!
  • 16.3 Initiierung einer längst überfälligen Diskussion über Bildung und Erziehung
  • 17. Das Verhältnis von Kindergarten und Schule – ein chronischer Disput!
  • 18. Ausblick
  • Bibliographie
  • Rückumschlag

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