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Edmund Husserl

Werk und Wirkung

Paul Janssen

Diese Publikation zitieren

Paul Janssen, Edmund Husserl (2016), Verlag Karl Alber, Freiburg, ISBN: 9783495860854

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Die Entwicklung des Husserlschen Denkens weist trotz einiger Wandlungen in sich eine gewisse Stimmigkeit auf. Diese läßt sich darin finden, daß Husserl an der Anschauung als dem legitimierenden Prinzip des Erkennens festhält. Die Anschauung aber ist an der Selbstgebungsmöglichkeit dessen, was Gegenstand des Philosophierens wird, ausgerichtet. Das so Zusammengehörige ermöglicht Deskription. Die Selbstreflexion und ihre Ergebnisse sind diesen methodischen Voraussetzungen einbehalten. Sie werden in einer Bewußtseinsphilosophie entfaltet, deren Ausgangsformel die synthetische Einheit des Bewußtseins-von-etwas ist. Die für die Neuzeit charakteristischen subjektivitätsphilosophischen Grundzüge des Husserlschen Denkens unterliegen im Fortgang seiner Entwicklung gravierenden Modifikationen, durch die Husserl Wegbereiter einer im 20. Jahrhundert aufblühenden phänomenologischen Bewegung geworden ist, die sich von der mit Descartes anhebenden Subjektivitätsphilosophie grundsätzlich unterscheidet: Das (transzendentale) Subjekt wird z. B. sich zeitigendes ursprüngliches Zeitbewußtsein. Ferner öffnet Husserls Zuwendung zur Lebenswelt den Blick für deren historische Eigenart. Von der Lebenswelt aus gesehen erweist sich das Weltbestimmungsresultat der objektiven Naturwissenschaften als eine idealisierende Substruktion, die Menschen in der Geschichte Europas über sich aufgerichtet haben, von der die Welt, in der sie leben, unterschieden ist. Mit der Lebenswelt hat sich der phänomenologischen Bewegung ein weites Themenfeld eröffnet. Indem die objektive Wissenschaft zur Herrschaft der Technik geführt hat, stürzt sie das menschliche Leben und seine Welt in eine Krise.

Beschreibung

Paul Janssen, geboren 1934 in Alpen/Ndrrh.; 1964 in Köln promoviert, 1968 in Köln habilitiert; Professur in Köln; ab 1999 freiberuflicher Publizist.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Einleitung
  • Vorbemerkungen zur phänomenologischen Bewegung und zum Denkweg Husserls
  • Husserls Werk und die phänomenologische Bewegung
  • Die Entwicklung der Husserlschen Phänomenologie
  • Die Anfänge der Phänomenologie
  • Husserls vorphänomenologisches Denken zwischen Psychologismus und Objektivismus
  • Das intentionale Bewusstsein als Grundbegriff einer erkenntnistheoretisch orientierten Phänomenologie
  • Einige Grundprobleme einer reinen Logik
  • Die transzendentale Phänomenologie
  • Der transzendentale Standpunkt
  • Reines Bewusstsein und Welt. Gegebensein und Sein
  • Die noetisch-noematischen Strukturen des reinen Bewusstseins
  • Wichtige Lehrstücke der transzendentalen Phänomenologie
  • Evidenz, Gegebensein, Sein, Wahrheit
  • Die Konstitution des Allgemeinen
  • Das transzendentale Ego
  • Die Intersubjektivität
  • Die Endgestalt der Phänomenologie
  • Die Geschichte des Denkens
  • Lebenswelt und Wissenschaft
  • Lebensweltliche und objektive Wissenschaftlichkeit
  • Der Übergang zur transzendentalen Einstellung von der Lebenswelt aus
  • Reine Psychologie und transzendentale Phänomenologie
  • Husserls Phänomenologie und die Gegenwart
  • Das ichliche Zeitbewusstsein als nie versiegender Konstitutionsquell für alles Seiend und ein durch es ermöglichter Selbstüberstieg seiner zu einem überzeitlichen Ich
  • Wegweisende Vorfragen und Hinweise
  • Spezifika der Zeitkonzeption Husserls
  • Nähe und Ferne zwischen Husserl und Descartes
  • Fluss, Form und Synthetisierungsleistung des Zeitbewusstseins in der Passivität
  • Probleme der Wiedererinnerung
  • Die Erzeugung von allzeitlichen Verstandesgegenständlichkeiten und ihr Zeitbezug
  • Das ichliche Bewusstsein-von-etwas, seine Bildung aus dem unthematisch-vorgegenständlich bewussten Zeitfluss und seine auf den Zeitfluss rückbezügliche Identität
  • Die aus einem Selbstüberstieg des Zeitflusses resultierende zeitfreie Identität des Ich
  • Im Menschen-Ich liegende Grenzen der transzendentalphänomenologischen Fassung der Lebenswelt
  • Das Menschen-Ich in seiner Unangewiesenheit auf einen reflexionsabhängigen Rückstieg in sein transzendentales Ichsubjekt zum Zwecke der Konstitution seiner Lebenswelt als der Welt
  • Die Wahrnehmung als Weltbezug des intentionalen Bewusstseins und in ihrer Funktion für der Natur verhaftete Menschen
  • Zur Problematik des phänomenologischen Gegenstandsbegriffes und seiner Grundlagen
  • Lebenswelt und Geschichtlichkeit und deren Zeitlichkeit
  • Prämundane transzendentale Ichsubjekte und die Geschichtlichkeit von Menschen-Ichen und deren Welten
  • Sinngeschichtliche Individuierungen
  • Das lebensweltliche Menschen-Ich und die Geschichte der neuzeitlichen Naturwissenschaft
  • Die teleologische Geschichte der Phänomenologie vor dem Hintergrund geschichtlicher Weltbildungen
  • Die transzendentale Phänomenologie im Rahmen einer Konzeption des geschichtszeitlichen Weltwerdens von Sprachwelten
  • Bibliographie
  • Personenregister
  • Sachregister

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