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Philosophie des Geborenseins

Christina Schües

Diese Publikation zitieren

Christina Schües, Philosophie des Geborenseins (2016), Verlag Karl Alber, Freiburg, ISBN: 9783495860892

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Ziel dieser Studie ist die Konzeption eines Menschenbildes, einer Denk- und Handlungsdimension, die die Pluralität, Herkünftigkeit, Leiblichkeit, Geschlechtlichkeit und Endlichkeit der Menschen als grundlegend anerkennt. Ein Denken von der Geburt her bestätigt den generativen Zusammenhang der Menschen untereinander und bestimmt deren Selbstverständnis und ihr Verhältnis zu sich selbst, zum Anderen, zur Welt und zur Geschichte. Somit hat die philosophische Ergründung und Neufassung des Geborenseins Konsequenzen für Politik und Ethik.
Vor dem Hintergrund, dass Sterblichkeit und Tod in der Philosophiegeschichte eine dominante Rolle gespielt haben, untersucht die Autorin die philosophischen Bedeutungen, die metaphorischen Vereinnahmungen, die Missachtungen und die Vergessenheit des Geborenseins von der Antike über die Aufklärung bis hin zur Gegenwart. In einem zweiten Teil des Buches geht es um psychologische, phänomenologische und moralphilosophische Betrachtungen des Geborenseins, die Notwendigkeit einer methodischen Erweiterung von Husserls Transzendentalphänomenologie hin zu einer generativen Phänomenologie und um eine Neuformulierung des Natalitätskonzepts von Hannah Arendt im Sinne einer politischen Ethik.

Beschreibung

Prof. Dr. Christina Schües arbeitet am Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung an der Universität zu Lübeck. Auch ist sie außerplanmäßige Professorin am Institut für Philosophie und Kunstwissenschaft der Leuphana Universität Lüneburg. Sie hat u.a. zur Philosophiegeschichte, Phänomenologie, Ethik und Politischen Philosophie veröffentlicht.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Einleitung
  • Prolog: Kopf- und Seitengeburten in der antiken Göttergenealogie
  • Erster Teil: Philosophiegeschichtliche Perspektive
  • I. Platon und Nietzsche: Zwischen ›Himmel‹ und ›Höhle‹?
  • II. Das Geborensein zwischen Beachtung und Missachtung: Die Aufklärung und ihre Vordenker in der Neuzeit
  • III. Heideggers Dasein zwischen dem Vergessen der Geburt und einer Hermeneutik des Anfangens
  • Zweiter Teil: Systematische Perspektive: Eine Phänomenologie des Geborenseins
  • IV. Die Geburt zwischen Deskription und Anonymität, Psychologie und Phänomenologie
  • V. Von der Transzendentalphänomenologie zur generativen Phänomenologie
  • VI. Eine Phänomenologie des Politischen als Phänomenologie der Gebürtlichkeit
  • Epilog: Anthropo-technologien
  • 1. Der Angriff auf die Gebürtlichkeit
  • 2. Rekonstruktion der Generativität
  • Literaturverzeichnis
  • Personenregister
  • Sachregister

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