Waldorfpädagogik

Eine kritische Einführung

Heiner Ullrich

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Heiner Ullrich, Waldorfpädagogik (2015), Beltz Verlagsgruppe, 69 469 Weinheim, ISBN: 9783407294296

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Beschreibung / Abstract

Der Dialog zwischen Waldorfpädagogik und Erziehungswissenschaft hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten beachtlich intensiviert. Diese Einführung präsentiert die Erziehungs- und Unterrichtsmodelle in Waldorfschulen und -kindergärten – von der kollegialen Organisation der Schule über das ganzheitliche Curriculum und das langjährige Klassenlehrerprinzip bis zur goetheanistischen Lehr- und Erziehungskunst. Zudem erhält der Leser einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Waldorfschule, insbesondere über die Lehrer-Schüler-Beziehungen, die Wertorientierungen von Waldorflehrern und -schülern sowie die Erfahrungen und Berufswege von Absolventen dieser Schulen.

Die Waldorfpädagogik hat nach einer fast hundertjährigen weltweiten Erfolgsgeschichte einige innovative Modelle entwickelt, die auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen reagieren, zum Beispiel duale und interkulturelle Schulmodelle, Kleinschulen mit altersgemischtem Lernen oder modularisierte Formen der Waldorflehrerausbildung mit internationaler Vernetzung. Dabei geht der Autor auch der Frage nach, wie die heutigen Tendenzen zur Öffnung und Pluralisierung der Waldorfpädagogik mit der wissenschaftlich fragwürdigen Weltanschauung Rudolf Steiners in Einklang zu bringen sind.

Beschreibung

Dr. Heiner Ullrich lehrt als Professor für Erziehungswissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • 1. Die Aktualität der Waldorfpädagogik
  • 2. Die Waldorfschule – auf den ersten Blick
  • 2.1 Grundzüge ihrer öffentlichen Selbstdarstellung
  • 2.2 Eine Schule der klassischen Reformpädagogik?
  • 2.3 Der reformpädagogische Blick verfehlt das Proprium der Waldorfschule
  • 3. Was die Waldorfschule anders macht – Beschreibung und Analyse des anthroposophischen Schulmodells
  • 3.1 Organische Schularchitektur: der Schulbau als menschliche Gestalt
  • 3.2 Schulautonomie und kollegiale Schulleitung: eine Schule ohne Direktor
  • 3.3 Personale Nähe und Kontinuität: ein Klassenlehrer für acht Jahre
  • 3.4 Rhythmen und Rituale im Unterricht
  • 3.5 Genetisch und organisch – der Waldorflehrplan
  • 3.6 Goetheanistisch – die Methode des Lehrens
  • 3.7 Eurythmie – die anthroposophische Bewegungskunst als Schulfach
  • 3.8 Der Waldorfkindergarten – eine mütterliche Wohnstube für Spiele, Märchen und Feste
  • 3.9 Seelenpflege – der Ansatz der anthroposophischen Heilpädagogik
  • 4. Anthroposophie – die weltanschaulichen Grundlagen
  • 4.1 Rudolf Steiner – Philosoph, Theosoph und Lebensreformer
  • 4.2 Die Erkenntnis der übersinnlich-geistigen Welt – der Schulungsweg
  • 4.3 Die Entwicklung der Welt und des menschlichen Geistes – die Kosmologie
  • 4.4 Die vier kosmischen Wesensglieder des Menschen – die Anthropologie
  • 4.5 Reinkarnation und Karma
  • 4.6 Die funktionelle Dreigliedrigkeit des Menschen
  • 4.7 Die vier Temperamente
  • 4.8 Die Jahrsiebte der Entwicklung im Lebenslauf
  • 5. Die Anthroposophie im kritischen Diskurs der Wissenschaften
  • 5.1 Weltanschauung statt Wissenschaft
  • 5.2 Die Grenzenlosigkeit des Erkennens
  • 5.3 Determinismus statt Freiheit
  • 5.4 Die Wiederkehr des mythischen Denkens
  • 5.5 Die Aufhebung der Differenz von Wissen und Glauben
  • 5.6 Im innersten Kern esoterisch
  • 5.7 Exkurs: Rassenlehre und Völkerpsychologie in der Anthroposophie Steiners
  • 6. Wirklichkeit und Wirkungen der Waldorfschulen – Wege und Befunde der empirischen Forschung
  • 6.1 Was wird aus Waldorfschülern? – Absolventenstudien
  • 6.2 Lernerfahrungen und Bildungsprozesse in der Waldorfschule
  • 6.3 Die Waldorflehrer – ein pädagogischer Orden?
  • 6.4 Lehrer-Schüler-Beziehungen in der anthroposophischen Schulkultur
  • 6.5 Die Bildungsorientierungen von Waldorfeltern
  • 7. Schluss
  • Literatur
  • Internetquellen

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